Damn, that’s delish! Hähnchen in Zitronenbutter

Dieser herbstliche Freitagabend konnte mich einfach nicht vom Sofa weglocken. Draußen windet’s und tröpfelt’s ein wenig vor sich hin und so klang das Gläschen (oder so) Wein und ein Ausflug ins Serienland vielversprechend. Die Koch-Kreativität wollte auch nicht so wirklich sprießen, also habe ich das getan, was ich eigentlich nie tue: ich habe nach Rezept gekocht. Und zwar eines, das ich schon vor einiger Zeit in meinem aktuellen Lieblingsblog, DamnDelicious, gesehen habe: Lemon Butter Chicken. Da amerikanische Rezepte immer etwas schwierig sind, was die Mengenangaben angeht, halte ich hier meine Interpretation für euch fest.

Am Rande: Nebenbei sehe ich gerade auf VOX, dass Yvonne Catterfeld mit Roger Cicero eine neue Interpretation von „Something Stupid“ rausbringt. Braucht das die Welt?!

Hähnchenkeulen in Zitronenbutter

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Das braucht ihr:

  • Hähnchenschenkel (die Soße reicht für etwa vier ganze, ich habe nur zwei verwendet; das Original sieht acht vor – allerdings ohne Unterschenkel)
  • Salz und Pfeffer
  • etwas geräuchertes Paprikapulver (alternativ edelsüß)
  • 3 EL Butter
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 125ml Hühner- oder Gemüsebrühe
  • Saft einer Zitrone
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • Zwei handvoll frischer Babyspinat, grob gehackt
  • 150ml Sahne
  • 50g geriebener Parmesan

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen!

DSC_9029Die Hähnchenschenkel abspülen, abtupfen und mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen. In einer nicht zu kleinen, am besten ofenfesten, Pfanne einen Esslöffel Butter schmelzen und die Schenkel auf der Hautseite kräftig anbraten, wenden und auch die Unterseite kurz anbraten. Währenddessen den Knoblauch hacken. Die Schenkel auf einen Teller legen und beiseite stellen, das übrige Fett wegschütten (die Pfanne nicht ausspülen).

Den Rest der Butter in der Pfanne schmelzen und den Knoblauch darin DSC_9030braten. Mit der Brühe ablöschen. Zitronensaft, Sahne, Thymian, Parmesan und Spinat dazugeben. Etwas pfeffern und die Soße etwa 5 Minuten kräftig köcheln lassen, zwischendurch umrühren, damit der Parmesan nicht ansetzt. Die Hähnchenschenkel in die Soße legen und die Pfanne in den Ofen stellen. Bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen, bis das Huhn gar ist.

Und schon sind sie fertig, die leckeren Zitronenbutter-Keulen. Zum Tunken der Soße passt einfach Brot. Auch Reis, Couscous oder Ofenkartoffeln  sollten prima harmonieren. Ich habe mich entschlossen, Pasta dazu zu essen. Die Zitronensoße hat einen leckeren italienischen Touch, der für mich danach geschrien hat.

Alternativ kann ich mir gut vorstellen, den Zitronensaft mit O-Saft und den Spinat mit Rucola zu ersetzen. Wird dann etwas süßer, solle aber auch sehr lecker sein. Etwas ähnliches habe ich schon öfter als Geschnetzeltes gekocht.

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Chicken Pie – ein britisches Mahl

In der Not frisst der Teufel Fliegen.

Gut, dass sich meine teuflischen Tendenzen eher in Grenzen halten. Mein improvisiertes Feiertagsessen hat daher etwas mehr geboten.

Eigentlich sollte es heute Spargel geben. Mit Kartoffeln und Hollandaise und Schinken oder Schnitzeln.

Leider habe ich mich gestern auf dem Wochenmarkt so sehr ablenken lassen, dass ich zwar Spargel gekauft habe (Sennenspargel für 5,90€/Kg!!!) und auch Erdbeeren (frisch gepflückt aus Heiden für 2,50€/Kg) aber ansonsten nicht so viel. Also kurzerhand heute das Vorratsregal und den Kühlschrank durchsucht und umdisponiert. Was dabei rauskam, war letztendlich ein relativ klassisches britisches Essen.

Chicken Pie with Asparagus and Mushrooms
(Hähchenpastete mit Spargel und Champignons)


Für den Teig brauchen wir:
  • 125g Mehl
  • 75g (kalte) Butter
  • 3 EL kaltes Wasser
  • eine Prise Salz

Für die Füllung:

  • 200g Champignons
  • etwa 400g Spargel
  • 200g Hähnchenbrust
  • 50g Bacon
  • 1 Becher Créme Fraîche (200g)
  • 1/8 Liter Brühe (was da  ist: Huhn, Fleisch oder Gemüse)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Schuss Rotwein
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Mehl
  • 1 Ei

Zugegeben, so ein Pie braucht schon ein bisschen Vorbereitung. Das gute ist aber, dass man alles in Teilen vorbereiten kann und somit nicht zwingend durchgehend am Herd stehen muss.

