Arrrrrrriba! Hot Tex-Mex Chili con Carne

Weiter geht’s mit der südamerikanischen Küche. Ein richtig gutes Chili essen, das klingt so viel einfacher als man denkt. Das, was ich bisher in Deutschland als Chili serviert bekommen habe, war in der Regel meistens nur Hack in Tomatensoße mit Bohnen. Leckere Gewürze, eine tolle Schärfe und das bisschen mexikanische Lebensfreude kann man dabei lange suchen. Ein gutes Chili lässt die Augenlieder flackern und ist ein bisschen wie guter Sex – heiß und eine Erinnerung wert.

Tatsächlich habe ich mein Grundrezept gar nicht aus Amerika mitgebracht, sondern bei einem Freund abgeguckt. Von ihm habe ich die tolle Idee, das Ganze mit Kaffee, Schokolade und Bier (!) zu würzen. Als Beilage gibt es bei mir in der Regel nur aufgebackene Brötchen oder Baguette. Wenn ich für Besuch koche, mache ich dazu gerne noch eine Guacamole und rühre ein bisschen Sour Cream an. Dazu ein paar Nachos und/oder Blätterteig-Käsestangen und alle sind glücklich 😉

Nun will ich euch aber gar nicht länger auf die Folter spannen, auf geht’s:

Chili con Carne

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Ihr braucht:

  • 300g Hack (250g tun es auch, wer’s fleischiger mag, nimmt 500g)
  • Etwas Öl
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 2 Piri-piri Chilis (bzw. je nach Vorliebe)
  • 1 TL Cumin (= Kreuzkümmel)
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Paprika rosenscharf
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • etwa 1 TL brauner Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Dose Bohnen (Chilibohnen oder Kidney, ihr könnt auch die Dose vermeiden und getrocknete selbst im Vorfeld über Nacht einweichen)
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400g)
  • 1 grüne Paprikaschote, ggf. mehr (ich habe noch eine rote dazu verwendet)
  • eine kleine Flasche (0,33) dunkles Bier (in meinem Fall Liebhardts dunkles Landbier, richtig lecker ist es auch mit Schwarzbier z.B. Köstritzer oder Liebhardts „Dat Schwatte“)
  • 1 Espresso
  • ca. 20g dunkle Scholoade (mindestens 50% Kakao, besser 70%)
  • Etwa 1/2 Tube Tomatenmark
  • Fischsauce (gibt’s im Asialaden)

Das Hack in einem großen Topf mit etwas Öl anbraten. Die Zwiebel währenddessen schälen und würfeln und dann dazu geben. Den Knoblauch und die Chilis fein hacken (für etwas weniger Schärfe die Chilis zuvor entkernen!) und ebenfalls mitbraten. Wenn das Hack leicht gebräunt und die Zwiebelwürfel glasig sind, die Gewürze dazugeben und anrösten. Die Bohnen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen, dann dazugeben. Mit dem Espresso ablöschen und diesen komplett einkochen lassen. Danach das Bier dazu geben und dieses kurz aufkochen lassen. Die Tomaten ebenfalls dazu geben, gut umrühren und auf kleinster Flamme mindestens 20 Minuten, bestenfalls bis zu einer Stunde köcheln lassen.

Die Paprika in kleine Würfel schneiden und zum Chili geben. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, dann soviel Tomatenmark dazu geben, dass eine angenehme Konsistenz entsteht. Etwas Salz und Pfeffer dazu geben und die Schokolade einrühren. Kurz ziehen lassen und mit der Fischsauce abschmecken.

Das kann man nun so als Eintopf essen oder mit Sour Cream, Guacamole und Cheddar toppen. Auch frischer Koriander oder Schnittlauch machen sich gut dazu.

Blitzschneller Avocado-Tomatensalat

Mein liebes, armes, stiefmütterlich behandeltes Blog! Schh schh, nicht weinen. Ich bin ja hier.

Ich weiß, in den letzten Wochen und Monaten habe ich an dieser Stelle nicht unbedingt den leserfreundlichsten Service geliefert. Tatsächlich wurde ich sogar schon von Lesern angesprochen und gerüffelt, dass hier nichts mehr passiert. Immerhin kann ich sagen, dass ich in der letzten Wochen meine freie Zeit dazu genutzt habe ein paar neue Rezepte zu kochen und blogbar vorzubereiten. 

Als Einstieg hierzu kommt heute zunächst ein unsagbar,  unschlagbar blitzschnelles Rezept. Ich brauche ungelogen keine 2 Minuten um es auf die Teller zu bringen. 

Bitzschneller Avocado-Tomatensalat


Für 2 Personen als Vorspeise

  • 1 reife Avocado (ich benutze grundsätzlich Hassavocados, kann daher nichts zu anderen Sorten sagen. Sies ollte so reif sein, dass sie auf Druck recht weich ist!) 
  • 1 große Tomate
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Balsamicoessig
  • eine Prise Salz
  • eine Prise Pfeffer
  • eine Prise Zucker

Die Avocado längs halbieren (bzw. mit dem Messer um den Kern herum schneiden und auseinander drehen). Den Kern entfernen – dazu am besten die Klinge eines Messers in Kern schlagen und diesen dann herausdrehen. Die Avocadohälften auf zwei Tellern platzieren (Tipp: Damit sie etwas stabiler liegen und beim Transport nicht so wackeln könnte man ein Bett aus grobem Salz auf den Teller kippen oder das ganze auf grünem Salat platzieren).

