A little less drama please – Oder: Der Mann, der mich nicht das Fürchten lehrte

Meine Mentorin in der Uni pflegte immer zu sagen, Angst käme etymologisch betrachtet von „Enge“ und sie würde es überhaupt nicht einsehen sich einengen zu lassen oder sich selbst einzuenengen. Dies sei nur eine Beschränkung im Kopf. Und daher habe sie auch keine Angst. An Tagen wie diesen rufe ich mir die Erinnerungen an diese Lektion gerne wieder zurück ins Gedächtnis, denn nach manchem Erlebnissen ist es gar nicht so einfach, sich daran zu erinnern, dass man keine Angst haben will und stark sein kann. Freitagnacht war einer dieser Momente, als ein Mann mich auf dem Nachhauseweg ansprach, verfolgte und schlussendlich in einen dunklen Weg zog und zu Boden riss.

Ich frage mich an solchen Wochenenden, wie das wohl ist, wenn man eher ein durchschnittliches Leben führt. Arbeiten von 9 bis 5, zum Partner nachhause kommen, die obligatorische Fernsehsendung gucken, zwei mal wöchentlich Sex aus Pflichtgefühl haben und dabei die Einkaufsliste für den nächsten Tag zurecht dichten. Am Wochenende zu gediegenen Pärchenabenden ziehen und immer brav vor Mitternacht ins Bett gehen. Nach zwei Bieren sich etwas schummerig fühlen und lieber nicht mehr so viel trinken. Ab und zu die Eltern besuchen, die in selbiger Einöde vor sich hin leben und natürlich auch die hart auf die 30 zugehenden Kinder mit Finanzen und Rat unterstützen. Eigentlich keine Angst haben zu müssen, dass es mit dem Job doch nicht so klappen könnte, denn zur Not zieht man halt mal wieder bei Mama und Papa ein. Das gute, brave Mädchen zu sein, das sowieso nicht bis in die Puppen loszieht und wenn das doch mal vorkommt, sich kichernd mit ihrer Gluckenherde ein Taxi teilt. Das Leben wäre auf jeden Fall anders.

Versteht mich nicht falsch. Ich will niemanden verurteilen oder kritisieren der so lebt. Jedem sei ja selbst überlassen, wie er sich glücklich fühlt und was er vom Leben erwartet. Ich mag es nicht die traurige „Ich habe keine Eltern mehr“-Karte zu ziehen oder rumzujammern, dass ich ein echtes Problem habe, wenn ein finanzieller Schlag kommt. Mit Ersterem muss ich leben, für Zweiteres habe ich mich entschieden, als ich mir vorgenommen habe in einem Job zu arbeiten, der mir wirklich gefällt und für den ich eine Leidenschaft entwickeln kann, statt den einfachen Weg zu gehen. Es hat zwar ein paar Jahre länger gedauert, bis sich der Weg so richtig abgezeichnet hat, aber im Moment sieht die Perspektive ganz gut aus.

Ich gehe gerne aus. Auch lange. Und bis tief in die Nacht. Dabei fließt dann auch das ein oder andere Bier, manchmal auch ein Schnaps. Ich mag es, an der Theke zu sitzen, mit skurrilen Gestalten über abstruse Dinge zu philosophieren und einfach in dem Moment zu schwelgen. Ich brauche dabei nicht immer eine große Gruppe von Freunden um mich herum, um mich sicher zu fühlen. Ich fühle mich auch sicher mit mir selbst. Ich bin erwachsen. Nachdem ich vor zwei Jahren im Urlaub zusammen mit einer Freundin nachts überfallen wurde, war ich eine ganze Zeit lang etwas zitterig, wenn ich abends in einer dunkleren Ecke lang gelaufen bin. Man muss dazu sagen, ich wohne wirklich nah an der Stadt. Von der Kneipe, in der ich oft als letzte Station strande, laufe ich im nüchternen Zustand etwa 8 Minuten bis zu meiner Wohnung. Nach einem langen Abend können es mal 15 werden. Damals habe ich mir für diese Strecke oft ein Taxi gerufen und wurde von allen, inklusive den Taxifahrern, dafür belächelt. Ob ich denn so faul sei, dass ich die paar Meter nicht laufen könne. Ob ich denn so reich sei, dass ich das Geld so aus dem Fenster schmeißen könnte. Ein wenig gab ich den Stimmen irgendwann recht und fing an, öfter wieder nachhause zu laufen. Letztendlich tun ein paar Meter an der frischen Luft ja auch ganz gut.

Natürlich ist es nicht klug, alleine tief in der Nacht herumzulaufen. Mein Weg führt zwar an zwei Hauptstraßen entlang, in einer tiefenentspannten Stadt wie Detmold tut das jedoch nicht viel zu Sache. Hier schaffe ich es gelegentlich, den gesamten Weg aus der Innenstadt zu laufen, ohne, dass mir auch nur ein Auto entgegenkommt. Am Freitag war eben einer dieser besagten Abende. Es war Ohrenschmaus in der Stadt (für die Nicht-Detmolder: das ist ein Kneipenfestival mit Livemusik und vielen betrunkenen Menschen) und nachdem mein Portemonai Ebbe anzeigte und ich dafür umso voller war, trat ich gegen 3 Uhr morgens den Heimweg an. Freunde von mir blieben an der Theke zurück, konnten dem wohligen Rausch noch nicht Gute Nacht sagen und ließen mich sorglos ziehen. Ich war kaum 200 Meter weit gekommen, als ein Mann hinter mir her kam und mich ansprach. Er könne kein Deutsch, nur Französisch und er fände mich so hübsch. Ich war zu betrunken um mich geschmeichelt zu fühlen, wollte einfach nur nachhause und schlafen und hoffen, dass mein Brummschädel am nächsten Morgen zulassen würde, dass ich mein Bett jemals wieder verließe. Englisch konnte der Mann auch nicht, oder wollte es nicht verstehen. Meine Versuche, zu verdeutlichen, dass ich überhaupt kein Interesse hatte, scheiterten. Die gebrochenen Reste meines Schulfranzösisch brachten mich nicht wesentlich weiter, also gestikulierte ich mit Händen und Füßen und setzte dazu an, meinen Weg fortzusetzen und dabei möglichst höfliches Desinteresse zu vermitteln.

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Vergebens. Er folgte mir immer weiter auf meinem Weg, sprach in schnellem Franzöisch, zog mich zu sich hin, versuchte mich zu küssen. Ich schubste ihn, wusste, ich hätte keine Chance, würde ich versuchen, wegzurennen. Meine Sportlichkeit hält sich in Grenzen, die Uhrzeit und der Alkohol machten das nicht gerade besser. Ich war immernoch überzeugt, er würde früher oder später abziehen. Was solle an der Hauptstraße schon groß geschehen. Ich gestikulierte, dass ich nur noch ins Bett gehen möchte, alleine. Versuchte ihn loszuwerden, indem ich darauf pochte, er solle mir seinen Facebooknamen geben, dann würde ich mich die Tage bei ihm melden (was ich selbstverständlich niemals vor hatte). Kurioserweise fand er sich nicht in der Liste, was daran liegen könnte, dass er einfach „nicname nicname“ eingegeben hat. Habe ich natürlich erst im wieder nüchternen Zustand am nächsten Tag realisiert. Ich versuchte nun also durch die Änderung meines Kurses darauf zu hoffen, dass er endlich von mir abließ.