Die Menge reicht übrigens für meine normale Auflaufform. Wer das ganze in einer Springform machen möchte, verdoppelt einfach die Mengen. Das Verhältnis der Füllungszutaten kann natürlich auch nach persönlichem Geschmack angepasst werden. Wie gesagt, ist bei mir hineingewandert, was ich gefunden habe. Ein klassischer Chicken Pie hat natürlich normalerweise einen höheren Fleischanteil. Wer mag kann zu dem Rezept noch Erbsen und/oder Möhren hinzufügen – dies hätte von der Zutatenkombination etwas von Hühnerfrikassee.


Zunächst muss der Teig vorbereitet werden, denn dieser muss eine Weile im Kühlschrank ruhen.

Die meisten Rezepte sagen, dass man mit eiskalter Butter arbeiten soll. Ich hab mit zimmerwarmer Butter gearbeitet, hier muss man sich nur bewusst sein, dass der Teig noch relativ weich sein muss, bevor er in den Kühlschrank wandert.


Wie man es auch immer machen möchte, es geht so oder so gleich los:

Die Butter in Stückchen schneiden oder in Flocken reißen und in eine Schüssel geben. Das Mehl einsieben und locker mit den Händen durchkneten/Butter und Mehl zerreiben, so dass ein feinkrümeliger Teig entsteht. Hier nun das Wasser zugeben und den Teig flott durchkneten (nicht zu lange kneten, da das Mehl sonst seine Struktur verändert und sich anders verhält. Sobald der Teig glatt geknetet ist zu einer Kugel formen und fest in Frischhaltefolie (oder einen Gefrierbeutel) einwickeln und mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Je nachdem wie fest er nach dem Kneten war, tut ihm auch eine Stunde ganz gut. Die Butter im Teig sollte wieder so weit abkühlen, dass der Teig von der Festigkeit gut zum ausrollen ist.


Während der Teig ruht, die Füllung vorbereiten.

Den Spargel nach meinem Spargelrezept zubereiten oder wie gewohnt kochen. Er sollte allerdings noch recht bissfest sein, da er später in der Füllung noch weitergart. 

Zunächst den Bacon in Streifen geschnitten in einer Pfanne mit einem Klecks Öl ausbraten bis er knusprig ist. In eine Schüssel geben und in der selben Pfanne (ohne diese zwischendurch zu spülen!) das Huhn in mundgerechten Würfeln anbraten. Es muss nicht ‚totgebraten‘ werden, sollte aber auch nicht allzu roh sein. Ebenfalls in die Schüssel geben und weiterhin die Champignons vierteln und ebenso braten. Den gegarten Spargel in etwa 2cm lange Stücke schneiden und zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben.

Sobald die Pilze anfangen zu garen (eventuell hierbei noch etwas Öl dazu geben, so dass nichts anbrennen kann) die Zwiebel fein würfeln und diese, sowie den Rosmarin, mitbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Alles leicht mit Mehl abstäuben und anschließend mit dem Rotwein ablöschen. Kurz aufkochen lassen und dann die Brühe hinzufügen. Die Soße etwas einköcheln lassen, so dass der Alkohol verkocht und alles eine etwas dickere Konsistenz bekommt. Nun die Créme Fraîche einrühren und die Soße zu den anderen Zutaten in die Schüssel eben. Alles verrühren und jetzt erst mit der Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken (das Salz kommt erst jetzt, da durch die Brühe und den Bacon vorher bereits ein recht hoher Salzgehalt in der Füllung ist).

Nun den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und halbieren. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Teig ausrollen (nicht zu dick, etwa 3mm reichen um eine schöne Kruste zu bilden). 
Eine Auflaufform ölen (oder mit Butter einstreichen) und mit dem Teig auskleiden (auch der Rand sollte bedeckt sein, bzw der Teig über den Rand gehen, so dass er später mit dem Deckel fest verschließt).

Das Ei verschlagen und den Teig damit bestreichen. Nun die Füllung hineingeben.

Die zweite Teighälfte ausrollen und über der Pastete auslegen. Die Ränder fest andrücken, so dass alles luftdicht verschließt. Eventuelle Teigreste ‚dekorativ‘ (haha, meine Streife zeugen von höchster Kreativität!) verteilen und leicht andrücken.

Der Pie kann nun bis zur Zubereitung in den Kühlschrank wandern.
Sobald es logehen soll den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Nun die Decke der Pastete mit dem Ei bestreichen und das Ganze für etwa 35 Minuten (bis eine schöne, goldbraune Farbe erzielt ist) in den Ofen schieben.
Ich war sehr begeistert von meinem ersten ’savory pie‘!

 

Einfach, schnell und lecker: Herbstsalat

Eigentlich bin ich ja grade im Pilzrausch aber mal zwischendurch habe ich ein pilzfreies Mittagessen gezaubert, das ich so schön gelungen finde und euch mitteilen möchte.

