Lecker-Süße Kalorienbombe: Bananasplit-Torte

Gleich mehreres gibt’s zu feiern. Dieses mitlerweile 6 Monate alte Küchenblog hat die 1000 Aufrufe geschafft. Danke allen treuen Lesern 🙂

Zudem hat heute mein kleiner Bruder Geburtstag und traditionell kriegt er von mir eine Torte. Dieses Jahr wurde es eine Bananasplit-Torte, zusammengesetzt aus diversen Rezepten und teilweise selbst erdachten.

Wer sowas gerne nachmachen möchte, braucht kein besonderes Händchen für Konditorei, aber ein wenig Geduld. Los geht’s erstmal mit dem Einkaufszettel.

Bananasplit-Torte

Wir brauchen:
Für den Boden:

  • 5 Eier
  • 5 EL warmes Wasser
  • 150g Zucker
  • 100g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 EL Kakao (also Backkakao, ungesüßt, nicht sowas wie Nesquik)

Für die Vanillecreme:

  • 2 Blatt Gelatine
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver zum kochen (z.B. von Dr. Oetker)
  • 4 EL Zucker
  • 400ml Milch
  • 200g Sahne, gut gekühlt
  • eine Tüte Vanillezucker, bzw 1 EL
  • eine Tüte Sahnesteif

Für die Schokocreme:

  • 200g Puderzucker
  • 30g Kakao (s.o.)
  • 150g Butter, zimmerwarm
  • 85g Edelbitter-/Halbbitter Schokolade (gibt’s z.B. von Sarotti mit 50% Kakaoanteil)
  • 60ml Sahne

Für die Glasur/Ganache:

  • 150g Sahne
  • 175g Edelbitter-/Halbbitter Schokolade
  • 1 EL Zucker
  • 75g Butter

Außerdem:

  • 6 Bananen (5 für die Füllung, eine für die Deko)
  • etwas Honig
  • evtl. etwas Bananenlikör
  • 100g Sahne (gekühlt) für die Deko, Sahnesteif und Vanillezucker
  • Schokoperlen mit Knusperkern
  • evtl. anderer Dekokrams
  • bestenfalls ein Tortenring und eine Spritztülle

Es ist durchaus sinnvoll mit dem ganzen Spaß am Vortag anzufangen, oder sehr früh morgens am eigentlichen Verbrauchstag.

Als erstes werden die Böden gebacken.

Dazu zunächst die Eier trennen, die Eigelbe in eine große Schüssel geben und auf die Seite stellen, die Eiweiße in einer Schüssel bereit halten. Achtung, es darf kein bisschen Eigelb im Eiweiß zurückbleiben, sonst wird’s nicht steif. 

Eine Prise Salz zum Eiweiß geben und mit einem Handmixer auf hoher Stufe schlagen (mit dem Schneebesen-Aufsätzen). Wenn das Eiweiß schon etwas fester wird, etwa ein Drittel von dem Zucker (also ca. 50g) dazu geben und weiter steifschlagen. Das Eiweiß ist fertig, wenn man die Schüssel umdrehen kann, ohne das etwas tropft.

Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Jetzt das Eigelb mit den 5 EL Wasser und dem restlichen Zucker schlagen. Solange verrühren, bis sich die Masse deutlich vergrößert hat (dadurch das Luft untergehoben wird) und die Eigelb-Zucker-Mischung sehr cremig und hell wird. Hier nun esslöffelweise das Mehl unterrühren (oder sieben, wenn man ein geeignetes Feinsieb hat). Das steife Eiweiß mit einem großen Löffel oder Teigschaber langsam unter die Eigelbmasse heben. Nicht wild rühren, sondern nach und nach unterheben, so dass das Volumen des steifen Eiweißes nicht zerstört wird.

Der Grundteig ist jetzt fertig.

Nun hier von ein Drittel abnehmen und kalt stellen.
Die restlichen Zweidrittel des Teiges mit der Speisestärke vermischen.

Eine Springform (28cm Durchmesser) leicht fetten und ein Stück Backpapier zurechtschneiden, so dass es genau auf den Boden passt, dieses dann einlegen. Den mit Stärke verrührten Teig hier einfüllen und mit der Rückseite eines nassen Esslöffels glatt streichen. In den vorgeheizten Ofen geben und für 15-20 Minuten backen.

Aus dem Ofen nehmen und direkt aus der Form lösen. Den Boden auf einen großen Teller stülpen und zum auskühlen an die Seite stellen. 

Den restlichen Teig mit einem EL Kakao vermischen und die Form wie zuvor vorbereiten (kurz spülen, abtrocknen, fetten, Backpapier). Den Teig in die Form geben, glatt streichen und für ca. 15 Minuten backen.

Rausnehmen, aus der Form nehmen und ebenfalls auskühlen lassen.

Weiter geht’s mit der Vanillecreme.