Dabei machte ich einen großen Fehler, denn ich wechselte die Straßenseite. Hier geht vom Bürgersteig aus ein kleiner dunkler Pfad zu einem Parkplatz ab. Der Mann sah seine Chance, zog mich auf den Pfad, zog mich an sich heran und riss mich zu Boden. Als er über mir lag, versuchte ich ihn wegzuschubsen, mich wegzudrehen, um Hilfe zu rufen. Er zerrte an mir, riss meinen Arm zur Seite, zog an meinem Schal und zerriss dabei meine Kette. Schreien kann ich, und zwar laut. Das ist einer der Vorteile, wenn man prinzipiell ein recht lauter Mensch ist. Meine Stimme lässt mich nie im Stich. Der Mann sprang schließlich auf und sprintete in Richtung Hauptstraße von dannen. Ich stand zitternd auf, suchte meine Kette und meinen Anhänger und ging ebenfalls zurück in das Licht der Straßenlaternen. Kurz war ich versucht, einfach nachhause zu gehen. Ich war vergleichsweise ruhig innerlich. Habe mich geärgert, dass ich nicht einfach bei den anderen an der Theke geblieben bin, mit einem ungefährlichen Mann nachhause gegangen bin oder das verdammte Taxi gerufen habe. Dann sah ich die kaputte Kette in meiner Hand. Mein Bruder hat sie mir geschenkt, als ich das letzte mal in Arizona war. Der Anhänger ist ein indianisches Zeichen für Musik und Familie und Hoffnung. Eine Seite ist Opal, sein Geburtstsstein und die andere Tiegerauge, mein Lieblingsstein. Ich habe sie seitdem nie abgenommen, da ich mit ihr immer erinnert bin, an diesen wichtigen Teil meines Lebens und weiß, dass mein Bruder immer für mich da ist. Wie diese Kette nun zerissen in meiner Hand lag, bin ich einfach nur noch wütend geworden. Auf mich zum Einen aber vor allem auf dieses Arschloch, das es wagt, mich einzuengen, versucht mir Angst zu machen, denkt, er hätte irgendwelche Ansprüche oder wäre stärker als ich, nur weil er ein Mann ist und ich eine schwache Frau bin.

Ich rief die 110, schilderte mit schwerer, betrunkener Zunge, dass jemand versucht hat, mich zu vergewaltigen (auch wenn das faktisch soweit erstmal nicht ganz korrekt war, schließlich war es nun eher meine Vermutung, dass er das vorhatte). Ich blieb ganz ruhig an der Straße stehen, rauchte eine Zigarette und wartete auf das Eintreffen der Beamten. Diese kamen etwa zehn Minuten später, durchsuchten mit Taschenlampen die Umgebung nach Hinweisen, befragten mich nach Details und ließen mich pusten. Ja, ich war voll, aber das macht die Sache ja nunmal nicht ungeschehen. Die insgesamt 5 Beamten waren freundlich aber distanziert. Ein wenig unbeholfen stand ich da rum, wusste nicht genau was passiert, hatte aber durchaus das Gefühl, ernst genommen zu werden. Zwei der Polizisten, die in zivil waren, brachten mich nach Hause, fotografierten einen Kratzer an meinem Hals und Namen meine Jacke, Schal und mein Oberteil mit, um auch diese auf Spuren zu untersuchen. Ich rief in dieser Nacht noch eine Freundin an, froh, dass ich Freunde habe, die morgens um halb 5 noch ans Handy gehen, weil sie wissen, dass ich nur in einer absoluten Krise anrufen würde. Während ich rauchend am Fenster stand wurde ich auch wieder ruhig. Die ganze Aufregung mit der Polizei war doch etwas viel für meine Nerven.

Am folgenden Morgen habe ich mich recht schnell entschlossen, die Geschichte in kurzer Form auf Facebook zu posten. Falls irgendjemand das Ganze mitbekommen hat, wollte ich darauf aufmerksam machen. Und vor allem wollte ich mich und alle anderen daran erinnern, dass auch Detmold gefährlich sein kann. Man muss nicht durch eine Großstadt laufen oder in der finstersten Ecke unterwegs sein. Ich war mitten an der Hauptstraße und dennoch nicht sicher. Aber: ich habe auch keine Angst. Ich habe keine Angst davor, alleine in die Stadt zu gehen oder alleine unterwegs zu sein. Ich lasse mich nicht verschrecken von jemandem, der Frauen angreifen muss, um Körperlichkeit zu erfahren. Ich will diese Sprüche, die immer beginnen mit „wie kann man als Frau um die Uhrzeit nur…“, nicht hören und vor allem nicht leben. Ich bin eine Frau und ich kann, was ich will. Es macht mich nicht zu einem schlechteren oder schwächeren Menschen, dass ich kein Mann bin. Ich lasse mich nicht in eine Opferrolle drängen und bin nun kein zu tiefst traumatisierter Mensch, der mit Samthandschuhen angefasst werden muss. In einem Facebookkommentar wurde mir vorgeworfen, wie „hirnlos“ ich sei, dass ich in die Nähe dieses dunklen Wegs gegangen bin. Vielen Dank auch, dass das nicht die klügste Entscheidung war, ist mir mittlerweile auch klar. Ein anderer Kommentartor wetterte sofort los, dass man nun, da wir ja all die Flüchtlinge nach Deutschland lassen, sowieso niemand mehr sicher sein kann. Auch dies ist ein wahnsinnig hilfreicher Kommentar, zumal ich meinen Angreifer an keiner Stelle als Flüchtling beschrieben habe. Aber wer die Hasskappe auf hat, trägt sie eben immer mit sich herum.

Letztendlich haben viele Freunde und Bekannte toll reagiert, meinen Beitrag geteilt und ebenso damit versucht, weitere Zeugen zu finden. Viele haben angerufen und gar ganze Telefonketten gestartet. Ich danke euch allen, dass ihr euch so um mich sorgt. Aber mir geht es gut. Mir geht es immer gut. Ich lasse mich nicht einengen und mir schon gar keine Angst machen.

Texas BBQ: Brisket aus dem Smoker

Gestern Abend war es endlich soweit. Nach einer Woche Planung haben wir uns an ein Brisket aus dem Smoker gewagt. Statt eines Rezeptes, hier in Kurzfassung die Zubereitung, da ich leider nur den Abschluss mitbekommen habe.

Brisket ist ein Stück aus der Rinderbrust, ein Schnitt, den wir in Deutschland als solchen nur selten angeboten bekommen. Am nächsten kommt dem ganzen das Bürgermeisterstück. Das Fleisch lag diese Woche ganz in der Hand der Grillmeister, Nico und Stefan. Die Herren haben am Donnerstagabend eingekauft und die beiden Brisketstücke zusammen mit einem Schweinenackenbraten mit einem Dry-Rub versehen. Das ist übrigens ziemlich genau das, was der Name sagt: eine trockene Mariande, die in das Fleisch einmassiert wird. Der Überlieferung nach wurden hierfür reichlich Salz und Pfeffer, außerdem etwas Rosmarin und ein My edelsüßes Paprikapulver verwendet. Anschließend ist das Fleisch über Nacht in den Kühlschrank gewandert und durfte dort ruhen.