Herbstsalat mit gebratenem Huhn und Pflaumen

Wir brauchen:

  • zwei handvoll grünen Salat (was das Herz begehrt)
  • ein Stück Hähnchenbrust
  • 2 Pflaumen
  • einen EL Sonnenblumenkerne
  • neutrales Öl (Erdnuss, Sonnenblumen o.ä.)
  • Sesamöl
  • Pfirsich Balsamessig (oder ein anderer fruchtiger Balsamessig)
  • Honig
  • scharfen Senf
  • Salz und Pfeffer

Eine Pfanne aufsetzen und etwas Öl hineingeben. Die Hähnchenbrust braten, salzen und Pfeffern. Wenn es gar ist kurz auf einem Arbeitsbrett ruhen lassen.

Währenddessen den Salat in feine Streifen schneiden und auf einem Teller anrichten. Die Pflaumen halbieren, entkernen und in sehr dünne Spalten schneiden. Über dem Salat verteilen.

in einem Gefäß 1 EL neutrales Öl mit 1 EL Balsamessig und 1 TL Sesamöl vermischen. Hier einen TL Honig und einen TL Senf kräftig unterrühren (so, dass sich der Senf komplett auflöst). Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Dressing über dem Salat verteilen.

Das Huhn nun entgegen der Faser in Tranchen schneiden und auf den Salat legen. Die Sonnenblumenkerne darüber streuen (man kann sie auch anrösten). Alternativ passen auch Sesamkörner wunderbar.


So viel zu einem schnellen Mittagessen. Als nächstes geht es hier mit Rezepten rund um meine gestrige Pilzausbeute weiter.

 

Gar nicht so kreatives Paprika-Rahm-Huhn

Die letzten zwei Monate waren eine sehr uninspirierte Zeit, in der ich nicht viel Neues am Herd ausprobiert habe. Ein paar Fotostrecken habe ich dennoch erstellt und da wird auch mal nach und nach was an Rezepten reinpurzeln.

Heute schreibe ich euch auf jeden Fall mein Lieblingsessen der letzten paar Monate. 

Paprika-Rahm-Hähnchen

Vorweg: Dieses Gericht stellt nicht den Anspruch wahnsinnig leicht oder bekömmlich oder sonst was zu sein – außer wahnsinnig lecker. Ich rate hiermit auch ausdrücklich davon ab, irgendwelche Diät-Ersatz-Produkte zu verwenden. Zum einen sind diese oftmals ungesünder (aufgrund der chemischen Veränderung und dem gehäuften Vorkommen von ungesättigten/Trans-Fettsäuren) als das fettigere Original und haben beim Kochen oft andere Eigenschaften. Eine Rama schlagmichtot Cuisine mit weniger Fett bindet beispielsweise nicht.

Jetzt geht’s aber los.

Für 2-3 Esser brauchen wir (die Soßenmenge reicht auch durchaus noch für locker eine Portion mehr..):

  • 500g Hähnchenbrust, ausgelöst (‚Filet‘)
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • eine Knoblauchzehe
  • 2 rote Paprika
  • 1 Chilischote oder etwas getrockneten Chili
  • etwas Mehl
  • ca.1/8L Gemüsebrühe
  • je 1 TL Paprikapulver edelsüß und rosenscharf
  • ca. 1TL Tomatenmark
  • Ein Becher Sahne (200g)
  • Ein Becher Schmand (200g)
  • Salz, Pfeffer
  • Etwas Öl oder Butterschmalz

Zunächst wird das Huhn aus der Verpackung genommen und abgespült, sowie trocken getupft (das macht man beim Huhn in der Regel nur wg. der Salmonellengefahr und da manchmal kleine Knochensplitter am Fleisch haften können). Währenddessen eine große Pfanne bei 2/3 Hitze oder etwas heißer aufsetzen und etwas Öl hinein geben. Die Hähnchensteaks evtl. mit einem leichten Schmetterlingsschnitt versehen (an der dicksten Stelle quer einschneiden und aufklappen), damit das Fleisch überall annähernd die gleiche Stärke hat.

Die Steaks in der Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten (-> leicht bräunen lassen). Das Fleisch soll hierbei nicht durchgaren, sondern nur ein bisschen Aroma entwickeln. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend in eine passige Auflaufform legen.

Während das Huhn brät die Zwiebeln schälen und in Streifen (feine) schneiden. Nachdem das Huhn aus der Pfanne genommen wurde hier im gleichen Bratensatz die Zwiebeln hinein geben, allerdings mit der Temperatur ein bisschen auf etwa 1/2 – 2/3 Hitze runtergehen. Eventuell muss noch etwas Öl nachgegeben werden, damit die Zwiebeln gleichmäßig garen. (Wer nicht so eine schöne große Pfanne (28cm Durchmesser hat meine) mit hohem Rand hat, sollte sich überlegen, die Soße in einem Topf anzusetzen –  oder den Herd zu überfluten… hmhm….

Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

In der Zwischenzeit die Chili entkernen, die Knoblauchzehe schälen (geht einfacher wenn man die komplette Zehe mit der flachen Seite des Messers vorher etwas andrückt), und beides fein hacken. 

Tipp: erst in feine Scheiben schneiden, mit etwas Salz bestreuen und dann hacken, mit der flache Seite des Messers aufs Brettchen drücken, wieder hacken, usw. So kriegt man’s richtig fein. 

 

Zu den glasig gebratenen Zwiebeln geben. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, Waschen und ebenfalls in Streifen schneiden und anschließend mit in die Pfanne geben. Das Ganze etwas braten lassen (je nachdem wie bissfest man die Paprika am Ende haben möchte – ich mags hierbei ganz gerne recht weich). Mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen.

Dem Pfanneninhalt nun das Tomatenmark zugeben und alles mit 1-2 EL Mehl abstäuben, dieses gut unterrühren und anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kurz aufköcheln lassen (aufpassen, dass nichts anbrennt!) und anschließend Schmand und Sahne unterrühren. Das Ganze noch einmal aufkochen lassen und abschmecken (evtl. mit etwas Zucker den Geschmack heben und bedenken, dass durch das anschließende Backen noch etwas mehr Geschmack kommt).

Die Paprikasoße über das Huhn in die Auflaufform geben und das Ganze für etwa eine halbe Stunde in den Ofen verfrachten. Besonders lecker find ich es, wenn die Sahnesoße oben anbräunt.

Man kann das auch alles mit Käse überbacken – finde ich aber, obwohl ich Käseliebhaber bin, unnötig.

Dazu passen prima Bandnudeln oder Gnocchi oder einfach nur Baguette und ein Salat!
Buon appetito!

Zum Schluss gibt es noch einen  Musiktipp von mir, der so gar nichts mit dem Rezept zu tun hat. Alle Irland-Fans sollten mal reinhören in die Compilation Ceol ’10 (gibt’s z.B. bei Spotify), auf der irische Künstler bekannte Songs in gälisch interpretieren.. :>

Asia-Experimente: Thailändisches Satay mit Erdnusssoße

Klopf, klopf. Ist da noch wer?

Ich weiß, im letzten Monat ist hier nicht viel passiert. Es scheint, dass die Uni mich ein wenig meiner Inspiration beraubt hat. Aber nun schreibe ich am Dienstag Klausur, und das ist doch der beste Zeitpunkt tausend andere Dinge zu finden um sich zu beschäftigen. Man könnte sonst ja tatsächlich lernen. Da der Staubsauber bereits geschwungen und der Arbeitsplatz aufgeräumt ist dachte ich mir, ich zeige euch mal was ich gestern in meiner Küche so gewerkelt habe.

Hier in Detmold gibt es eigentlich nur einen Ort um wirklich gut asiatisch zu essen und das ist der Thailänder in der Elisabethstraße 

Hier gibt es mein absolutes Liebslings-Asiagericht: knusprige Ente mit Erdnusssoße.

In Anlehnung daran, habe ich gestern etwas ähnliches leckeres gezaubert.

Bei mir gab’s:

Hähnchen-Satay (für Faule) in Erdnusssoße mit Reis und Asiagemüse

Satay oder Saté kommt übrigens ursprünglich aus dem Indonesischen und meint nichts weiter als auf einem Bambusspieß über dem Feuer gegrillt.

Sehr typisch ist dieses Gericht in den Niederlanden aber auch hier bekommt man es des Öfteren. 

Ursprünglich hatte ich auch vor Spieße zu machen, aber ich fand’s dann einfacher, die Hühnerstreifen so zu braten, zumal ich eh kein Fan von Holzspießen in Essen bin und sowieso nicht gerne mit den Händen esse.

Jetzt aber erstmal zum Rezept.

Wir brauchen:

für das Huhn:

  • 500g Hühnerbrust, ausgelöst, ohne Haut und Knochen
  • 3 TL Sojasoße
  • 2 TL Kejtap Manis (süße Sojasoße)
  • 2 TL Limettensaft
  • 4 TL Kokosmilch
  • ein 2x2cm Stück Ingwer

für die Erdnusssoße (da kommt übrigens recht viel Soße bei raus, also könnte man das Rezept auch runterrechnen, aber in so kleinen Mengen find ich das immer schwieriger mit dem würzen usw…):

  • 1 Dose Erdnüsse, geröstet und gesalzen (á 200g oder etwas weniger)
  • 1 Zwiebel, mittelgroß
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote
  • 1/2 TL Kurkuma
  • ca. 1/4 L Hühnerbrühe
  • 1/2 Dose Kokosmilch (also in etwa 200ml)

für das Gemüse (hier kann man natürlich variieren, je nachdem was man so mag):

  • 2 große Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1 Paprika
  • Mungbohnen-Keimlinge am besten frische, zur Not aus dem Glas

Außerdem:

  • Reis, eine Kaffeetasse
  • Salz und Pfeffer
  • Öl

So. Los geht’s in dem das Huhn mariniert wird.

