Fiesta Mexicana II: Empanadas ChoMo

Meine Güte. Etwas ungeplant war ich wohl zwischendurch in der Sommerpause. Nun denn. Neue große Dinge stehen bevor. Darunter Projekte auf der Arbeit, die mich beschäftigen und auch nach Feierabend noch einiges an Kreativität fordern. Und bald geht es wieder für drei Wochen in die Staaten.

Neben meinem kleinen Bruder und meiner Schwägerin freue ich mich auch jetzt schon außerordentlich auf die Kulinarik, die mich im mittleren Westen erwartet. Phoenix wimmelt nur so vor mexikanischen Restaurants und als ich da gerade drüber nachdachte, fiel mir ein, dass ich hier schon seit Monaten ein Rezept auf der Halde liegen hab. Erinnert ihr euch vielleicht noch? Anfang des Jahres habe ich schon einmal von meiner mexikanischen Geburtstagsfeier im Dezember erzählt. Damals habe ich neben den schon vorgestellten Brownies auch reichlich Herzhaftes serviert. Unter anderem einen riesigen Gänsebräter voll Chili con Carne aber auch ein paar Snacks wie Tacitos und Empanadas.

Empanads sind mehr oder weniger mexikanische Calzone. Der Teig wird traditionell mit Schweineschmalz hergestellt, das gibt einen besonderen Geschmack, und gefüllt. Man kann die Taschen im Ofen backen oder frittieren. So hab ich’s gemacht:

Emapandas Mexicanas – ChoMo

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Das braucht ihr für 20 kleinere Empanadas

  • 420g Mehl (+ etwas zum Ausrollen)
  • eine Prise Salz
  • 125g Schweineschmalz
  • 50g Butter
  • 1 Ei
  • 4 – 5 EL eiskaltes Wasser
  • 500g Chorizo
  • etwas Öl
  • eine halbe Zwiebel
  • eine halbe grüne Paprika
  • 200g Mozzarella
  • eine Hand voll frisch gehackter Koriander
  • 4 EL Frischkäse
  • wer die Empanadas im Ofen backen möchte, braucht ein weiteres Ei zum Bestreichen

 

Den Schmalz und die Butter in kleine in Scheibchen Schneiden. Mehl und Salz mischen und das Fett sowie das Ei dazugeben. Mit einem Handmixer verrünhren bis es krümelig ist. Einen Schuss Wasser dazugeben und mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verrühren. In eine Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt etwa 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

Die Chorizo aus dem Darm lösen und klein bröseln/schneiden. Die Zwiebel hacken und in etwas Öl bei mittlerer Hitze in einer Pfanne auslassen. Die Chorizo dazugeben und auslassen. Zum Schluss die Paprika würfeln und für ein paar Minuten mitbraten und abschließend den Koriander unterrühren. Die Füllung gut abkühlen lassen, bevor sie weiter verwendet wird!

Den Teig dünn ausrollen und Kreise ausstechen. Die Mitte mit etwas Frischkäse bestreichen, etwas Mozzarella und einen Teelöffel der Chorizomischung daraufgeben. Den Teig wie eine Calzone überschlagen, möglichst so, dass keine Luft zwischen Teig und Füllung ist. Den Rand gut zusammendrücken und einrollen.

Die Empanadas lassen sich so wie sie nun sind prima einfrieren. Ansonsten entweder in 160°C heißem Öl frittieren, bis sie gold braun sind oder auf ein Backblech legen, mit Eigelb bestreichen und bei 180°C Ober- /Unterhitze etwa 30-40 Minuten backen.

 

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Fiesta Mexicana I: Kahlua Brownies

Von wegen das Beste kommt zum Schluss. Ich fange einfach mal mit dem Dessert an. So. Ha. Ich Rebell, ich. Das Gezetere um meine längere Blog-Abstinenz übergehen wir an dieser Stelle einfach und steigen dort ein, wo wir aufgehört haben.

Untitled designZu meinem Geburtstag habe ich mir etwas Besonderes überlegt. Leid war ich die ewig gleichen Winteressen, Braten und weihnachtlichen Dekorationen. Ich kann doch auch nicht dafür, dass mein Geburtstag kurz vor Weihnachten liegt! Endlich wollte ich auch Sommer-Feeling, Strandmusik und keinen lippischen Regenmatsch zu meiner Feier. Also habe ich der Sache kurzerhand ein Motto gegeben und meine Geburtstagsvor-Feier zur Fiesta Mexicana gemacht. Ja, Vorfeier. Auf einen Montag feiern hielt ich für ausgesprochen unklug (wobei ich das auch getan habe, allerdings in Hamburg). Und an den Weihnachtstagen oder Silvester nachfeiern ist ebenso ungünstig. Daher wurde das Ganze einfach vorverlegt und ich habe konsequent eine Woche durch Geburtstag gefeiert. Hat definitiv was für sich.