Die Tomate entkernen und in Würfel schneiden. Die Tomatenwürfel in eine kleine Schüssel geben und Essig und Öl hinzufügen. Mit den Gewürzen verrühren. Die Kern-Mulden der Avocado mit Tomatenwürfeln und Dressing auffüllen. Fertig!

 

Wrap it like Inga!

Ein toller Blogger hat eine super Formulierung in einem seiner Comics getroffen. Ich bin ein Bettmensch – halb Bett, halb Mensch. Jeden Sonntag ist das genau meine Devise. Sonntage sind für mich allein zu dem Zweck geschaffen, den ganzen Tag zwischen Bett, Bad und Küche hin und her zu taumeln.

Oft sind solche Sonntage auch mal Katertage und diese verlangen die kontinuerlich über den Tag verteilte Nahrungsaufnahme. Da ich sonntags aber auch nicht so richtig Lust zum kochen habe, und das am vergangenen Sonntag genau der Fall war, zeige ich euch heute ein super Rezept, das schnell geht, super vorzubereiten ist und auch das letzte bisschen Kater vertreibt.

Wraps á la Inga

Mit Inga kochen macht einfach Spaß. Inga kocht nämlich gerne und gut. Und außerdem probiert sie alles und wir finden immer einen tollen geschmacklichen Konsens. Als ich das erste Mal mit Inga kochen wollte, hat sie mir diese Wraps vorgeschlagen und seitdem kommen diese auch des Öfteren mal auf den Tisch.

Wir brauchen:

  • 300g gemischtes Gehacktes (in der vegetarischen Version einfach weglassen oder durch mehr Gemüse ersetzen)
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Peperoni oder Chili
  • 1 rote Paprika
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 6 Tomaten
  • 1 – 2 reife Avocados (ich nehme immer die schwaren Hassavocados. Wichtig: sie sollte sehr sehr reif sein, also sich schon ziemlich weich anfühlen)
  • ½ Zitrone
  • 1 Becher Créme Fraîche
  • 6 Tortilla Wraps
  • 200g Schafkäse/Feta
  • etwas Blattsalat
  • Salz und Pfeffer
  • Cayenne Pfeffer
  • Paprika edelsüß

Die Menge reicht etwa für 6 Wraps aus, wir schaffen meistens jeder 2, manchmal auch nur einen. Die Füllung und die Crémes lassen sich aber auch super über Nacht im Kühlschrank aufbewaren und können als Mitternachtssnack oder am nächsten Tag noch verspeist werden.

Ich mache immer zwei Füllungen, sprich separiere das Gemüse und das Hack. Dadurch kann jeder beim Füllen selbst über das Verhältnis entscheiden.

Zunächst wird fleißig geschnippelt. Dazu Tomaten halbieren und entkernen, in Streifen und Würfel schneiden (entkernt wird, damit das Ganze nicht zu flüssig wird in der Pfanne). Zucchini und Paprika waschen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln (ginge auch in Streifen, wenn man den Zwiebelbiss mag).

Die Chili längs halbieren und entkernen, anschließend sehr fein hacken.

Die Avocado halbieren, den Kern rausnehmen (dazu mit einem großen Messer in den Kern hacken und das Messer als Hebel benutzen). Mit einem Löffel die Avocado aus der Schale kratzen und in eine Schüssel geben. Den Saft einer halben Zitrone dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit einer Gabel alles fein zerdrücken und vermengen. Wer mag kann hier Chili oder/und Zwiebeln dazu geben um sich einer klassisch-mexikanischen Guacamole zu nähern – wir bleiben hier aber etwas puristischer im Geschmack.

Die Creme Fraîche in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Cayenne Pfeffer abschmecken.

In einer großen Pfanne Öl erhitzen, das Hackfleisch dazu geben. Wenn dieses krümelig gebraten ist, die Zwiebel und die Hälfte der Chili dazugeben. Weiter braten bis alles gar und leicht gebräunt ist, mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß würzen. Hier könnte man noch prima glatte Petersilie oder Koriander untermengen.

Währenddessen in einer zweiten Pfanne Öl erhitzen und hier die Zucchini- und Paprikawürfel scharf anbraten. Je nach persönlicher Vorliebe mehr oder weniger lange braten lassen und kurz vor Schluss die Tomaten und Chili dazugeben. Gut durchrühren und würzen. (Man könnte die Tomaten, wie in meinem Bild, natürlich genauso gut unter das Hack geben)

Den Schafkäse in Würfel schneiden, den Eisbergsalat waschen und mundgerecht schneiden.

Jetzt stehen alle Füllungen parat. Nun

werden die Wraps aufgewärmt. Das geht im Ofen bei etwa 180°c Ober-/Unterhitze in maximal 5 Minuten, oder in der Mikrowelle für ungefähr eine Minute. Hier etwas aufpassen, wenn sie zulange drin liegen werden sie hart.

Anschließend den Wrap mit Guacamole bestreichen, die Gemüse- und Hackfüllung auf einer Hälfte verteilen, etwas Schafkäse darüber legen und Creme Fraîche drübertröpfeln. Wer das Ganze knackig haben  möchte, verteilt nun hier noch etwas Eisberg. Den Wrap jetzt aufrollen und irgendwie versuchen ihn zu essen ohne auf dem Weg zum Mund die gesamte Füllung einzubüßen.

Das klingt alles weitaus komplizierter als es ist. Die einzige Arbeit ist das Schnippeln, aber das kann man sich ja auch gemütlich über den Tag verteilen. Wunderbar geeignet ist dieses Rezept auch für kleinere Parties oder Spieleabende, da alles vorbereitet und zum Buffet aufgebaut werden kann, so dass ich jeder seinen Wrap selbst zusammenbaut.

Guten Hunger!