Dazu erstmal die Hühnerbrüste waschen und von den groben Sehnen befreien. Dann das Fleisch in Streifen schneiden. Also längs Scheiben abschneiden. Meine hatten eine Stärke von etwa 5mm.

Nun in einem Glas die Sojasoßen mit dem Limettensaft und der Kokosmilch verrühren, den Ingwer fein hacken und dazu geben.

Die Hühnerstreifen in einen Gefrierbeutel geben und die Marinade darüber kippen. Gut miteinander verkneten, den Beutel fest zudrehen und in den Kühlschrank packen. Das ganze darf ruhig über Nacht marinieren, 2 Stunden sind aber auch okay, wenn man nicht länger Zeit hat.

Übrigens: das Marinieren im Gefrierbeutel hat den unglaublichen Vorteil, dass man viel weniger Marinade braucht als in einer Schüssel, das Fleisch muss nicht gewendet werden und der Gefrierbeutel nimmt im Kühlschrank wesentlich weniger Platz weg.

In der Zwischenzeit wird die Soße gekocht.

Hierzu zunächst die Erdnüsse mahlen. Dazu kann man eine Kaffeemühle verwenden oder es mit dem Pürierstab versuchen. Ich habe so einen Mixbecheraufsatz für meinen Pürierstab, damit hat das recht gut geklappt.

So oder so sollten die Nüsse recht fein gemahlen werden, so dass ein leicht klebriges Nussmehl entsteht. Wer am mahlen scheitert, oder kein passendes Werkzeug hat, kann auch Erdnussbutter kaufen und diese zur Soße geben. (Ist aber entschieden teurer)

Die Zwiebel fein hacken und in etwas Öl in einem Topf langsam braten. Da am Ende keine großen Zwiebelstücke in der Soße sein sollen ist es wichtig, die Zwiebel nicht zu scharf zu braten, da sie sonst zu schnell braun, aber nicht wirklich weich wird. Also gebt der Sache ein bisschen Zeit.

Währenddessen Knoblauch und Chili fein hacken und zur Zwiebel geben sobald diese anfängt zu bräunen. Solange braten lassen, bis der Knoblauch gut gar aber bestenfalls nicht verbrannt ist. 

Hier nun den Kurkuma dazugeben (wer keins zuhause hat kann es zur Not auch weglassen, oder ggf. Currypulver nehmen – das aber ohne Gewähr) und mitrösten, anschließend das Erdnussmehl dazugeben und ebenfalls kurz mitrösten. Alles mit der Hühnerbrühe ablöschen (ggf. mehr als angegeben, bzw. noch etwas Wasser dazugeben. Es sollte zwar dickflüssig sein aber auch nicht anbrennen (…das ist mir natürlich passiert…)), einen Deckel aufsetzen und alles für 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.

Falls dochmal was anbrennt empfiehlt es sich nicht wie wild am Topfboden rumzukratzen, sondern den Inhalt erstmal in einen anderen Topf umzufüllen und darin weiterzukochen. So kann man ein Essen in der Regel noch retten.


Nach der Kochzeit die Kokosmilch aufkippen, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nun geht’s an’s Gemüse.

Die Paprika waschen, entkernen und in Streifen schneiden.

Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden.

Die Möhren schälen und in Julienne schneiden ->  in Streifen! Diese haben den Vorteil, dass sie gleichmäßiger garen mit dem anderen Gemüse zusammen.

Die Mungbohnen-Keimlinge waschen.

Für das finale fertigstellen braucht man eigentlich nur 20 Minuten.

Der Reis sollte vielleicht etwas eher aufgesetzt werden. Hier gilt wie immer: 1 Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser und ein wenig Salz kalt aufsetzen (mit Deckel!). Sobald es kocht, die Temperatur ausdrehen und den Reis einfach ziehen lassen.

Das Huhn schonmal aus dem Kühlschrank nehmen.

Jetzt wird eine große Pfanne erhitzt (ruhig mit ordentlich Hitze) und etwas Öl hineingegeben. Nun zu erst die Möhren in die Pfanne geben und einen Moment braten lassen. Die Möhren sind am härtesten und brauchen daher am längsten von den Gemüsen.

Als nächstes folgen die Zwiebeln. Sobald diese leicht glasig werden, gibt man die Paprika hinzu, sobald diese leicht bräunt kommen die Keimlinge mit in die Pfanne. Wenn diese auch gut Hitze angenommen haben wird das Gemüse gepfeffert und mit einem Schuss Sojasoße abgelöscht. Zum abschmecken kann man noch Ketjap Manis dazu geben – ich mag das sehr gerne.

Wenn man noch andere Gemüsesorten wie Pilze oder Chinakohl dazugeben möchte, muss man sich nur über die Beschaffenheit des jeweiligen Gemüses klar werden. Wie lange ist die Garzeit dafür und an wann kommt es in die Pfanne? Schief gehen kann dabei eigentlich wenig.