Gestern haben die beiden dann ihren freien Tag dazu genutzt, sich den ganzen Tag um die guten Stücke zu kümmern. Um halb 11 Uhr morgens wurde der Smoker angefeuert und auf eine Starttemperatur um die 140°C  gebracht – diese war bewusst etwas höher gewählt, da die Temperatur mit dem einlegen des Fleisches etwas fällt. Mit einem tollen Funkthermometer versehen ist das Fleisch auf den Grill gewandert und durfte hier jetzt eine gute Ewigkeit ruhen. Währenddessen haben die Jungs eifrig kontrolliert, dass die Temperatur im Grill immer um die 100 – 120°C heiß war. Das hieß fleißiges Holz nachlegen und gelegentlich den Deckel zum abkühlen öffnen.

Bei einer erreichten Kerntemperatur von 80°C (nach etwa 5,5 Stunden) haben sie das Rind in Alufolie gewickelt. Dies wird als „Texas Crutch“ bezeichnet – eine Krücke, die dabei helfen soll, sogenannte „Plateauphasen“ bei der Zubereitung zu überspringen. Im Großen und Ganzen soll es den Prozess beschleunigen.

Ziel war eine Kerntemperatur von 92°C, die wir um 19.30 Uhr, also nach guten 8,5 Stunden erreicht haben.

Zart und köstlich war es. Wer sich jetzt überlegt, gleich einen Smoker anzuschaffen und auch damit loszulegen, sollte bedenken, dass dies wirklich Geduld erfordert. Einfach nur das Fleisch reinschmeißen und den ganzen Tag etwas anderes tun, funktioniert nicht. Man muss immer in Bereitschaft bleiben, eventuell die Temperatur auszugleichen.

Mein Fazit: Ein leckeres Highlight mit einem stark unterschätzten Teilstück vom Rind. Jedoch bevorzuge ich persönlich definitiv Pulled Pork. Die hohe Marmomierung des Schweinenackens bringt einfach einen so schönen Schmelz und eine Zartheit ins Fleisch, die die vergleichsweise magere Rinderbrust nicht erreichen kann. Unser Abend war aber wunderbar und ich könnte mir keine besseren und gewissenhafteren Grillmeister vorstellen! Als Beilage hatten wir meine Cornbread Muffins, roten Krautsalat (der mir etwas daneben geraten ist und in Resteverwertung gerade zum Rotkohl umgewandelt auf dem Herd den Rest seines Daseins fristet) und Tzaziki. Als Nachtisch konnte endlich meine Burned and Salted Caramel Icecream glänzen. Rezept folgt!

Leider konnte ich erst am Abend dazustoßen, aber Stefan hat den aufregenden Tag mit der Kamera dokumentiert. Der Hunger war natürlich mal wieder zu groß, so dass es kein vernünftiges Foto vom fertigen Endprodukt gibt. Auf dem Bild mit dem fertig gebratenen Fleisch ist das Ergebnis des gesmokten Nackenbraten zu sehen.

Vegas, Baby! Love and Marriage…

Soooo lange ist es jetzt schon her, dass ich in Amerika war. Tatsächlich sind es nur ein paar Monate, fühlt sich aber an wie eine halbe Ewigkeit. Ein bisschen habe ich gebraucht, um mich in den Erinnerungen zu suhlen, bevor ich sie mit der Welt teile. Jetzt so langsam bin ich bereit dazu, nach und nach etwas zu dokumentieren.

Ich war ja nicht nur aus Spaß an der Freude in den Staaten. Naja, eigentlich schon. Aber ein paar Wochen bevor mein Flug anstand, teilte mein Bruder mir mit, dass wir einen kurzen Trip nach Las Vegas machen würden. Er gedenke dort zu heiraten.

Ein wenig hat mich das überrascht, kannte ich doch seine Auserwählte noch nicht einmal. Was in Las Vegas alles so passierte, berichte ich ein andermal. Hier möchte ich mich für den Moment darauf beschränken, die Rede zu dokumentieren, die ich nach der Trauung für das Brautpaar gehalten habe.

Wedding Card

Unconditional Love is the term we use to describe the love between a mother and her child. It is the love that is just there, the bond you can’t help but have to acknowledge. No matter how things go along, no matter how bad or how good life is, this love is unbreakable. Steady. Unconditional.

To love unconditionally is probably the most difficult art of love. It is not about having angels floating around you singing, when you look into each others eyes or feeling fuzzy everytime you touch. It is about the passion to be able to fight and more than anything want to rekindle afterwards. To trust truely and deeply and to feel the need to share your thoughts and wishes, no matter how scary or dark they might be. I wish for the both of you that you will keep and always have this beautiful love – that is pure and honest and brutal and divine.

DSC09780When Patrick surprised me with the invitation to his wedding, I was stunned. Probably went to a little period of shock – he’s still my LITTLE brother, getting hitched when I still even can’t decide whether I like my job – but I also knew, if he was willing to take this step, she has to be “it”. She, meaning Bianca, that sweet girl with the italian last name I will never remember, whom I’ve never met before.

One week ago I laid my eyes on her for the first time. On both of them. Because when I saw him with her I knew that this was no more the little brother I felt the need to take care of. I saw that grown man glowing of love and content and utterly flustered by preparing his own wedding. I realised that eventhough by him moving to the states I lost my roommate and my best friend, this wedding will not make me lose a brother. But hopefully I’ll gain a sister.

Before I end my already too long and sobby speech, I want to conclude by sharing my favourite poem with you. It is written by Pablo Neruda and originally in spanish. Since my spanish is not that good, I’ve decided to give to you the English translation.

I do not love you as if you were salt-rose, or topaz,
or the arrow of carnations the fire shoots off.
I love you as certain dark things are to be loved,
in secret, between the shadow and the soul.

I love you as the plant that never blooms
but carries in itself the light of hidden flowers;
thanks to your love a certain solid fragrance,
risen from the earth, lives darkly in my body.

I love you without knowing how, or when, or from where.
I love you straightforwardly, without complexities or pride;
so I love you because I know no other way
than this: where I does not exist, nor you,

so close that your hand on my chest is my hand,
so close that your eyes close as I fall asleep.

Eine Reise durch den Zirkus des Horrors

Wie ein Kind an Weihnachten habe ich mich gefreut, als das Datum der Premiere des Zirkus des Horrors in Bielefeld näher rückte. Am Dienstag war es dann soweit. Praktischerweise hatte ich den Tag frei und konnte mich in aller Ruhe mental auf das Grusel-Spektakel vorbereiten.

Auf die Veranstaltung aufmerksam geworden bin ich vor ein paar Wochen durch Zufall, beim all-wöchentlichen Surfen auf Groupon (einer Website, die Coupons für Angebote aus der gesuchten Region verkauft). Hier gab es Premierenkarten für die Vorführungen in vier Städten, darunter Bielefeld. Als bekennender Horror-Fan konnte ich nicht anders und musste sofort zuschlagen. Zwei Karten habe ich mir für 18 Euro das Stück (anstelle der eigentlichen 28,95) gesichert. Ein Begleiter hat sich auch schnell gefunden und so hieß es fortan: Abwarten und derweil Youtoube-Promo-Videos gucken.

Achtung: Es folgt eine detaillierte Schilderung der Ereignisse. Wer selbst noch in eine Vorstellung gehen möchte und nicht gespoilert werden will, sollte nicht weiterlesen!

