Folge mir ins Käseland…

Sauerteig, Räuchern. Senf selber machen, Sauerkraut fermentieren, Essig ansetzen… in meiner Küche gibt es immer Projekte, die im Hintergrund laufen. Die Neugierde ist mir in die Wiege gelegt – ich will immer wissen, wie die Dinge funktionieren. Kein Produkt ist für mich selbstverständlich. Erst recht keines, das so vielfältig und köstlich wie Käse ist. Deswegen habe ich mich endlich getraut und ein Großprojekt gestartet: Ich habe mich dem wundervollen Handwerk der Käserei verschrieben.

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Spätestens nach einem Besuch auf dem Nieheimer Käsemarkt 2017 war mir klar: Das will ich auch können! Damals habe ich im Aktionismus ein paar Zutaten bestellt. Bis diese zum Einsatz kamen, sollte es noch drei Jahre dauern. 2021 ist jetzt mein Käsejahr. Und da das Ergebnis dank Reifezeiten ganz schön auf sich warten lässt, will ich hier den Fortschritt meines Projekts dokumentieren. Was wäre schließlich ärgerlicher, als einen unfassbar guten Käse gemacht zu haben, sich aber nicht mehr zu erinnern, wie man ans Ziel gekommen ist?

Käse machen ist nicht direkt kochen, auch wenn es viele Gemeinsamkeiten gibt. Schließlich geht es darum, aus einfachen Zutaten fantastische und facettenreiche Kreationen zu zaubern. Der Weg zum richtig guten Ergebnis hat aber deutlich mehr mit Präzision und ja, auch einem grundsätzlichen Verständnis von chemischen Prozessen zu tun. Aus dem Handgelenk zu arbeiten, wird hier nicht unbedingt belohnt. Der Weg, dieses Handwerk zu erlernen, ist für mich eine neue Herausforderung. Und eine, die sich als gar nicht so leicht erweist. Die Übersicht auf dem deutschen Markt teilt sich im Großen und Ganzen in zwei Kategorien: Anfängersets und -bücher auf so niedrigem Niveau, dass man zwar ein gutes Ergebnis erzielen kann, aber nicht versteht, wieso, und Bücher, die ein so tiefes Grundverständnis verlangen, dass man als neugieriger Neueinsteiger schnell überfordert wird.

Genau deswegen will ich meinen Fortschritt hier teilen, meine Projekte dokumentieren und eben auch übers Scheitern schreiben. Denn schon nach den ersten paar Wochen habe ich festgestellt, dass sich Fehler nur schlecht wieder kaschieren lassen. Eine große Stütze sind mir dabei fantastische englischsprachige Blogs und Youtube-Channels. Eine riesige Community aus „Curd Nerds“ (Käsebruch-Liebhabern) hat sich dort gebildet, die sich austauschen, unterstützen und Rezepte für Käse aus aller Welt miteinander teilen. Jetzt wird es Zeit, die deutschen Käsemacher zu mobilisieren und sich auch hier besser zu vernetzen. Es geht nicht nur darum, ein neues Hobby zu entwickeln, nein. Sich mit der Käserei zu beschäftigen, heißt, ein altes Handwerk am Leben zu halten. Uralte Techniken und Traditionen am Leben zu halten. Das ist jetzt meine Mission.

Kommt mit in mein Käseland und folgt mir in mein Projekt. Zum Käsetagebuch.

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