Das Gemüse aus der Pfanne auf einen Teller geben und kurz warm halten. Die noch heiße Pfanne wieder auf den Herd geben und nachheizen lassen, Temperatur weiter sehr hoch lassen. Natürlich könnte man das Huhn auch parallel zum Gemüse in einer zweiten Pfanne braten, aber das ist hier ja Thai für Faule, nicht für Spülbegeisterte.

Mit einem Küchenkrepp die Marinade vom Huhn abtupfen (spritzt sonst so in der Pfanne), wieder etwas Öl in die Pfanne geben und die Hühnerstreifen einlegen. Warten bis der obere Rand des Fleisches bereits weiß, also gar wird, dann die Streifen einmal drehen und noch kurz von der anderen Seite braten. In der Pfanne pfeffern (Salz ist eigtl. durch die Sojasoße schon gegeben, ist aber Geschmackssache wie salzig man das mag).

Zum Anrichten nun einfach etwas Reis auf einen  Tellergeben, das Gemüse daneben, das Huhn oben drauf und ein paar Löffel von der Soße darüber geben.

Klingt vielleicht alles etwas kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht, da es sich super vorbereiten lässt. Und wenn man nicht so dusselig ist, wie ich es gelegentlich bin, lässt man auch weder die Erdnüsse fallen und verteilt diese in der ganzen Küche, noch lässt man die Soße anbrennen.

Natürlich kann man das in Streifen geschnittene Huhn auch zu Satay-Spießen verarbeiten wie es eigentlich in dem Gericht vorgesehen ist. Ich war schlicht und ergreifend zu faul. Wenn man dies machen möchte sollte man nur beachten, dass die Holzspieße am besten eine halbe Stunde vor dem Aufspießen gewässert werden sollten. Sie dehnen sich hierbei aus und ziehen sich später in der Hitze der Pfanne wieder zusammen – so lässt sich das Fleisch wesentlich leichter vom Spieß schieben.

Guten Hunger!

 

Oriental Food: Indisches Curry nach Inga

Letzte Woche durfte ich endlich die indische Küche  für mich entdecken, denn Inga hat für mich gekocht. Leider waren wir etwas in Zeitnot, daher wurde sehr flott gearbeitet und es blieb keine Zeit für Bilder während des Produktionsprozesses.

Indisches Curry mit Huhn

 

Wir brauchen (die Menge reicht gut für 6 Portionen):

  • zum anbraten Ghee oder geklärte Butter oder Butterschmalz oder zur Not Butter mit Öl gemischt
  • 3 kleine oder zwei große Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein etwa daumengroßes Stück frischer Ingwer
  • 2 grüne Chili (ok, wir hatten 3 drin. Kommt immer drauf an, wie scharf man es mag)
  • 1 Bund frischen Koriander
  • 750g Huhn
  • 3 Paprikaschoten
  • 2 Dosen Pizzatomaten/stückige Tomaten, ungewürzt (á 400g)
  • 2 Becher Joghurt (als 300-400g; wir haben griechischen Joghurt verwendet, der hat mehr Fett)
  • evtl. Mandelblätter zum dekorieren

außerdem folgende Gewürze:

  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Currymischung (also Currypulver, aber bitte nicht das ganz billige von Tip, das schmeckt nach nichts)
  • Koriandersamen, gemahlen (heißt meistens nur Koriander, gemahlen)
  • Kreuzkümmel
  • Curcuma (das ist das, was das Currypulver gelb macht)
  • evtl. Korianderpaste
  • Currypaste
  • evtl. getrocknete Chiliflocken oder Chilipulver

Zunächst wird fleißig geschnippelt. Die Zwiebeln fein würfeln, den Knoblauch sehr fein hacken.

 (Trick: erst irgendwie in Streifen/Scheiben/Würfel schneiden und dann mit dem flachen Messer fest auf das Arbeitsbrett quetschen, so lässt er sich viel leichter hacken)

Den Ingwer schälen und fein hacken.

Die Chilis entkernen (halbieren und die Kerne rauskratzen) und ebenfalls fein hacken.

Einen großen Topf auf halber Hitze aufsetzen und etwas Fett darin erhitzen. Als erstes die Zwiebel dazu geben, wenn diese glasig wird, den Knoblauch und den Ingwer dazugeben und alles leicht anbräunen lassen. Von allen Gewürzen etwas dazu geben (Salz, Pfeffer und Zucker kommen erst später zum abschmecken, ansonsten von allem erstmal einen TL, Koriander etwa 2 TL und von der Currypaste gut 1,5-2 EL). Die Gewürze jetzt eine Weile mitrösten lassen. Währenddessen das Fleisch von etwaigen Sehen befreien, in mundgerechte Würfel schneiden und anschließend mit in den Topf geben, so dass das Fleisch die Gewürze gut annehmen kann. Fleisch von allen Seiten anbraten und die Temperatur runternehmen.