Zu so einer Fiesta Mexicana gehört neben der landestypischen Musik auch eine Getränkeauswahl und die dazu passenden Speisen. Bei einer stolzen Zahl von 20 Einladungen, die ich für meine muckelige Singlewohnung augesprochen habe, habe ich ich von einem Bankett oder Mehrgang-Menü abgesehen. Zu schwierig die Unterbringung aller Gäste in sitzender Position. Daher gab es ein in der Küche platziertes Büffet. Neben mexikanischem Fingerfood (Rezepte folgen alsbald) fand sich hier ein riesiger Bräter voll Chili con Carne und zum Dessert gab es köstliche Brownies. Das Grundrezept dazu habe ich aus der New York Times gemopst. Im Original ist es ein irischer Schokoladenkuchen, der mit Whisky gebacken wird. Meine abstrahierte Form ersetzt diesen mit Kahlua und bekommt etwas mehr Pfiff mit Zimt und Chili. Aber lest selbst.

Kahlua Brownies

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  • 340g Butter
  • 85g Back-Kakao
  • 100ml starker Kaffee
  • 110ml Kahlua
  • 200g weiße Zucker
  • 150g brauner Zucker
  • 240g Mehl
  • 1,5 TL Backsoda
  • 3/4 TL grobes Salz
  • 1/2 Chili, gehackt
  • 1 Nelke
  • 3 Eier
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 200g dunkle Schokolade
  • 1 TL Zimt

 

Butter mit Zucker, Schokolade, Kahlua und Kaffe schmelzen und auf Körpertemperatur abkühlen. Alle Gewürze dazu geben. Mehl mit Kakao und Backpulver mischen. Eier aufschlagen und die Hälfte des Mehls unterrühren. Die Schoko-Mischung langsam dazu geben. Restliches Mehl unterrühren. Eine Auflaufform oder ein Tiefes Blech mit Backrahmen fetten und mit Kakaopulver bestäuben. Die Teigmasse hineingeben und bei 170°C für etwa 45-50 Minuten backen.

Die Brownies halten sich noch gut eine Woche saftig frisch, wenn sie in einer Dose im Kühlschrank gelagert werden. Auch eine Reise nach Hamburg im warmem Auto haben sie gut überstanden.

Arrrrrrriba! Hot Tex-Mex Chili con Carne

Weiter geht’s mit der südamerikanischen Küche. Ein richtig gutes Chili essen, das klingt so viel einfacher als man denkt. Das, was ich bisher in Deutschland als Chili serviert bekommen habe, war in der Regel meistens nur Hack in Tomatensoße mit Bohnen. Leckere Gewürze, eine tolle Schärfe und das bisschen mexikanische Lebensfreude kann man dabei lange suchen. Ein gutes Chili lässt die Augenlieder flackern und ist ein bisschen wie guter Sex – heiß und eine Erinnerung wert.

Tatsächlich habe ich mein Grundrezept gar nicht aus Amerika mitgebracht, sondern bei einem Freund abgeguckt. Von ihm habe ich die tolle Idee, das Ganze mit Kaffee, Schokolade und Bier (!) zu würzen. Als Beilage gibt es bei mir in der Regel nur aufgebackene Brötchen oder Baguette. Wenn ich für Besuch koche, mache ich dazu gerne noch eine Guacamole und rühre ein bisschen Sour Cream an. Dazu ein paar Nachos und/oder Blätterteig-Käsestangen und alle sind glücklich 😉

Nun will ich euch aber gar nicht länger auf die Folter spannen, auf geht’s:

Chili con Carne

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Ihr braucht:

  • 300g Hack (250g tun es auch, wer’s fleischiger mag, nimmt 500g)
  • Etwas Öl
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 2 Piri-piri Chilis (bzw. je nach Vorliebe)
  • 1 TL Cumin (= Kreuzkümmel)
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Paprika rosenscharf
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • etwa 1 TL brauner Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Dose Bohnen (Chilibohnen oder Kidney, ihr könnt auch die Dose vermeiden und getrocknete selbst im Vorfeld über Nacht einweichen)
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400g)
  • 1 grüne Paprikaschote, ggf. mehr (ich habe noch eine rote dazu verwendet)
  • eine kleine Flasche (0,33) dunkles Bier (in meinem Fall Liebhardts dunkles Landbier, richtig lecker ist es auch mit Schwarzbier z.B. Köstritzer oder Liebhardts „Dat Schwatte“)
  • 1 Espresso
  • ca. 20g dunkle Scholoade (mindestens 50% Kakao, besser 70%)
  • Etwa 1/2 Tube Tomatenmark
  • Fischsauce (gibt’s im Asialaden)

Das Hack in einem großen Topf mit etwas Öl anbraten. Die Zwiebel währenddessen schälen und würfeln und dann dazu geben. Den Knoblauch und die Chilis fein hacken (für etwas weniger Schärfe die Chilis zuvor entkernen!) und ebenfalls mitbraten. Wenn das Hack leicht gebräunt und die Zwiebelwürfel glasig sind, die Gewürze dazugeben und anrösten. Die Bohnen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen, dann dazugeben. Mit dem Espresso ablöschen und diesen komplett einkochen lassen. Danach das Bier dazu geben und dieses kurz aufkochen lassen. Die Tomaten ebenfalls dazu geben, gut umrühren und auf kleinster Flamme mindestens 20 Minuten, bestenfalls bis zu einer Stunde köcheln lassen.

Die Paprika in kleine Würfel schneiden und zum Chili geben. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, dann soviel Tomatenmark dazu geben, dass eine angenehme Konsistenz entsteht. Etwas Salz und Pfeffer dazu geben und die Schokolade einrühren. Kurz ziehen lassen und mit der Fischsauce abschmecken.

Das kann man nun so als Eintopf essen oder mit Sour Cream, Guacamole und Cheddar toppen. Auch frischer Koriander oder Schnittlauch machen sich gut dazu.

Samstäglicher Kochanfall: Churros mit mexikanischer Schokoladensoße

Aus dem Nichts schleicht es sich an. Leise und ungeahnt, tappsend und dabei nicht zu hören. Herzklopfen, Gänsehaut. Die Finger werden unruhig, der Fuß wippt. Die Kopfhaut juckt. Ich versuche es zu ignorieren, dagegen an zu kämpfen. Einfach sitzen bleiben, an etwas anderes denken. Doch stark bleiben ist zu schwer. Und schon hat es mich gepackt. Der Kochanfall greift zu und reißt mich in seine Tiefen.

Den meisten deutschen Kochserien kann ich wenig bis gar nichts abgewinnen. Entweder versuchen sich totale Laien in seltsamen Gerichten, in Sendungen, die von Showköchen moderiert werden, oder eben diese Showköche liefern eine 60-minütige Selbstdarstellung ab. Jedoch habe ich ein Herz für die amerikanischen und australischen Formate. Gordon Ramsey, der Fernsehkoch, der meistens nicht einmal versucht sympathisch zu wirken, hat hier häufig eine Hand im Spiel. In Formaten wie Hell’s Kitchen oder MasterChef zeigen sich Profis und Hobbyköche, die wirklich etwas auf dem Kasten haben. Wer hier reinguckt, kann wirklich etwas lernen. Vor allem MasterChef Junior ist übrigens der absolute Hammer. Hier kochen Kinder ab 8 Jahren und bringen Sachen auf den Herd, an denen ich scheitern würde. Einfach mal bei Youtube reingucken.

Im Moment hänge ich an MasterChef Australia. Wenn man sich erst einmal an den australischen Akzent gewöhnt hat, ist diese Sedung absolute Inspiration. Genau daher habe ich heute auch meine Kochlust gezogen. Die Kandidaten hatten in einer Gruppenherausforderung die Aufgabe, mexikanisches Streetfood zu kochen und dies möglichst erträglich zu verkaufen. Eine Gruppe hat als Dessert „Churros“ gewählt und mich hat das daran erinnert, dass ich diese schon seit Längerem einmal selbst ausprobieren wollte. Also eine schnelle Netz-Recherche später ging es ab an den Herd. Folgendes kam dabei heraus.