Als wir uns am Dienstag auf den Weg nach Bielefeld gemacht haben, ist tatsächlich etwas passiert, das selten bei mir vorkommt. Ich bin ja bekannt für meinen leicht neurotischen Hang zur absoluten Planungssicherheit. Dass ich nun zu einer Veranstaltung fahre, ohne vorher eine Karte gelesen zu haben, die den Weg genau beschreibt, ist eher selten. Irgendwie hatte ich mich aber darauf verlassen, dass mein Begleiter, der ja auch der Fahrer war, sich schon kümmern würde. Er hat wohl selbiges von mir gedacht. So fuhren wir erst einmal ins Blaue. Auf der Eintrittskarte war lediglich „Festplatz/Gleisdreieck, Südring, Bielefeld“ angegeben und damit konnte und wollte das Navi nur wenig anfangen. Letztendlich standen wir um 19.15 Uhr (Beginn war 19.30 Uhr) im Stau vor Ikea und krochen von Ampelphase zu Ampelphase jeweils etwa zwei Meter vorwärts. Leichte Panik stellte sich meinerseits ein, ich hasse ja kaum etwas mehr, als zu spät zu sein. Wir wussten auch immernoch nicht, ob wir überhaupt in die richtige Richtung fuhren und versuchten verzweifelt, mit freundlicher Google-Unterstützung, unterwegs weitere Details zum Veranstaltungsort zu finden. Während ich schon ein wenig schnippisch gegenüber meinem Begleiter wurde und frustiert aus dem Fenster starrte, erschien plötzlich eine rot-gelb gestreifte Zeltspitze hinter dem blau-gelben Ikea-Schild. So einfach kann es sein. War klar, wo Bahnschienen sind, ist ein Gleisdreieck am ehesten zu vermuten.

Zirkus des Horrors
Nach weiteren mit Parkplatzsuche verbrachten Minuten, schafften wir es dann endlich zum Eingang. Erleichterung: der Einlass begann, entgegen den auf der Karte angebenenen 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, erst gerade als wir ankamen. Die Eintrittskarten vorher gekauft zu haben, erwies sich als sehr kluge Entscheidung. Die Schlangen an den Kassen waren enorm lang und einige zogen unverrichteter Dinge von dannen – ausverkauft bis auf den letzten Platz.

Ich war schon völlig begeistert, als ich das Zirkuszelt in voller Gänze zu sehen bekam. Rot und gelb mit vielen Zeltspitzen und von unten mit Licht bestrahlt hatte es einen Charme, der an Freakshows des letzten Jahrhunderts erinnern ließ. Am Eingang erwartete uns eine nette Zombie-Dame, die, gefolgt von Mönchen in düsteren Kutten, uns hineinwies und unsere Tickets kontrollierte. Was wir dann sahen war:

nichts.

Völlige Dunkelheit blickte uns entgegen. Ein flatteriger Vorhang zierte den Eingang des Hauptzeltes. Soweit so gut. Ich dachte eigentlich, ich würde nur eine Horror-Show angucken, nicht Teil von einer werden. Einige Meter vor uns sahen wir, wie sich unsere Vordermänner langsam ins Innere tasteten. Kaum waren wir von der Dunkelheit umgeben, wurde diese von aufblitzendem Licht gebrochen. Nur, um einen blutverschmierten Mann zu zeigen, der gerade seine Kettensäge anfeuerte. Ja, ich habe kurz aufgeschrien. Das war der Moment, an dem ich meinen Stolz am Zelteingang habe liegen lassen. Fortan war ich festgekrallt in den Ärmel meines Begleiters und wäre am liebsten mit geschlossenen Augen weitergegangen.

Durch das blitzende Licht konnte ich nun etwas mehr erkennen. Schnell wurde klar, dies ist nicht nur ein Tunnel, es gab überall Abzweigungen. Kaum näherten wir uns der ersten Kurve, ertönten so laute Angstschreie aus den Bereichen vor uns, dass sich alle meine Nackenhaare schlagartig aufstellten. Was konnte so gruselig sein, dass jemand in solche Schreie ausbricht?! Hinter der Kurve folgte eine blutverschmierte Geisterbraut, später ein Zombie in Ketten, ein halbtoter Mörder mit Baseballschläger und, für mich der absolute Obergrusel, Hellraiser.

Mit meinem Puls jenseits von Gut und Böse schafften wir es nach einer gefühlten Ewigkeit ins Foyer. Hier haben sich die Macher wirklich Mühe gegeben. Im Vorzelt herrschte schummriges Licht, dröhnende Musik und mehrere Stände, von Trollen, Ghouls und Zombies bewirtet, boten Getränke und Snacks. An einigen Stellen gab es auch Lounge-Bereiche, um sich vor oder nach der Show noch gemütlich dort aufzuhalten. Wir haben uns schnell mit Durstlöschern eingedeckt und sind dann weiter zur Platzsuche (ein böse drein blickender Mönche zeigte nach links) geschritten.

Praktischerweise ist die Manege ganz wie man es sich vorstellt, rund und mittig im Zelt, so dass man von allen Seiten einen guten Blick darauf hat. Wir haben uns in die letzte Reihe  gesetzt und waren völlig zufrieden mit den Plätzen. Abgesehen davon, dass mein Begleiter eine Dame sehr wortreicher Natur, nein, nicht mich, die auf der anderen Seite, neben sich hatte. Die etwas ältere Blondine schaffte es, alles, aber wirklich alles!, was sich auf der Bühne abspielte, zu kommentieren. Gefiel ihr etwas nicht, drehte sie sich so schwungvoll um, dass ihr Pferdeschwanz meinen Begleiter abklatschte. Hätte ich seinen Platz gehabt, wäre die Situation wohl anders ausgegangen. Er hat sich darauf beschränkt böse zu knurren und leise zu fluchen. Zurück zur Show.

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Eröffnet wurde das Spektakel von Nosferatu, der von seiner großen Liebe Camilla sprach, die er auf seine dunkle Seite ziehen möchte. Er begrüßte die Zuschauer in seinem Zirkus des Horrors und gab die Manege frei. Es folgten nun die unterschiedlichsten Acts. Ein Exorzismus, der in einer Artistiknummer endete, die „Pain Crew“, die Nadeln durch die tätowierten Körper stachen und sich an frisch gepiercten Fleischerhaken an der Decke hochziehen ließen um daran hängend durch die Manege zu fliegen. Ein Clown durfte nicht fehlen, der definitiv nichts für Kinder war. Lauthals fluchend und vulgär amüsierte er das Publikum, zumindest jene, die nicht mit Käfern beworfen oder nass gespritzt wurden. Ein „Freiwilliger“ schaffte es auf die Bühne und wurde Teil seiner Messer-Wurf-Show. Wunderbare Unterhaltung!

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Spannender wurde es, als sich zwei blutverschmierte Herren in Ledermontur auf einen Balance-Akt in ein sich drehendes Rondell begaben. Sie rannten um die sich immer weiterdrehenden Räder und sprangen knapp unter der Dicke ungesichert durch die Lüfte. Als Crescendo rasten Motorräder in die Manege. Ein Feuerspucker heizte der Menge noch einmal kräftig ein, während einige der Mönche eine beleuchtete Schanze näher zogen. Benzingeruch erfüllte die Ränge und aus gar nicht so weiter Ferne hörten wir auf einmal einen Motor aufheulen. So viel passierte gleichzeitig, dass uns beinahe entgang, wie ein Motorcross mit Vollgas über eine Rampe bretterte um in gut 13 Metern Höhe über die Manege hinweg zu fliegen und auf der anderen Seite wieder zu landen. Das war ziemlich abgefahren.

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Nach der Show, die etwa um 22.15 Uhr endete, bestand die Möglichkeit mit allen Zombies und Freaks Fotos zu machen und Autogramme zu sammeln. Mein Begleiter hätte sich gerne mit Hellraiser ablichten lassen. Da hier aber eine Schlange war und ich außerdem nicht allzu erpicht war, der Gestalt meiner Albträume näher zu rücken, machten wir uns alsbald auf den Heimweg.