400ml Milch (ja, das sind 100 weniger als normalerweise für den Pudding genommen werden, das muss so) in einem Topf auf den Herd geben und aufsetzen. Die beiden Gelatineblätter in kaltem Wasser in einer kleinen Schüssel einweichen (5 Minuten reichen dafür)

Das Puddingpulver mit den 4 EL Zucker verrühren und mit ca. 6 EL von der Milch glattrühren. Wenn die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und das verrührte Puddingpulver einrühren. Wieder auf den Herdstellen, die Gelatine ausdrücken und dazugeben, unter rühren etwa eine Minute auf kleiner Flamme kochen lassen. Pudding in eine große Schüssel (kühlt schneller aus) umfüllen und an die Seite stellen. Runterkühlen lassen und dabei immer etwas umrühren, damit sich keine Haut bildet. Sobald es nicht mehr knall heiß ist, in den Kühlschrank stellen (etwa eine halbe Stunde reicht).

Die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif steif schlagen und kalt stellen. 

Sobald der Pudding abgekühlt ist, die geschlagene Sahne unterheben.

Während die Vanillecreme abkühlt, wird die Schokocreme erstellt.

 Die Schokolade im Wasserbad schmelzen (in einem größeren Topf 2 Finger breit Wasser auf 2/3 Hitze aufsetzen und einen kleineren Topf darüber setzen, hier die Schokolade reingeben. Durch den heißen Wasserdampf wird sie langsam geschmolzen und kann nicht anbrennen).

Die Butter mit einem Handmixer aufschlagen, die flüssige Schokolade dazugeben und mit der Butter verschlagen (sollte eine zähflüssige – flüssige Masse ergeben). Hier den Puderzucker und den Kakao unterrühren bis eine glatte Creme entsteht. Die creme ist realtiv fest und recht süß. Wer möchte kann  etwas weniger Zucker nehmen und den Schokoladengehalt etwas erhöhen.


Jetzt wird gebastelt.

Den hellen, dickeren Boden länger halbieren, so dass zwei Böden entstehen (mit einem sehr großen, scharfen Messer vorsichtig durchschneiden).

Den unteren Boden auf einen großen Teller leben und den Tortenring darum spannen (wer keinen hat und/oder auftreiben kann [habe meinen von der Firma Zenker für 3,99 € gekauft] kann auch den Rand der Springform nehmen, der ist aber nicht ganz hoch genug.

Die 5 Bananen für die Füllung schälen und in Scheiben schneiden. In einer Schüssel oder einem tiefen Teller mit etwas Honig (ca. 1 EL) und ggf. etwas Likör marinieren. Auf dem Boden verteilen. Darauf eine Hand voll Schokoperlen verstreuen und anschließend die Vanillecreme darauf geben.

Auf die Vanilleschicht kommt nun der Schokoladenbiskuit. Diesen einfach im ganzen darauf legen.

Als nächstes wird die Schokocreme auf dem Schokoboden verstrichen. Hier drauf kommt abschließend die andere Hälfte des hellen Bodens.

Das Innenleben der Torte ist nun quasi fertig. Damit wandert sie erstmal in den Kühlschrank und darf dort für mindestens 4 Stunden (oder wie bei mir über Nacht) verweilen.

 

 

Beinahe als Abschluss geht’s jetzt an die Ganache (-> Kuvertüre-Sahnecreme, ein perfekter Tortenüberzug, der nicht so knackig fest wie Kuvertüre wird aber fest genug zum schneiden; auch als Füllung geeignet).

Die Sahne in einem kleinen Topf kurz aufkochen und vom Herd nehmen. Den Zucker, die Schokolade (in Stücken) und die Butter in die heiße Sahne geben und solange rühren bis eine glatte, dickflüssige Masse entsteht. 

Die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und den Tortenring lösen (vorher mit einem Messer drum herum schneiden). Die Hälfte der Ganache oben drüber kippen und mit einem Teigschaber zu den Rändern streichen und auf den Seiten verteilen. Die restlichen Ganache drüber geben und gleichmäßig verteilen. Torte wieder für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.


Die Deko-Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. In eine Spritztülle mit Sternaufsatz geben und drum herum die Torte dekorieren, die Dekobanane in Scheiben schneiden, diese mit Honig marinieren (damit sie nicht braun werden) und die Torte damit dekorieren.

Und das war’s dann auch schon. Kompliziert ist eigentlich nichts so wirklich, aber es sind schon viele, viele kleine Schritte, die das ganze recht aufwendig gestalten. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall zwischendurch, alle Schüssel und Besteck so wie die Arbeitsfläche zu spülen, ansonsten wird das End-Chaos wohl zu erschlagend. Meine Küche sah eigentlich die ganze Zeit recht vorzeigbar aus – aber ich wollte ja auch nebenbei Fotos für dieses Rezept machen und habe mich gezwungen, zwischendurch sauber zu machen 😉


Die Geburtstagsgäste haben sich auf jeden Fall sehr über die Torte gefreut und waren alle begeistert – und ich bin froh, dass ich erstmal ein Jahr keine Torte mehr machen muss.

 

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