Churros mit Schokoladensoße

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Für die Churros brauchen wir:

  • 240ml Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1,5 EL Öl
  • 1/2 TL Salz
  • 140g Mehl
  • Öl zum Frittieren
  • Zucker und ggf. Zimt

Für die Schokoladensoße brauche wir:

  • etwa 50ml Milch
  • 80-100g Zartbitterschokolade (70% Kakao)
  • 1 getrocknete Chilischote
  • einen Tropfen Vanilleextrakt (alternativ einen halben TL Vanillezucker)
  • einen kleinen Schuss Cointreau (bzw. Orangenlikör)
  • eine kleine Prise Salz

DSC_8567Der Teig ist  dem deutschen Brandteig relativ ähnlich. Das Wasser wird mit dem Zucker, Öl und Salz in einem Topf aufgekocht und dann von der Hitze genommen. Nun das Mehl auf einen Rutsch dazugeben und mit einem Holzlöffel solange kräftig rühren, bis der Teig sich mehr oder weniger zu einer Kugel formt. Den Teig kurz zum Abkühlen an die Seite stellen. Der Unterschied zum deutschen Brandteig besteht darin, DSC_8568dass zum Einen Öl statt Butter verwendet wird und zum Anderen keine Eier benutzt werden. Theoretisch kann man auch nach dem Einrühren des Mehls Eier dazugeben – diese arbeiten als Triebmittel und machen das Endergebnis fluffliger- aber in klassische Churros gehören sie nicht.In einer Pfanne (oder einem Frittiertopf oder einer Fritteuse) das Öl erhitzen.

Währenddessen die Soße vorbereiten: die Milch mit der Chili, der Vanille, dem Salz und dem Likör auf kleinster Stufe etwa 5DSC_8570 Minuten köcheln. Die heiße Milch von der Hitze nehmen und die Schokolade dazugeben. Langsam rühren bis die Schokolade sich komplett aufgelöst hat. Sollte die Soße viel zu dick sein, noch einen kleinen Schuss Milch dazu geben. Ist sie zu dünn, noch etwas Schokolade unterrühren. Aber Achtung! Die Soße dickt ein, wenn sie kälter wird.

Nun geht es mit den Churros weiter. Ich hab es so DSC_8571gemacht, dass ich die Churros zunächst auf ein Backpapier gespritzt habe. Dazu den Teig in einen Spritzbeutel mit breiter Tülle geben und etwa 10cm lange Streifen spritzen. Da ich nur einmal verwendbare Plastikbeutel mit recht kleiner Tülle hier hatte, war der Erfolg eher mäßig. Bei mir wurden die Churros sehr dünn und daher zu knusprig beim ausbacken. Am besten sollte ein Stoff-Spritzbeutel geeignet sein. Alternativ habe ich den Teig geteilt und zu einer dünnen Rolle gerollt. Hier habe ich in der gewünschten Länge Röllchen abgeschnitten und immer zwei miteinander verdreht. Gibt auch eine schöne Form. Klassisch werden die Churros direkt ins heiße Öl gespritzt.

DSC_8572Die vorbereiteten Churros portionsweise ausbacken. Am besten zunächst eine Testrunde mit 2-3 Gebäckteilchen machen und ggf. die Öltemperatur anpassen! Wenn sie aus dem Öl kommen, die Churros kurz auf einem Küchenpapier abtropfen und sofort in Zucker (oder einer Zimt-Zucker-Mischung) wenden. Ich wollte es nicht ganz so süß haben, und habe sie nur leicht mit Puderzucker bestäubt.

Die Soße in ein Töpfchen geben und die noch warmen Churros darein tunken.DSC_8579

Wrap it like Inga!

Ein toller Blogger hat eine super Formulierung in einem seiner Comics getroffen. Ich bin ein Bettmensch – halb Bett, halb Mensch. Jeden Sonntag ist das genau meine Devise. Sonntage sind für mich allein zu dem Zweck geschaffen, den ganzen Tag zwischen Bett, Bad und Küche hin und her zu taumeln.

Oft sind solche Sonntage auch mal Katertage und diese verlangen die kontinuerlich über den Tag verteilte Nahrungsaufnahme. Da ich sonntags aber auch nicht so richtig Lust zum kochen habe, und das am vergangenen Sonntag genau der Fall war, zeige ich euch heute ein super Rezept, das schnell geht, super vorzubereiten ist und auch das letzte bisschen Kater vertreibt.

Wraps á la Inga

Mit Inga kochen macht einfach Spaß. Inga kocht nämlich gerne und gut. Und außerdem probiert sie alles und wir finden immer einen tollen geschmacklichen Konsens. Als ich das erste Mal mit Inga kochen wollte, hat sie mir diese Wraps vorgeschlagen und seitdem kommen diese auch des Öfteren mal auf den Tisch.