Die Paprika länger halbieren, entkernen, Waschen und in Streifen schneiden. Mit in den Topf geben und kurz mitrösten lassen. Beide Dosen Tomaten dazugeben Deckel aufsetzen und gut 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Den frischen Koriander hacken, evtl. ein paar Blätter zur Deko überlassen. Ein halber Bund sollte reichen, wer allerdings keine Korianderpaste bei den Gewürzen verwendet hat nimmt einfach einen ganzen Bund.

Die Temperatur jetzt fast ganz wegnehmen (bei einem Elektroherd reicht die Resthitze, bei einem Gasherd einfach auf ganz kleine Flamme gehen) und den Joghurt einrühren (dieser darf auf keinen Fall mehr wild kochen, sonst flockt er aus). Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Mit den Chiliflocken kann jetzt noch an der Schärfe gefeilt werden, kräftiger im Geschmack wird es durch etwas mehr Currypaste. Als letztes den gehackten Koriander unterrühren.

Bei uns gab es dazu Basmati&Wildreis von Oryzo, der hat extrem gut gepasst. Zur Deko kann man ein paar Mandelblätter drüberstreuen, die geben auch einen schönen Knack beim essen.

Wer das weniger fleischlastig möchte, kann auch einen Teil des Huhns mit Gemüse ersetzen. Ich Könnte mir gut vorstellen, dass man nur 300-500g Fleisch nimmt und den Rest mit Brokkoli ergänzt (diesen würde ich kurz vorblanchieren (=> kurz in kochendes Wasser geben)  und erst kurz vor Ende der Garzeit in das Curry geben, damit er nicht matschig wird.

Als Varianten kann man statt Joghurt auch Kokosmilch benutzen oder das ganze in eine etwas andere Richtung bringen in dem noch etwas Obst mitgegart wird (z.B. Mango in Spalten oder Ananas).

Jetzt hab ich Hunger gekriegt und muss einkaufen gehen. Schade, dass heute keiner für mich kocht. Angebote diesbezüglich sind gerne gesehen. Freiwillige?

Rezept-Request: Scharf-fruchtiges Curryhuhn

Heute gibt es hier den ersten Rezept-Request. Ich hoffe auf Beweisfotos vom Nachkochen 🙂

Dieses Rezept ist eines meiner Lieblingsessen seit ich klein war. Mein Vater musste es mir immer zum Geburtstag kochen und als ich älter wurde hat jeder Mann für den ich geschwärmt habe, dieses Essen serviert bekommen.

Es gibt zwei Möglichkeiten das Curryhähnchen zu machen. Als Geschnetzeltes in Soße oder als Hähnchenschenkel überbacken. Bei beiden ist die Soße jedoch die gleiche, deswegen fange ich hier damit an.

Hähnchen in Apfel-Curry-Soße

Wir brauchen:

  • 1 Gemüsezwiebel (das sind die gaaanz großen) oder 2-3 normale Speisezwiebeln
  • 2 Äpfel, bei Apfelsorten bin ich jetzt nicht unbedingt Fachfrau, aber es sollte bestenfalls mehlig und säuerlich sein
  • Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe, entweder aus dem Glas oder als Instantbrühe. Ich koche manchmal auch eine frische Hühnersuppe als Vorsuppe und benutze von dieser Brühe dann etwas
  • Ungefähr ein Becher Sahne, evtl. braucht man etwas weniger und für alle Fälle ist es nicht schlecht einen zweiten Becher in Reserve zu haben
  • 1 Packung frische Champignons oder (wer’s mag) ein Glas Pilze
  • 1 TL Currypaste oder etwas Currypulver, hierbei nicht das ganz billige no name Zeugs verwenden, das schmeckt nach nichts (am besten sind natürlich die richtig guten Currymischungen vom Gewürzhändler, es tun aber auch Ostmann oder Fuchs)
  • Wer besonderen Wert auf die schöne gelbe Farbe des Gerichts legt kann die Soße noch mit Kurkuma würzen. Dieser hat keinen übermäßigen Eigengeschmack (bzw. selbiger ist im Currypulver eh vorhanden) und bringt eine kräftige Farbe
  • Evtl. etwas Apfelsaft
  • Salz und Pfeffer

  • Entweder für die VARIANTE A) ausgelöste Hühnerbrust („Hühnchenbrustfilet“), pro Esser gute 200g oder VARIANTE B) Hähnchenschenkel, mindestens einer pro Kopf

So geht die Soße:

Die oben genannte Zutatenmenge reicht im Prinzip als Soße für 4 Portionen. Ich mach auch für 2 die gleiche Menge und freue mich am nächsten Tag einfach noch Soße mit Reis in die Pfanne zu hauen!