Hatte ich vergessen zu erwähnen, dass wir aus Ermangelung an vernünftigen Parkmöglichkeiten in den Ausläufern eines nah gelegenen Waldstücks geparkt hatten? Das kommt wirklich super, wenn man gerade aus einer Horror-Show zurück geht. Den Weg durch die Dunkelheit zum Auto haben wir aber unbeschadet überstanden. Auch wenn mein Begleiter es sich nicht nehmen ließ, nach einem kurzen Austreten, das ich bereits im Auto sitzend abwartete, mit einem heftigen Ruck an die Beifahrerseite zu schlagen und mir einen letzten Schreck einzujagen. Mein Adrenalin-Vorrat war wohl aber schon aufgebraucht oder ich hatte insgeheim damit gerechnet. Der Schreck war zumindest nicht allzu groß.

Mein Fazit

Großartige Idee, ein wunderschönes Zirkuszelt und der Eingangsbereich ist bestimmt nichts für schwache Nerven. Die Show selbst hätte etwas Horror-mäßiger sein können, wenn sie schon unter dem Motto läuft. Für meinen Geschmack könnte man das Horror-Motto einfach kippen und aus dem Ganzen einen „Cirque du Freak“ machen. Das würde das erwachsene Hauptmotiv behalten, aber mehr Möglichkeiten geben. In so einem Kontext hätte für mich auch prima eine Burlesque-Show und weitere Freaks, vielleicht sogar ein Magie-Akt gepasst.

Die Artisten haben ihre Sache gut gemacht, waren aber nicht besonders abwechlungsreich oder aufregend. Ich bin da etwas gebrandmarkt, da ich zuletzt in Las Vegas eine Cirque du Soleil Show gesehen habe, die natürlich von ganz anderem Kaliber ist. Besonders gut hat uns gefallen, dass der Humor eine Grobschlächtigkeit hatte, die ohne jede Scheu und Scham voll unter die Gürtellinie traf. Das ist normalerweise nicht unbedingt mein Humor, passte aber absolut in die Szenerie. Wirklich gut war außerdem die Musikauswahl, zumindest größtenteils. Marylin Manson war dort genauso wie Rammstein vertreten. Ein strippender Nadelkünstler ließ sich von einer Swing-Version des Disturbed Songs „Down with the Sickness“ begleiten. Herrlich.

Wir hatten viel Spaß und einen tollen Abend. Ich würde den Zirkus des Horrors definitiv weiter empfehlen! Allerdings sei eins noch angemerkt: die Veranstalter empfehlen die Vorstellung nicht mit Kindern unter 14 Jahren zu besuchen und ich würde hier absolut zustimmen. Auch Leute, die sich schnell ekeln oder etwas zartbesaitet sind, sollten sich das lieber noch einmal überlegen 😉

Zum Abschluss hier noch ein Beitrag vom NDR über den Zirkus des Horrors

The world is my oyster: Das Austernexperiment und die Menüplanung

Der Herbst ist da und meine Schreibblockade scheint sich zusammen mit dem Sommer zu verabschieden. Da ich gerade mit Kopfschmerzen geplagt in meinem Sessel vegetiere, während in der Küche ein leckeres Gulasch vor sich hin köchelt, dachte ich mir, ich nutze die Zeit des Herumsitzens mal sinnvoll und schreibe euch was über mein gestriges kulinarisches Abenteuer.

Kurzer Einwurf vorweg. In meinem letzten Post habe ich mich über die Lästigkeit meines abgesperrten Balkons ausgelassen. Dieser ist zwar immernoch auf unbestimmte Zeit gesperrt („Eine Instandsetzung wird derzeit überprüft“), aber immerhin ist der Nicht-Streit mit meinem Vermieter vorerst beendet. Nicht-Streit daher, da eigentlich nur ich mich gestritten habe, er hat es vorgezogen, mich und meine Kontaktversuche einfach für ein halbes Jahr komplett zu ignorieren. Mittlerweile habe ich aber Meldung erhalten und habe sogar Recht bekommen. Er erkennt eine Mietkürzung von 15% an und hat mir sogar den entsprechenden Betrag für die Monate seit dem der Balkon gesperrt wurde erstattet. Ein kleiner Sieg für mich. Yey.

Eigentlich wollte ich nach der Arbeit nur schnell ein paar vor-wochenendliche Kleinigkeiten besorgen, als mich beim Rausgehen an der Fischtheke ein paar Schönheiten anstrahlten. Im Angebot waren Felsenaustern. Stückpreis: 1 Euro. Der Fischhändler meines Vertrauens gab mir beim Verpacken gratis eine Litanei über die gekonnte Öffnungs- und Zubereitungstechnik dazu. Ich habe natürlich wissend genickt und fachmännisch mit einem Lächeln erklärt, dass ich das schon hinbekommen würde. Tatsächlich hatte ich zuvor erst einmal Austern gegessen. Und zwar bei Red Lobster in Scottsdale, AZ, USA. Selbst zubereiten ist dann doch noch etwas anderes.

Austern

So stand ich dann später am Abend vor der Frage: was tun? Nach einer kurzen Facebook-Umfrage, die unter anderem den Vorschlag, sie wieder freizulassen (Gegenargument: die Werre scheint nicht unbedingt der geeignetste Lebensraum für diese Muscheln zu sein) hervorbrachte, entschied ich mich, die kleinen Tierchen zu gratinieren. Um dies in Angriff zu nehmen, musste ich sie aber erst einmal auf bekommen. Schnell eine Anleitung dafür aus meiner gestrigen Erfahrung:

Mit einer Bürste/ einem Pinsel die Muscheln von außen ordentlich abschrubben. Die Austern mit einem Küchenhandtuch festhalten (gibt einen besseren Halt und die Hand ist geschützt, falls man mit dem Messer abrutscht). Mit einem kurzen, stabilen Messer vorne, also am schmal zulaufenden länglichen Ende der Muschel, zwischen Deckel und Beuge einstechen (das ist etwas frickelig), mit dem Klingenrücken vorsichtig in beide Richtungen die Muschel öffnen und an der Innenseite des Deckels langfahren, damit wird der Muskel vom Deckel gelöst. Nun den Deckel nach oben klappen und das Muschelwasser in einem kleinen Topf auffangen.

Austern

Da Austern ja nunmal noch leben, wenn man sie so in der Hand hat, habe ich mich dazu entschieden, sie kurz zu pochieren, um ihnen ein schnelles Ende zu bereiten. Ich habe also das Austernwasser mit einem Schuss Weißwein und ein wenig Brühe aufgekocht und das vorsichtig ausgelöste Muschelfleisch wenige Sekunden darin pochiert. Die Austernschalen habe ich gut gereinigt und die vorgegarten Tierchen wieder hineingegeben. Hier kam nun schlicht ein kleiner Stich Butter und etwas geriebener Käse drüber. Damit sie einen besseren Stand haben, habe ich die Austern auf ein Salzbett in eine Auflaufform gesetzt und bei Vollgas ein paar Minuten gratiniert. Eine leckere kleine Vorspeise.

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Danach gab’s übrigens ein Lachssteak mit Kartoffelrösti und Sour Creme.