Wir brauchen:

  • 300g gemischtes Gehacktes (in der vegetarischen Version einfach weglassen oder durch mehr Gemüse ersetzen)
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Peperoni oder Chili
  • 1 rote Paprika
  • 1 mittelgroße Zucchini
  • 6 Tomaten
  • 1 – 2 reife Avocados (ich nehme immer die schwaren Hassavocados. Wichtig: sie sollte sehr sehr reif sein, also sich schon ziemlich weich anfühlen)
  • ½ Zitrone
  • 1 Becher Créme Fraîche
  • 6 Tortilla Wraps
  • 200g Schafkäse/Feta
  • etwas Blattsalat
  • Salz und Pfeffer
  • Cayenne Pfeffer
  • Paprika edelsüß

Die Menge reicht etwa für 6 Wraps aus, wir schaffen meistens jeder 2, manchmal auch nur einen. Die Füllung und die Crémes lassen sich aber auch super über Nacht im Kühlschrank aufbewaren und können als Mitternachtssnack oder am nächsten Tag noch verspeist werden.

Ich mache immer zwei Füllungen, sprich separiere das Gemüse und das Hack. Dadurch kann jeder beim Füllen selbst über das Verhältnis entscheiden.

Zunächst wird fleißig geschnippelt. Dazu Tomaten halbieren und entkernen, in Streifen und Würfel schneiden (entkernt wird, damit das Ganze nicht zu flüssig wird in der Pfanne). Zucchini und Paprika waschen und ebenfalls in Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln (ginge auch in Streifen, wenn man den Zwiebelbiss mag).

Die Chili längs halbieren und entkernen, anschließend sehr fein hacken.

Die Avocado halbieren, den Kern rausnehmen (dazu mit einem großen Messer in den Kern hacken und das Messer als Hebel benutzen). Mit einem Löffel die Avocado aus der Schale kratzen und in eine Schüssel geben. Den Saft einer halben Zitrone dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Mit einer Gabel alles fein zerdrücken und vermengen. Wer mag kann hier Chili oder/und Zwiebeln dazu geben um sich einer klassisch-mexikanischen Guacamole zu nähern – wir bleiben hier aber etwas puristischer im Geschmack.

Die Creme Fraîche in einer Schüssel mit Salz, Pfeffer und Cayenne Pfeffer abschmecken.

In einer großen Pfanne Öl erhitzen, das Hackfleisch dazu geben. Wenn dieses krümelig gebraten ist, die Zwiebel und die Hälfte der Chili dazugeben. Weiter braten bis alles gar und leicht gebräunt ist, mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß würzen. Hier könnte man noch prima glatte Petersilie oder Koriander untermengen.

Währenddessen in einer zweiten Pfanne Öl erhitzen und hier die Zucchini- und Paprikawürfel scharf anbraten. Je nach persönlicher Vorliebe mehr oder weniger lange braten lassen und kurz vor Schluss die Tomaten und Chili dazugeben. Gut durchrühren und würzen. (Man könnte die Tomaten, wie in meinem Bild, natürlich genauso gut unter das Hack geben)

Den Schafkäse in Würfel schneiden, den Eisbergsalat waschen und mundgerecht schneiden.

Jetzt stehen alle Füllungen parat. Nun

werden die Wraps aufgewärmt. Das geht im Ofen bei etwa 180°c Ober-/Unterhitze in maximal 5 Minuten, oder in der Mikrowelle für ungefähr eine Minute. Hier etwas aufpassen, wenn sie zulange drin liegen werden sie hart.

Anschließend den Wrap mit Guacamole bestreichen, die Gemüse- und Hackfüllung auf einer Hälfte verteilen, etwas Schafkäse darüber legen und Creme Fraîche drübertröpfeln. Wer das Ganze knackig haben  möchte, verteilt nun hier noch etwas Eisberg. Den Wrap jetzt aufrollen und irgendwie versuchen ihn zu essen ohne auf dem Weg zum Mund die gesamte Füllung einzubüßen.

Das klingt alles weitaus komplizierter als es ist. Die einzige Arbeit ist das Schnippeln, aber das kann man sich ja auch gemütlich über den Tag verteilen. Wunderbar geeignet ist dieses Rezept auch für kleinere Parties oder Spieleabende, da alles vorbereitet und zum Buffet aufgebaut werden kann, so dass ich jeder seinen Wrap selbst zusammenbaut.

Guten Hunger!