Texas BBQ: Brisket aus dem Smoker

Gestern Abend war es endlich soweit. Nach einer Woche Planung haben wir uns an ein Brisket aus dem Smoker gewagt. Statt eines Rezeptes, hier in Kurzfassung die Zubereitung, da ich leider nur den Abschluss mitbekommen habe.

Brisket ist ein Stück aus der Rinderbrust, ein Schnitt, den wir in Deutschland als solchen nur selten angeboten bekommen. Am nächsten kommt dem ganzen das Bürgermeisterstück. Das Fleisch lag diese Woche ganz in der Hand der Grillmeister, Nico und Stefan. Die Herren haben am Donnerstagabend eingekauft und die beiden Brisketstücke zusammen mit einem Schweinenackenbraten mit einem Dry-Rub versehen. Das ist übrigens ziemlich genau das, was der Name sagt: eine trockene Mariande, die in das Fleisch einmassiert wird. Der Überlieferung nach wurden hierfür reichlich Salz und Pfeffer, außerdem etwas Rosmarin und ein My edelsüßes Paprikapulver verwendet. Anschließend ist das Fleisch über Nacht in den Kühlschrank gewandert und durfte dort ruhen.

Gestern haben die beiden dann ihren freien Tag dazu genutzt, sich den ganzen Tag um die guten Stücke zu kümmern. Um halb 11 Uhr morgens wurde der Smoker angefeuert und auf eine Starttemperatur um die 140°C  gebracht – diese war bewusst etwas höher gewählt, da die Temperatur mit dem einlegen des Fleisches etwas fällt. Mit einem tollen Funkthermometer versehen ist das Fleisch auf den Grill gewandert und durfte hier jetzt eine gute Ewigkeit ruhen. Währenddessen haben die Jungs eifrig kontrolliert, dass die Temperatur im Grill immer um die 100 – 120°C heiß war. Das hieß fleißiges Holz nachlegen und gelegentlich den Deckel zum abkühlen öffnen.

Bei einer erreichten Kerntemperatur von 80°C (nach etwa 5,5 Stunden) haben sie das Rind in Alufolie gewickelt. Dies wird als „Texas Crutch“ bezeichnet – eine Krücke, die dabei helfen soll, sogenannte „Plateauphasen“ bei der Zubereitung zu überspringen. Im Großen und Ganzen soll es den Prozess beschleunigen.

Ziel war eine Kerntemperatur von 92°C, die wir um 19.30 Uhr, also nach guten 8,5 Stunden erreicht haben.

Zart und köstlich war es. Wer sich jetzt überlegt, gleich einen Smoker anzuschaffen und auch damit loszulegen, sollte bedenken, dass dies wirklich Geduld erfordert. Einfach nur das Fleisch reinschmeißen und den ganzen Tag etwas anderes tun, funktioniert nicht. Man muss immer in Bereitschaft bleiben, eventuell die Temperatur auszugleichen.

Mein Fazit: Ein leckeres Highlight mit einem stark unterschätzten Teilstück vom Rind. Jedoch bevorzuge ich persönlich definitiv Pulled Pork. Die hohe Marmomierung des Schweinenackens bringt einfach einen so schönen Schmelz und eine Zartheit ins Fleisch, die die vergleichsweise magere Rinderbrust nicht erreichen kann. Unser Abend war aber wunderbar und ich könnte mir keine besseren und gewissenhafteren Grillmeister vorstellen! Als Beilage hatten wir meine Cornbread Muffins, roten Krautsalat (der mir etwas daneben geraten ist und in Resteverwertung gerade zum Rotkohl umgewandelt auf dem Herd den Rest seines Daseins fristet) und Tzaziki. Als Nachtisch konnte endlich meine Burned and Salted Caramel Icecream glänzen. Rezept folgt!

Leider konnte ich erst am Abend dazustoßen, aber Stefan hat den aufregenden Tag mit der Kamera dokumentiert. Der Hunger war natürlich mal wieder zu groß, so dass es kein vernünftiges Foto vom fertigen Endprodukt gibt. Auf dem Bild mit dem fertig gebratenen Fleisch ist das Ergebnis des gesmokten Nackenbraten zu sehen.

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