Mit dem Gulasch, das gerade auf meinem Herd steht, wird bei mir so richtig der Herbst eingeläutet. So sehr ich den Sommer auch liebe, kann ich es aus kulinarischer Sicht kaum noch abwarten, dass es Herbst wird. Kürbis, Wild, Kohl, Braten, Eintöpfe, Geschmortes… es gibt so viele tolle Dinge, die man in dieser Jahreszeit zaubern kann. Wenn das Wetter morgen mitspielt, werde ich vielleicht einen ersten Gang „in die Pilze“ machen. Hoffentlich springt schon eine kleine Beute dabei rum.

Ganz ambitioniert ist übrigens ein Plan, den ich mit einem Bekannten für Ende Oktober gefasst habe. Wir haben uns vorgenommen, ein 8-Gänge-Menü für unseren Freundeskreis zu zaubern. Interessanterweise haben wir noch nie zusammen gekocht und auch noch nie etwas vom jeweils anderen Gekochtes gegessen. Aber gemeinsame Freunde berichten, dass wir beide ganz toll koch   en würden. Ich bin gespannt. Ich habe bereits Janet dazu verpflichtet eine Fotodokumentation der Aktion zu inszenieren.

Hier mal zum Stand der Menüplanung. Das war mein erster Entwurf:

  1. Honigziegenfrischkäse / Wildkräuter oder Feldsalat / gebratene Rote Beete-Würfel / Granatapfelkerne
  2. Kalbsessenz / Ricotta-Nocken
  3. Risotto / Waldpilze / Prosecco
  4. Gebeizte Lachspraline / Fenchel / Orange
  5. (Brombeer-?)Sorbet
  6. Maispoularde / gerösteter Kürbis
  7. Reh-Rücken / Süßkartoffel-Gratin / Rotwein-Jus
  8. Créme Brulée

Nach erster Rücksprache darüber, gibt es ein paar Änderungen und sieht im Moment so aus:

  1. Honigziegenfrischkäse / Wildkräuter oder Feldsalat / gebratene Rote Beete-Würfel / Granatapfelkerne
  2. Wachtelessenz / Ricotta-Nocken
  3. Risotto / Waldpilze / Prosecco
  4. Gebeizte Lachspraline / Fenchel / Orange
  5. (Brombeer-?)Sorbet
  6. Wachtelbrust / gerösteter Kürbis
  7. Reh-Rücken / Topinambur-Stampf / Rotwein-Jus
  8. Créme Brulée

Meinungen?

Mondscheinkino: Schauderhaft schöne Stimmung

Es ist mal schon wieder Zeit für einen Erlebnisbericht. Keine Sorge, das Kochen kommt nicht zu kurz und bald gibt’s auch neue Rezepte. Die Bilder liegen schon bereit und ich muss nur noch in die Tasten hauen… 😉 Zunächst möchte ich euch aber von meinem Donnertsagabend berichten, der in der mystisch-schönen Atmosphäre am Fuße der Grotenburg stattgefunden hat. Es ging zum Auftakt der Saison des Detmolder Mondscheinkinos. Gezeigt wurde Nosferatu – ja, der Stummfilm von 1922! Das Ganze wurde musikalisch unterlegt von einem zauberhaften Pianisten. Stefan Graf von Bothmer spielt nach eigener Aussage etwa 100 Stummfilmkonzerte im Jahr und gilt als einer der bekanntesten Stummfilmpianisten. Wer die Gelegenheit bekommt, sich eines dieser Stummfilmkonzerte anzuschauen, sollte das unbedingt machen.

Hier ein kurzer Einblick wie das bei Nosferatu geklungen hat:

Von Vampiren, Geistern und Zaubereien

Nosferatu erzählt die Geschichte der schönen Ellen, die im verschlafenen Dörfchen Wisborg lebt. Ihr geliebter Thomas Hutter wird alsbald aufnos Reise nach Transylvanien geschickt, wo er dem Grafen Orlok eine Immobilie in Wisborg schmackthaft machen soll. Auf dem Weg zu Orloks Schloss findet Hutter in einem Gasthaus ein Buch mit dem Titel „Von Vampyren, erschrökklichen Geistern, Zaubereyen und den lieben Todsünden“. Die erste Seite schlägt er auf:

„Aus dem Samen Belials erstund der Vampyr Nosferatu als welcher sich nähret von dem Blute der Menschlichkeit. Unerlöset hauset er in erschrökklichen Höhlen, Grabkammern und Särgen, so gefüllet seyen mit gottverfluchter Erde von den Heelern des schwarzen Todes.“

(Meine Fraktur-Lesekompetenz ist über die Jahre etwas eingeschlafen, daher garantiere ich keine Richtigkeit dieser Transkription)

Ganz ehrlich, das klingt nach einem Buch, das ich lesen würde. Hutter jedoch lacht herzhaft über diesen fantastischen Titel, knallt das Buch zurück ins Regal und legt sich zur Ruhe. Wenig später erreicht er das Schloss des Grafen und bemerkt hier bald einige Merkwürdigkeiten, scheint dieser doch dem opulenten Mahle zu Tisch wenig zuzusprechen. Des Nächtens wird Hutter dann im Schlafgemach vom Graf Orlok besucht. Eine fantastische Szene, in der Max Schreck in all seiner Größe und Dürre den personifizierten Todesboten ganz wunderbar mimt. In eben diesen Gemächern entdeckt Orlok das von Hutter mit auf die Reise getragene Bild der schönen Ellen – und verfällt ihr unwillkürlich.

Hutter der merkt, dass der Graf nicht ganz geheuer ist – spätestens erkennbar als dieser einen Haufen Särge auf einen Anhänger läd und sich selbst in den obersten hineinlegt – macht sich auf die Flucht, zurück nach Wisborg. Orlok indess tritt ebenfalls die Reise in das beschauliche Städtchen an. Er hinterlässt eine Spur aus blutleeren Körpern, die von der nichts ahnenden Bevölkerung als Pestepedimie gedeutet wird.

Mondscheinkino

Vor Beginn der Aufführung bietet die Aussicht auf das Hermannsdenkmal beim Mondscheinkino einen fantastischen Hintergrund.

Nach der Heimkehr Hutters entdeckt bald Ellen das besagte Buch, das Informationen über den Grafen des Schattens enthält. Obwohl sie dazu angehalten ist, sich von diesem Werk fernzuhalten, liest sie darin und entdeckt bald die einzige Hoffnung. Denn kurz nachdem ihr Geliebter es zurück nach Wisborg geschafft hat, erreicht auch Nosferatu den kleinen Ort und bezieht die ihm vermittelte Immobilie gegenüber der Hutterschen Residenz. Die Totengräber haben reichlich zu tun in dieser Zeit und Ellen sieht vor ihrem Fenster wie laufend Särge aus allen Häusern getragen werden. Sie findet in dem Buch die einzige Rettung: Eine Dame unschuldigen Blutes soll sich Nosferatu freiwillig hingeben, so dass dieser den ersten Hahnenschrei am Morgen verpasst und im Sonnenlicht zu Asche zerfällt.

Ellen, von griechisch Helene = die Schöne

Diese tragisch-schaurige Geschichte basiert auf Bram Stokers Dracula. Da es damals Rechtsstreitigkeiten gab, musste ein neuer Name gefunden werden. So wurde aus der holden Mina die schöne Ellen, Jonathan Harker wird Thomas Hutter und Graf Dracula ist Graf Orlok oder eben Nosferatu (wobei letzterer auch ein Überbegriff für Vampir zu sein scheint).

