Pasta und Lachs, besser geht’s nicht

Pasta, Lachs, Tomaten, Sahne und ein guter Spritzer Alkohol. Bei dieser Kombination muss einem doch förmlich das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ja, dieses Nudelgericht kommt bei mir zur Zeit häufiger auf den Tisch – denn die Zubereitung geht mit etwas Übung blitzschnell und damit ist es ein super Weeknightdinner, dass sich auch für mehrere Leute zubereiten lässt.

Ich vertrete ja immer die Philosophie, dass das wichtigste Gewürz für wirklich gutes Essen Erinnerungen sind. Fast jedes der Rezepte, die zu meinem Alltags-Repertoire gehören, hat eine Geschichte. Oft verbinde ich Orte mit den Gerichten, Länder oder Restaurants, in denen ich das Essen zum ersten Mal kosten durfte. Noch viel häufiger sind es Personen, die mit ihren Ideen meinen Horizont erweitert haben, oder für die ich mich getraut habe, neue Experimente zu wagen. Mit der Pasta mit Lachs verbinde ich vor allem immer ein Gefühl von Stolz. Denn ohne die Köchin, die es mir zum ersten Mal kredenzt hat, gäbe es dieses Blog gar nicht.

Als ich vor mehr als zehn Jahren meine ersten Rezepte ins Netz geschossen habe, hatte das vor allem eine Inspiration: ich war Studentin, man hatte gerade seine erste eigene Wohnung bezogen und musste nun für sich selbst sorgen. Das gelang im Freundeskreis einigen besser als anderen. Da ich mich schon immer fürs Kochen interessiert hatte, hatte ich einigen Wissensvorschuss und den wollte ich mit meinen Freunden teilen.

Viele Jahre später bin ich dann auch beim größten Kochmuffel zum Essen eingeladen worden. Und was soll ich sagen? Das Gericht hat mich umgehauen. Kurz angebratener Lachs,  leichte Dillnoten, ein kräftiges Weinaroma und alles cremig um al dente gegarte Pasta. Ganz ehrlich, ich könnte mich davon auch problemlos eine Woche am Stück ernähren. Ich hab dem Ganzen mittlerweile meine eigene Note verpasst, und die will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Aber nur, wenn ihr mir versprecht, dass ihr es nachkochen werdet. Abgemacht?

Für zwei große Portionen brauchen wir

  • 250g Nudeln (ich nehme am liebsten Linguine, auch Tagliatelle oder Spaghetti passen prima)
  • ein großer Topf mit kräftig gesalzenem Wasser
  • etwas Olivenöl
  • 200 – 300g frisches (Bio-)Lachsfilet
  • eine kleine Zwiebel, fein gehackt
  • eine Knoblauchzehe, fein gehackt
  • ein guter Schuss (etwa 2cl) Pastis oder Pernod (also einen Anis-Schnaps)
  • ein halbes Glas trockener Weißwein
  • eine Dose gehackte Tomaten (400ml)
  • einen halben Becher Sahne
  • Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker
  • eine Handvoll gehackter Dill (zur Not gefroren oder ein TL getrockneter Dill) und frische Petersilie

Das Nudelwasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Währenddessen den Lachs von der Haut befreien und in mundgerechte Würfel schneiden. Die Pfanne erhitzen und die Lachswürfel mit etwas Olivenöl scharf anbraten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen. Der Lachs soll nicht durchgaren, sondern wirklich nur etwas Farbe bekommen. Den Fisch anschließend aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller zur Seite stellen. In der Pfanne (nicht spülen!) nun die Zwiebel anbraten, die Hitze reduzieren, damit nichts anbrennt gegebenenfalls noch einen Schuss Öl nachlegen. Sobald die Zwiebel glasig wird, den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten. Eine Prise Zucker dazugeben, kurz auflösen lassen und mit dem Schnaps ablöschen. Sobald die Flüssigkeit verkocht ist, den Wein dazugeben und gut umrühren. Nun mit den Dosentomaten auffüllen, etwas salzen und aufkochen.

In der Zwischenzeit die Nudeln in das kochende Wasser geben. Die Soße darf in der Pfanne jetzt ordentlich einkochen, so dass die Flüssigkeit verdampft und sie schon fast etwas breiig wird. Dann die Sahne und die Kräuter dazugeben, umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Nudeln, wenn sie noch sehr al dente sind, tropfnass zur Soße in die Pfanne gegeben, eventuell noch einen Schuss Pastawasser dazugeben und alles verrühren und einen Moment kochen lassen. Den Lachs mit in die Pfanne geben und unterrühren. Noch einmal aufkochen, so dass sich Pasta und Soße verbinden und schließlich servieren.

Wer noch etwas ungeübt ist, kann natürlich auch erst in aller Ruhe die Soße kochen und dann die Pasta machen, es gibt keinen Grund, sich zu hetzen. Nach ein paar Versuchen sitzen aber die Handgriffe und das Gericht kann in weniger als 30 Minuten fertig auf dem Tisch stehen.

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