Australische Pavlova (Baisertorte mit Früchten)

Zur Feier des Tages gibt es heute sogar noch einen zweiten Post. Quasi als Dessert zum vorhergehenden Rind habe ich mir eine leckere australische Süßspeise ausgesucht, die wunderbar in den Sommer passt.

Wer hätte gedachte, dass Australier kochen können?

Das Dessert kenne ich allerdings von einer Familienfeier vor einigen Jahren von weit entfernten Verwandten, deren Namen ich nicht kenne (das ist ungefähr so wie „kennst du nicht den Film? Ich hab grad den Titel vergessen und äääh wer spielt denn da nochmal mit… ach mit dem… du weißt schon“).

Im Original nennt sich das folgende Baiserküchlein

Australische (oder vielleicht doch neuseelänische?) Pavlova

 
Mutmaßlicherweise wurde es kreiert als in den 1930ern die berühmte Ballettänzerin Anna Pawlowa dort einige Gastauftritte spielte. Zu ihren Ehren soll dieses besonders leichte, luftige und leckere Pavlova benannt worden sein.

Es handelt sich dabei um eine Torte, die aus Baiser gebacken ist und mit geschlagener Sahne und Früchten garniert ist. Das besondere hierbei ist, dass das Baiser von außen knackig sein sollte aber im Anschnitt innen eine leicht Marshmellow-artige Konsistenz haben soll. Es geht hier also nicht um so staubtrockenes knierschendes Baiser wie vom Bäcker, sondern um ein ganz leichtes Törtchen das auf der Zunge zerfällt.

Klingt schwieriger als es ist!

Da ich eine ganze Torte zu groß finde, um sie mal eben als Dessert für 2 Leute zu machen, habe ich das Rezept halbiert und kleine Törtchen gebacken. 

Ergo: Wer eine große Torte haben will verdoppelt die Zutaten und verlängert die Ofenzeit um 10 Minuten.

Wir brauchen: 

  • 2 Eiweiß
  • 140g Zucker
  • 1/2 TL Weißweinessig
  • 1 TL Speisestärke
  • 1 Becher gekühlte Schlagsahne
  • 2 TL Vanillezucker (oder 1 Pck.)
  • eine kleine Prise Salz
  • Früchte

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Jetzt die beiden Eiweiße in einer sauberen (!) Schüssel mit sauberen (!) Aufsätzen des Handmixers aufschlagen. Es darf wirklich kein Tröpfchen Eigelb oder Fett in der Nähe sein, sonst wird da Eiweiß niemals fest. 

Sobald das Eiweiß steif ist (Test: Die Schüssel kopfüber drehen. Das Eiweiß sollte sich nicht bewegen und schon gar nicht erst rausrutschen) nach und nach in homöopathischen Dosen den Zucker einrieseln lassen und dabei auf kleiner Stufe weiterschlagen.

Zum Schluss den Essig und die Stärke vorsichtig unterheben. 

Nun entweder freihand oder mit einem Spritzbeutel 2-3 Küchlein mit etwa 3cm Höhe auf ein mit Backpapier belegtes Blech bugsieren. 

Den Ofen auf 100°C runterstellen und das Blech auf die mittlere Schiene geben. Die Baisers hier für etwa 50 Minuten backen/trocknen. Sie sollten bestenfalls schön weiß bleiben aber eben diese leichte Festigkeit bekommen. Den Ofen ausschalten und die Ofentür einen Spalt aufmachen. Nun die Baisers im Ofen auskühlen lassen (so garen sie noch einen Moment nach und können sich ’setzen‘).

Die Schlagsahne anschlagen, dann den Vanillezucker und eine ganz kleine Prise Salz dazugeben und die Sahne steif schlagen. Sie Sahne auf die Baisers verteilen und Früchte darauf dekorieren. 

Da sie hier grad die Saison beginnt habe ich Erdbeeren gewählt. Man kann auch wunderbar Waldbeeren nemen, Johannisbeeren oder Himbeeren. Oder um der Süße vom Baiser entgegenzuwirken etwas eher säuerlicheres wie Passionsfrucht oder Kiwi!

Leckere kleine Sünde.. mhmmhm…

Yvonne

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