Diesen einflussreichen Klassiker in der mystischen Atmosphäre der Waldbühne am Hermannsdenkmal zu erleben, hatte schon einen ganz besondere Charme. Wir pilgerten zu dritt gegen 20.30 Uhr zum Eingang. Die Karten hatte ich zuvor online gekauft und gedruckt – wäre allerdings nicht nötig gewesen. Der Onlinekauf kostet einen Euro Serviceaufschlag und an der eigentlich Kasse gab es am Abend gar keine Schlange. Das Geld hätte man sich sparen können – aber ich bin ja immer gerne gut vorbereitet. Bewaffnet mit Sitzkissen (ein absolutes Muss, wenn man einen Abend an der Waldbühne plant), Keksen und einer Flasche Rosé konnten wir uns in der noch recht leeren Tribüne Plätze weit oben, mittig vor der Leinwand sichern.

From Dusk till Dawn

Angekündigt war ein Beginn der Veranstaltung „bei Einbruch der Dunkelheit“. Da ich diese Aussage etwas schwammig fand, habe ich im Vorfeld noch einmal auf der Facebookseite der Veranstalter nachgefragt. Gegen 21.30 Uhr sei Beginn hieß es dort. Gut, dachte ich mir. Das wäre ein Filmende gegen 23 Uhr und für einen solchen Abend unter der Woche zeitlich noch im Rahmen. Der Pianist, der sich irgendwann dazu berufen fand, das unruhiger werdende Publikum zu besänftigen, hatte dann die Erkenntnis: „Scheinbar wird es hier in Detmold später als im Rest von Deutschland, wir haben uns etwas verschätzt.“. Das kleine Überbrückungsprogramm, bestehend aus einem Ostfriesenwitz und Klaviermusik, war zwar nicht sonderlich komisch aber Graf von Bothmer wirkte so ehrlich sympathisch, das man es ihm nicht übel nehmen konnte. Los ging es dann tatsächlich erst um kurz nach 10. Unser Rosé war bis dahin leider schon leer (man lerne: eine Flasche Wein reicht nicht für einen solchen Abend!). Es gab aber im Eingangsbereich Stände mit allerlei Verpflegung. Bratwurst und Popcorn für den kleinen Hunger, Getränke aller Art zu halbwegs brauchbaren Preisen. Für unsere zwei Fläschchen Scavy&Ray Hugo habe ich 8 Euro hingelegt, da kann man mit Leben.

Fun-Fact: Der Regisseur, Friedrich Wilhelm Murnau, war übrigens gebürtiger Bielefelder. Wir Ostwestfalen haben’s halt raus. Übrigens wurde kurz vor der von mir besuchten Nosferatu- Inszenierung das Grab Murnaus geschändet. Sein Schädel wurde dabei entwendet. Uns wurde vor Beginn der Aufführung jedoch versichert, dass besagter Schädel sich derzeit nicht am Waldbühnen-Gelände aufhielte.

Mein Highlight des Abends war im Übrigen eines, das die Veranstalter sicherlich nicht mit eingeplant hatten: Vor der Leinwand schwirrten den ganzen Film über Fledermäuse entlang. Was gäbe es passenderes für einen Vampirfilm. Herrlich!

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann sich hier den ganzen Film anschauen.

Street Food Market: Schlange stehen in Bielefeld

Die ganze Woche habe ich mich schon auf den ersten Bielefelder Street Food Market gefreut. Das Konzept? Unkompliziert. Der Ringlokschuppen (unter normalen Umständen als Disco und Konzertsaal bekannt) bekommt für einen Tag einen etwas erweiterten Außenbereich. Hier sowie in der „Mainhall“ stehen Foodtrucks, Buden, Theken, Bistrotische und von irgendwoher kommt auch ein Ntz-Ntz-Boom. Die Aussteller konnten sich im Vorfeld bewerben und ihr Produkt vor Ort an den Mann bringen. Geöffnet war der Markt nur am Freitag zwischen 16 und 23 Uhr.

Menschenmassen noch und nöcher

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Als wir gegen 19 Uhr in Bielefeld angekommen sind, wurde schnell klar, dass die über 7000 Zusagen bei der Facebookveranstaltung tatsächlich Wort halten. Mit dem Auto bis zum Ringlokschuppen zu kommen war schon eine kleine Herausforderung. Ich musste ja gottseidank nicht fahren und konnte mir das Drama der verstopften Kreuzung vom Beifahrersitz aus angucken. Der nächste Schreck waren die endlosen Pilgerscharen hungriger Menschen, die gen Eingang unterwegs waren. Ein Stop war aber bald in Sicht, denn die Schlange zog sich bis zur Hauptstraße. Schlange stehen zeichnet sich also zügig als Hauptbeschäftigung des Abends ab. Kurz vor dem Verdursten und mit knurrenden Mägen haben wir es dann doch erfreulicherweise wenig später auf das Gelände des alten Bahnbetriebswerks geschafft. Mit den geforderten 3 Euro Eintritt konnten wir auch leben ohne zu murren.

Schnurrstracks ging es nun in Richtung Mainhall. Die Entscheidung fiel nach den geringsten Menschenmassen auf dem Weg. InDSC_8650 der Halle gab es 6 Aussteller und eine Getränketheke. Die Schlangen vorm Mexikaner und dem Pizzabüdchen waren leider so endlos lang, dass wir es uns nicht zugetraut haben, solange ausharren zu können. So ging es in die deutlich kürzere Warterei vor dem japanischen Streetfood. Hier gab’s auch eine kleine Enttäuschung: von den 4 angeschlagenen Gerichten waren 2 bereits ausverkauft bzw. befanden sich in der Nachproduktion. Wartezeit: 20 Minuten. Also haben wir uns umentschieden. Es gab letztendlich vegetarisches Curry mit Reis und quasi frittierte Sandwiches mit Curry gefüllt. Lecker war’s – nur so richtig japanisch kam’s mir nicht vor. Das Curry war auch für den eigentlich gewollten Streetfood-Charakter viel zu viel.

Nach dem ersten gestillten Hunger und dem nächsten Schlangestehen für Getränke haben wir uns dann aufgeteilt und an verschiedenen Büdchen gefuttert. Getestet haben wir unter anderem Wildbratwürstchen mit Preiselbeerdip (lecker!), Lachs von der Planke „New Orleans-Style“ mit Gemüse, Tandoori Chicken, Frozen Yoghurt (für mich mit Schokosoße, Erdbeersoße und Kinderschokolade) und mein Highlight: Melonen-Shrimp-Coktail mit Tomatenpesto. Zu finden gab es auf jeden Fall für jeden Geschmack etwas. Viele Buden hatten vegetarische Gerichte dabei, einige haben sich gar komplett auf veganes Essen ausgerichtet. Es gab sogar ein Büdchen mit indianischem Essen (gesichtet habe ich Süßkartoffelpommes  – die gibt’s bei mir auch die Tage) und riesen große Paella-Pfannen.

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Eine super ausbaufähiges Konzept

Auch wenn meinem Bericht ein leicht genervter Unterton hinterliegt, hat mir der Street Food Market grundsätzlich gut gefallen. Die Idee so etwas hier in die Region zu holen ist toll und die Location prinzipiell auch dafür prädestiniert. Das Hauptproblem ist, dass wohl weder Veranstalter noch Aussteller mit dieser Menschenmenge gerechnet hatten. Auf der Facebookseite der Veranstaltung hieß es im Vorfeld „Parkplätze seien vorhanden“. Leider waren keine Vorschläge ausgeschrieben, wohin man sich zum parken orientieren soll. Auch die Hoffnung, dass die in der Umgebung wachenden Herren in gelben Warnwesten zu einer passenden Lücke dirigieren können, war vergebens. Die waren nur dafür da, Leute vom Parken auf den Plätzen des Supermarkts oder Fitnessstudios abzuhalten.

