Kürbis/Kruste/Crème: Kleines Herbst-Menü

Am vergangenen Wochenende stand mir, nach dem Besuch der ersten Detmolder Bierbörse am Freitag, Samstag wenig der Sinn nach Ausgehen. Die Verköstigung diverser Biersorten hinterließ ihre Spuren.  Nach diversen Tassen Kaffee konnte ich mich aber doch noch motivieren zumindest zu Einkaufs-Zwecken das Haus zu verlassen. Kurzerhand habe ich ein paar Freunde eingeladen und mir ein kleines Herbst-Menü aus dem Ärmel geschüttelt. Kochen entspannt mich und vertreibt den Kater.

Es gab zunächst eine Kürbiscrémesuppe mit Orange

Kürbissuppe
Schnellrezept: Eine Zwiebel in etwas Öl glasig braten, den Kürbis (hier: ein halber Butternut, geschält und gewürfelt) kurz mitdünsten, mit einem Schuss O-Saft ablöschen, Brühe aufgießen, so dass das Gemüse gut bedeckt ist. Deckel drauf, ca. 30 Minuten köcheln lassen, pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Sahne abschmecken. Zur Deko geröstete Kürbiskerne darüber geben

Den Hauptgang machte ein leckerer Krustenbraten in Schwarzbier-Soße (hier geht’s zum Rezept!) mit Spitzkohl-Gemüse und selbst gemachten Semmelnknödeln

Krustenbraten
Schnellrezept für Semmelknödel:
250g Brötchen (am besten schon ein paar Tage alt) in Würfel schneiden. Eine halbe Zwiebel fein würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Zu den Brötchenwürfeln geben. 250ml Milch mit 2 Eiern und einem Bund fein gehackter Petersilie verschlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Mischung über die Brötchen geben. Alles etwa 15 Minuten einweichen lassen, zwischendurch umrühren. Die Brötchenmasse auf halbieren und auf zwei Streifen Frischhaltefolie geben, zu einer „Wurst“ formen und fest in die Folie einrollen. Anschließend in Alufolie einrollen und bis zum Kochen kalt legen. Zum Schluss für 20 Minuten in siedendem Wasser gar ziehen lassen.

Den Abschluss des Menüs machte eine wunderbare Crème Brulée, für die ich mir auch endlich einen Bunsenbrenner angeschafft habe.

Créme Brulée
Schnellrezept (reicht für 4-6 Portionen): 5 Eigelb mit 400ml Sahne, 140ml Milch, dem Mark einer Vanilleschote, ein bisschen Zitronenabrieb, einer Prise Salz und 80g Zucker verschlagen und etwa 30 Minuten kalt stellen. Anschließend in Förmchen (zur Not: Kaffeetassen) geben und im Wasserbad (z.B. in einer großen Auflaufform oder einem tiefen Backblech) bei 150°C Ober-/Unterhitze für knapp eine Stunde lang stocken lassen. Danach gut auskühlen, auf jeder Portion einen Esslöffel Zucker verteilen und den Zucker mit einem Bunsenbrenner karamellisieren. Wer keinen Brenner hat, kann versuchen die Crème mit der Grillfunktion es Backofens fertig zu stellen – hier ist es aber sehr schwierig den richtigen Moment abzupassen. Alternativ kann man Zucker in einem Topf schmelzen und flott über dem Nachtisch verteilen. Dies ist aber auch nicht so einfach, da der Zucker sofort fest wird, sobald er die kalte Crème berührt. Also: Brenner kaufen, kostet von Fackelmann knapp 20 Euro, lässt sich mit Feuerzeug-Benzin befüllen und nimmt kaum Platz im Schrank weg 😉

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