Pizza Patrick

Letzte Woche wurde aufgrund des eher tragischen EM-Ausgangs für die Deutsche Nationalmannschaft noch vielerseits getönt ‚Ich esse nie mehr Pizza!‘. Ich liebe Pizza und würde sicherlich nicht wegen Fußball darauf verzichten. Wer jetzt aber seinen Lieblingsitaliener in nächster Zeit boykottieren möchte, bekommt hiermit eine Möglichkeit eine richtig  leckere Pizza zuhause zu fabrizieren.

Es gibt einige Faktoren, die in der Produktion der perfekten selfmade-Pizza eine Rolle spielen. Zum einen natürlich der Teig. Es macht einen großen Unterschied, ob man einen Hefeteig oder einen Quark-Öl-Teig macht, außerdem sollte man sich einigermaßen Zeit nehmen und nicht alles hektisch zusammenpanschen. Auch der Typ des Mehls ist relevant. Besser als das Standard Mehl Typ 405 eignet sich zum Beispiel Mehl Typ 550, das unter anderem auch zum Brot backen verwendet wird und einen etwas feineren Teig ergibt.

Natürlich sollte auch die Tomatensoße gut gewürzt und von passabler Kosistenz sein. Hier scheiden sich auch die Geister. Man kann einen Tomatensugo kochen und entsprechend würzen um ein besonders kräftiges Aroma zu erzeugen – ich nehme meistens die schnelle Variante und verrühre passierte Tomaten mit Tomatenmark und Gewürzen… dazu später mehr.

Letztenendes sind natürlich die Zutaten, mit denen die Pizza belegt wird für den Endgeschmack verantwortlich.

Pizza Patrick

Für 2 Pizzen brauchen wir:

  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • eine Prise Salz
  • 1/4 Tasse Milch
  • 1/4 Tasse Wasser
  • 2 Tassen Mehl
  • 1 EL Olivenöl

(das ist ein Amerikanisches Rezept, d.h. entspricht dem Amerikanischen Cup-Maß. Die Größe der Tasse ist aber eigentlich nicht wichtig, so lange das Verhältnis zueinander stimmt. Ich nehme im Normalfall Kaffeetassen – wenn der Hunger mal größer ist, oder sich spontan noch Besuch angekündigt hat nehme ich Kaffeepötte..)

  • 1 Dose gehackteTomaten
  • etwas Tomatenmark
  • eine kleine Zwiebel
  • eine Zehe Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Thymian, Oregano
  • alles was das Herz begehrt zum belegen

Die Hefe in einer großen Schüssel kleinbröseln, Zucker und Salz dazu geben. Die Milch mit warmem Wasser mischen, evtl kurz in die Mikro stellen. Das Gemisch sollte etwa Körpertemperatur haben. Das Ganze zur Hefe geben und etwa 10-15 Minuten warten, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Das Olivenöl dazu geben. Jetzt mit einer Gabel nach und nach das Mehl einrühren. Wenn der Teig zäher wird mit den Händen weiterkneten. Evtl. wird nicht die gesamte Menge an Mehl benötigt.

Nur so lange neues Mehl dazu geben, wie der Teig es auch aufnimmt und dabei trotzdem elastisch bleibt. Er sollte nicht mehr kleben und eine elastische Teigkugel ergeben. Den Teig dann mit einem Küchentuch abdecken und für gut eine halbe Stunde an einen warmen Ort stellen.

Fertig gegangen ist der Teig, wenn man mit dem Finger eine leichte delle herreindrückt und diese sich von selbst wieder ausgleicht. (bzw. bis er etwa das 1,5-fache Volumen erreicht hat).

 Für die Soße die Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch hacken. Beides in etwas Olivenöl anbraten und mit den gehackten Tomaten aufgießen. Würzen und mit geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten köcheln. Danach abschmecken und mit dem Tomatenmark zu einer etwas dickere Konsistenz verrühren.

Nun den Teig teilen, die Arbeitsfläche bemehlen  und den Teig ausrollen. Den Ofen auf ~230°C Ober/Unterhitze vorheizen. Das Backblech im Ofen mit aufheizen.

Je nachdem wie man seine Pizza am liebsten mag, kann man den Teig jetzt sehr dünn oder etwas dicker ausrollen. Ich persönlich mag gern die typisch italienische sehr dünne Pizza mit knusprigem Boden. Man sollte auf jeden Fall bedenken, dass der Teig noch etwas im Ofen aufgeht.

Das Blech aus dem Ofen nehmen, Backpapier auflegen und den ausgerollten Pizzateig daraufgeben. Jetzt die Tomatensoße dünn darauf verteilen, etwas Käse drüber streuen und mit anderen Zutaten belegen.

Die Pizza für etwa 15 Minuten auf unterster Schiene in den Ofen geben. Fertig!

Pizza Patrick heißt sie übrigens, da dies eines der Essen ist, für die in meiner WG mein Bruder Patrick verantwortlich ist. Er hat da einfach mehr Geduld für das elende Teigkneten 😉

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