Einige Buden haben gar gegen 20 Uhr bereits ihre Pforten geschlossen – nichts mehr da. Verständliches Problem – man kann ja nun einmal nur eine gewisse Menge an Lebensmitteln vorbereiten. Allerdings waren einige Menüs auch eher mäßig gut geeignet für diese Art von Veranstaltung. Hier sollte gelten: schnell, klein, günstig, lecker. Viele der Jungs und Mädels in den Buden waren auch schlichtweg überfordert. Ich kann das absolut nachvollziehen und hatte größtes Mitleid.

Insgesamt war es ein schöner Abend, den ich allerdings hätte mehr genießen können, hätte man nicht ewig in der Schlange gestanden und wäre vor allem im Außenbereich etwas mehr Platz geschaffen worden, um sich auch einfach mal mit dem ergatterten Futter zurückzuziehen. Die wenigen Sitzgelegenheiten waren logischerweise konstant belegt und teilweise waren die „Gänge“ so schmal  geschnitten, dass wir mit unserem Grüppchen von 6 Leuten schon Probleme hatten einfach kurz stehen zu bleiben.

Ein paar gute Anregungen habe ich mir auf jeden Fall mitgenommen. Ich hätte gerne einiges mehr probiert oder wenigstens näher angeschaut, aber das war einfach nicht möglich. Ich hoffe, dass die Veranstaltung wiederholt wird und dabei vielleicht auch eine Entzerrung stattfindet. Ein Aufteilen auf 2-3 Veranstaltungstage könnte da schon helfen. Vielleicht wäre ein Sonntag auch nicht so verkehrt – da könnte man wenigstes vor den Geschäften in der Umgebung parken. Der Plan ist übrigens im nächsten Jahr selbst dort auszustellen.  Hiermit  ist dies schriftlich festgehalten. Your move, Janek!

Update 13.7.2015: Bei der Arbeit bin ich heute auf eine Seite aufmerksam geworden, die prima zum Thema passt. Das Blog „GoEuro“ hat sich die besten Street Food Märkte in Europa vorgeknöpft und stellt diese vor. Hier geht’s lang!

Ich war natürlich auch mit Kamera unterwegs. Zwar hat’s nicht ganz so geklappt mit den Bildern, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber immerhin.

Arizonean Dreams of Elvis: Scottsdale und der Bananen-Erdnussbutter-Shake

IMG_2871Ich war ja in Amerika. In Arizona, genau gesagt Scottsdale, habe ich einen Großteil meiner Reise verbracht. Gleich am ersten Morgen haben mich die mittlerweile Newlyweds – mein Bruder Patrick und seine Frau Bianca – in ein Frühstücksrestaurant entführt. Ein Restaurant/Café, das tatsächlich ausschließlich Frühstück und eine kleine Lunch-Auswahl serviert, kam mir doch erst einmal komisch vor. Schnell kam aber die Feststellung, das Frühstück dort ist fantastisch. Wie Amerikaner frühstücken, ist eine ganz andere Dimension. NY Strip, pochierte Eier, English Muffins, gegrillter Spargel, viel mit Gemüse, Avocados (die ich über alles liebe) und eine tolle Kombi aus süß und herzhaft stehen hier auf dem Programm.

Insbesondere Scottsdale, in dem größtenteils eher die etwas betuchtere Gesellschaft residiert, hat einen Tick für alles, was gesund IMG_2874ist. Nach dem clichée übergewichtigen Ami kann man hier recht lange suchen. Überall strahlen einen perfekte Zähne an und wenn nicht gerade ein „Cancer Research Center“ am Straßenrand zu sehen ist (ich habe alleine in Scottsdale an unterschiedlichen Ecken der Stadt 5 davon gezählt!), ist ein Fitnessstudio garantiert nicht weit. Das drückt sich auch in der kulinarischen Welt aus.

Es ist nicht so, als könne man dort kein Fast Food bekommen. Im Gegenteil. Überall schießen kleine Läden aus dem Boden, die offensichtlich den Großteil ihres Budgets in Reklame investiert haben. Der Unterschied: In Burgerrestaurants kriegt man die köstlichen Sandwiches von oben bis unten handgemacht (Beispiel ist die Kette „In & Out“), jedes Restaurant bietet in der Regel auch glutenfreie Alternativen an und neben den bereits genannten Frühstücksrestaurants, gibt es Fast Food Läden, die sich ebenfalls auf Frühstück und Snacks spezialisieren. Hier kriegt man von Breakfast Burritos über Egg White Omeletts vor allem Smoothies und (Protein-)Shakes, die man sich im Vorbeifahren am Drive in schnell zur Arbeit mitnimmt. Absolut fantastisch. In Detmold kenne ich das nur von McDonald’s und das muss ja nun nicht wirklich sein.

Viele dieser kleinen Läden sind eben auch keine Ketten sondern ganz offensichtlich nett gestaltete Orte, die vielleicht ein bisschen zu Hipster für meinen Geschmack sind, aber trotzdem einem eigentlich recht coolen Konzept unterliegen. Einer dieser Läden ist Buzzberry. Hier gibt es fantastische Muffins, tolle Wraps und vor allem leckere Shakes.

Bei meinem eingangs erwähnten ersten Frühstücksgang in Scottsdale, ist mir gleich mein neuer Lieblingsshake in die Finger geraten. Mein Bruder bestellte einen „Elvis“. Auf meine Verwirrung folgte schnell die Erklärung, dies sei ein Milchshake, der quasi das Frühstück ersetzen würde. Verwendet würden Banane, Erdnussbutter und Espresso.

Bei der VorstellIMG_2890ung musste ich mich ein wenig schütteln. Das klang doch etwas zu abstrakt für ein Getränk. Jedoch hat sich schnell das Gegenteil gezeigt. Ein Schluck konnte gleich mein Herz gewinnen. Diese Kombination hat ganz fantastisch funktioniert. Perfektes Frühstück und ein wunderbarer „Pick me up“ nach einer durchzechten Nacht.

Da die Jungs und Mädels von Buzzberry so nett waren und etwas Mitleid mit mir armer Deutschen hatten, die wohl nicht all zu bald wieder nach AZ kommen kann, haben sie mir das Rezept für den Elvis verraten. Here it goes.

Elvis – Milchshake mit Banane und Erdnussbutter

Elvis
Wir brauchen für zwei Shakes (oder einen sehr großen)

  • 1 Banane
  • 1 doppelter Espresso
  • 1 großer TL Erdnussbutter
  • gute 200 ml Milch, eventuell etwas mehr
  • eine kleine Prise Salz
  • 1/2 TL ungesüßtes Kakaopulver
  • 1/2 TL Zucker (//oder eben keinen Zucker und dafür gesüßten Kakao)
  • Crushed Eis

Banane, Espresso, Erdnussbutter und etwas Milch in einen Mixer geben und gut schreddern lassen. Die Gewürze dazugeben und Milch auffüllen, bis es noch eine leicht dickliche Konsistenz hat. Das Eis unterrühren und in Becher kippen. Direkt trinken oder im Thermobecher mit ins Büro nehmen und von Arizona träumen!