Gar nicht so kreatives Paprika-Rahm-Huhn

Die letzten zwei Monate waren eine sehr uninspirierte Zeit, in der ich nicht viel Neues am Herd ausprobiert habe. Ein paar Fotostrecken habe ich dennoch erstellt und da wird auch mal nach und nach was an Rezepten reinpurzeln.

Heute schreibe ich euch auf jeden Fall mein Lieblingsessen der letzten paar Monate. 

Paprika-Rahm-Hähnchen

Vorweg: Dieses Gericht stellt nicht den Anspruch wahnsinnig leicht oder bekömmlich oder sonst was zu sein – außer wahnsinnig lecker. Ich rate hiermit auch ausdrücklich davon ab, irgendwelche Diät-Ersatz-Produkte zu verwenden. Zum einen sind diese oftmals ungesünder (aufgrund der chemischen Veränderung und dem gehäuften Vorkommen von ungesättigten/Trans-Fettsäuren) als das fettigere Original und haben beim Kochen oft andere Eigenschaften. Eine Rama schlagmichtot Cuisine mit weniger Fett bindet beispielsweise nicht.

Jetzt geht’s aber los.

Für 2-3 Esser brauchen wir (die Soßenmenge reicht auch durchaus noch für locker eine Portion mehr..):

  • 500g Hähnchenbrust, ausgelöst (‚Filet‘)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • eine Knoblauchzehe
  • 2 rote Paprika
  • 1 Chilischote oder etwas getrockneten Chili
  • etwas Mehl
  • ca.1/8L Gemüsebrühe
  • je 1 TL Paprikapulver edelsüß und rosenscharf
  • ca. 1TL Tomatenmark
  • Ein Becher Sahne (200g)
  • Ein Becher Schmand (200g)
  • Salz, Pfeffer
  • Etwas Öl oder Butterschmalz

Zunächst wird das Huhn aus der Verpackung genommen und abgespült, sowie trocken getupft (das macht man beim Huhn in der Regel nur wg. der Salmonellengefahr und da manchmal kleine Knochensplitter am Fleisch haften können). Währenddessen eine große Pfanne bei 2/3 Hitze oder etwas heißer aufsetzen und etwas Öl hinein geben. Die Hähnchensteaks evtl. mit einem leichten Schmetterlingsschnitt versehen (an der dicksten Stelle quer einschneiden und aufklappen), damit das Fleisch überall annähernd die gleiche Stärke hat.

Die Steaks in der Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten (-> leicht bräunen lassen). Das Fleisch soll hierbei nicht durchgaren, sondern nur ein bisschen Aroma entwickeln. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend in eine passige Auflaufform legen.

Während das Huhn brät die Zwiebeln schälen und in Streifen (feine) schneiden. Nachdem das Huhn aus der Pfanne genommen wurde hier im gleichen Bratensatz die Zwiebeln hinein geben, allerdings mit der Temperatur ein bisschen auf etwa 1/2 – 2/3 Hitze runtergehen. Eventuell muss noch etwas Öl nachgegeben werden, damit die Zwiebeln gleichmäßig garen. (Wer nicht so eine schöne große Pfanne (28cm Durchmesser hat meine) mit hohem Rand hat, sollte sich überlegen, die Soße in einem Topf anzusetzen –  oder den Herd zu überfluten… hmhm….

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

In der Zwischenzeit die Chili entkernen, die Knoblauchzehe schälen (geht einfacher wenn man die komplette Zehe mit der flachen Seite des Messers vorher etwas andrückt), und beides fein hacken. 

Tipp: erst in feine Scheiben schneiden, mit etwas Salz bestreuen und dann hacken, mit der flache Seite des Messers aufs Brettchen drücken, wieder hacken, usw. So kriegt man’s richtig fein. 

 

Zu den glasig gebratenen Zwiebeln geben. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, Waschen und ebenfalls in Streifen schneiden und anschließend mit in die Pfanne geben. Das Ganze etwas braten lassen (je nachdem wie bissfest man die Paprika am Ende haben möchte – ich mags hierbei ganz gerne recht weich). Mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen.

Dem Pfanneninhalt nun das Tomatenmark zugeben und alles mit 1-2 EL Mehl abstäuben, dieses gut unterrühren und anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kurz aufköcheln lassen (aufpassen, dass nichts anbrennt!) und anschließend Schmand und Sahne unterrühren. Das Ganze noch einmal aufkochen lassen und abschmecken (evtl. mit etwas Zucker den Geschmack heben und bedenken, dass durch das anschließende Backen noch etwas mehr Geschmack kommt).

Die Paprikasoße über das Huhn in die Auflaufform geben und das Ganze für etwa eine halbe Stunde in den Ofen verfrachten. Besonders lecker find ich es, wenn die Sahnesoße oben anbräunt.

Man kann das auch alles mit Käse überbacken – finde ich aber, obwohl ich Käseliebhaber bin, unnötig.

Dazu passen prima Bandnudeln oder Gnocchi oder einfach nur Baguette und ein Salat!
Buon appetito!

Zum Schluss gibt es noch einen  Musiktipp von mir, der so gar nichts mit dem Rezept zu tun hat. Alle Irland-Fans sollten mal reinhören in die Compilation Ceol ’10 (gibt’s z.B. bei Spotify), auf der irische Künstler bekannte Songs in gälisch interpretieren.. :>

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