Fruchtig-scharfes Pflaumenchutney

Der Hochsommer bringt uns so allerlei an Obst und Gemüse. So langsam reifen die ersten Zwetschgen an den Bäumen (was ein herrlich Wort, das mir schon so oft einen Knoten in der Zunge verursacht hat) und ich hab’ mir mal wieder eine kleine Leckerei ausgedacht, die sich besonders gut zum Grillen macht. Statt immer nur Ketchup und Steaksoße bin ich ein totaler Fan von Chutneys und Dips und allem was den gewissen Kick bringt. Egal ob warm oder kalt, zum Direktverzehr oder Einmachen – es gibt

Fruchtig-scharfes Pflaumenchutney
(im Bild mit Grillkäse, Ruccolasalat und geschmorten Coktailtomaten)

Wir brauchen

  • 250g getrocknete Pflaumen (oder ½ Kg frische Zwetschgen)
  • 250g Zwiebel
  • 1 Chili (bzw. nach Geschmack, bei mir kamen 3 getrocknete rein)
  • 1 Lorbeerblatt
  • ⅛ L Rotwein
  • ½ TL getrockneter Thymian
  • 3 Nelken
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Öl oder Butter

Wer getrocknete Pflaumen verwendet: Zunächst etwas Wasser aufkochen und die Pflaumen damit übergießen, so dass sie knapp bedeckt sind. Etwa 30 Minuten einweichen lassen. Tipp: ich habe noch eine Hand voll getrockneter, entkernter Datteln dazugegeben, um ein bisschen Orient-Geschmack und eine andere Süße zu erhalten.

Die Zwiebel(n) schälen und in Streifen schneiden. Diese in dem Öl bei mittlerer Hitze in einem kleine Topf langsam schmoren (es geht nicht um “Röstaromen”, sondern einen ganz weichen Biss und die zwiebeleigene Süße) lassen. Die Chili(s) fein hacken und dazu geben. Die Pflaumen (ggf. entkernen und) grob durchhacken und dazu geben. Kurz mit braten lassen und anschließend mit dem Rotwein aufgießen. Wer die getrockneten Pflaumen verwendet, eventuell noch etwas von dem Einweichwasser dazugeben, so dass alles knapp bedeckt ist. Bei frischen Pflaumen reicht in der Regel der eigene Wassergehalt.

Nun das Lorbeerblatt und den Thymian dazugeben, die Nelken am besten in einen kleinen Leinenbeutel oder Teelfilter geben und in die Kochflüssigkeit geben und das ganze mit Deckel für etwa 1 – 1,5 Stunden auf kleinster Flamme köcheln lassen. Gelegentlich umrühren damit nichts anbrennt. Durch die lange Kochzeit lösen die Zwiebeln sich teilweise auf und sorgen so für eine marmeladenartige Bindung. Je nachdem wie grob die Pflaumen gehackt wurden, bleibt das Chutney stückiger oder wird fein. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Pflaumenchutney passt zu Grillkäse und Fleisch, als Dip für Brot oder kann in Soßen eingerührt werden, um diese zu binden und zu geschmacklich aufzupeppen. Durch den hohen Zuckergehalt der Früchte und das lange köcheln sollte sich das Chutney in Gläsern gut verschlossen im Kühlschrank einige Tage halten.

Auf der Basis dieses Rezeptes lassen sich auch andere Chutneys kochen. Zum Beispiel mit Mango – einfach Lorbeer und Thymian gegen Currypaste und Knoblauch austauschen.

 

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