Zunächst die Champignons putzen (also mit einem Küchenkrepp abrubbeln), Stiel abschneiden und in Scheiben schneiden (wer das lieber mag, darf sie auch vierteln). Eine große Pfanne aufsetzen, etwas Öl rein geben und die Champignons bei mittlerer Hitze anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und erst mal an die Seite stellen, die brauchen wir erst später wieder.

Die Zwiebel(n) schälen und in Würfel schneiden. Diese müssen nicht ultrafein sein, da das Ganze später eh püriert wird. Je kleiner sie sind, desdo kürzer wird jedoch die Kochzeit. Zwiebelwürfel an die Seite stellen.

Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Jedes Viertel jetzt so halbieren, dass zwei flache Stücke entstehen, diese längs in Streifen schneiden und daraus Würfel schneiden.

Nun einen großen Topf aufsetzen, etwas Öl hineingeben (2 EL maximal) und die Zwiebeln auf mittlerer Hitze anbraten. Sobald die Zwiebeln glasig werden (also so leicht durchsichtig und glänzend) die Apfelstückchen dazu geben und beides braten lassen, bis es leicht anfängt zu bräunen. Jetzt etwa 1 EL Currypulver dazugeben (durch das anrösten kriegt das Gewürz mehr Geschmack) und kurz mit umrühren. Mit Brühe ablöschen (oder mit Wasser und dieses dann mit der Instantbrühe würzen).

Soviel Flüssigkeit dazugeben, dass die Apfel-Zwiebel-Mischung etwas mehr als knapp bedeckt ist. Deckel draufsetzen und gute 20 Minuten köcheln lassen. Wenn’s etwas länger draufsteht, macht das auch nichts aus (Hier VARIANTE A betrachten).

Wer Reis als Beilage essen möchte sollte diesen am besten kurz vor Ende dieser 20 Minuten aufsetzen.

Jetzt den Topf von der Hitze nehmen (wichtig, sonst spritzt das gleich ganz böse) und das Gemisch gut pürieren (hier am besten den Topf auf einer Seite etwas anheben und schiefstellen, das verhindert auch dort das Spritzen). Wieder auf die Hitze stellen und die Champignons dazugeben. Jetzt etwa einen halben Becher Sahne dazugeben, kurz aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und Curry abschmecken. Je nachdem wie man das Endergebnis haben möchte, kann man mit etwas Apfelsaft eine noch fruchtigere Note dazu bringen oder Schärfe mit Cayennepfeffer. Auch die Menge der Sahne richtet sich nach dem persönlichen Geschmack. Bei mir wandert in etwa ein Becher, also 200ml, hinein.
Entscheidet man sich für die Variante des Ofengerichts, würde ich einen Schuss mehr Sahne dazugeben, da diese im Ofen einen tollen Geschmack bekommt.

VARIANTE A)

Für das Geschnetzelte wird während der Köchelzeit des Apfel-Zwiebel-Gemischs das Huhn verarbeitet. Dazu die Hühnerbrüste zunächst waschen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Alle eventuell noch vorhandenen Sehnen wegschneiden und das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Alle Würfel in eine Schüssel tun und mit Salz, Pfeffer und Curry würzen. Gut durchrühren, damit sich alles gut verteilt. Nun in einer Pfanne portionsweise scharf anbraten (also Hitze in den oberen Hitzestufen des Herdes einstellen). Portionsweise heißt, dass die Fläche der Pfanne nicht mehr als zu zweidrittel bedeckt sein sollte, da die Pfanne sonst zu schnell runter kühlt und Fleisch statt zu braten anfängt zu kochen.

Das Fleisch soll in diesem Vorgang nicht komplett durchgaren sondern nur eine leichte Bräunung bekommen.

Nachdem die Soße quasi fertig ist, werden die angebratenen Fleischstücke hinein gegeben und das Ganze noch gut 20 Minuten bei niedriger Temperatur ziehen gelassen. Zum Ende hin einfach einen der größeren Fleischwürfel raus fischen, durchschneiden und gucken ob es gar ist (sollte dann innen komplett weiß sein).

VARIANTE B)

Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen!

Bevor die Soße aufgesetzt wird werden die Hähnchenschenkel gewaschen, trocken getupft und von allen Seiten mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß und etwas Curry gewürzt. Diese landen jetzt auf einem Blech oder in einer großen Auflaufform (hoher Rand ist von Vorteil) und wandern in den Ofen.

Währenddessen die Soße herstellen, und die Schenkel nach 30 Minuten einmal wenden, dann noch einmal 10-15 Minuten später wenden. Noch so lange drin lassen, dass die Haut oben eine schöne Farbe hat und knusprig ist.

Die Schenkel rausnehmen und kurz auf einem Teller zwischenlagern. Das Fett aus der Form komplett wegkippen, die Schenkel wieder reinlegen und mit der Soße  übergießen. Jetzt nochmal in den Ofen stellen und die Soße bräunen lassen.

Das Gericht ist zwar kein ‚Curry‘ im klassischen Sinne,  aber trotzdem fruchtig-scharf-schweinelecker.