Arrrrrrriba! Hot Tex-Mex Chili con Carne

Weiter geht’s mit der südamerikanischen Küche. Ein richtig gutes Chili essen, das klingt so viel einfacher als man denkt. Das, was ich bisher in Deutschland als Chili serviert bekommen habe, war in der Regel meistens nur Hack in Tomatensoße mit Bohnen. Leckere Gewürze, eine tolle Schärfe und das bisschen mexikanische Lebensfreude kann man dabei lange suchen. Ein gutes Chili lässt die Augenlieder flackern und ist ein bisschen wie guter Sex – heiß und eine Erinnerung wert.

Tatsächlich habe ich mein Grundrezept gar nicht aus Amerika mitgebracht, sondern bei einem Freund abgeguckt. Von ihm habe ich die tolle Idee, das Ganze mit Kaffee, Schokolade und Bier (!) zu würzen. Als Beilage gibt es bei mir in der Regel nur aufgebackene Brötchen oder Baguette. Wenn ich für Besuch koche, mache ich dazu gerne noch eine Guacamole und rühre ein bisschen Sour Cream an. Dazu ein paar Nachos und/oder Blätterteig-Käsestangen und alle sind glücklich 😉

Nun will ich euch aber gar nicht länger auf die Folter spannen, auf geht’s:

Chili con Carne

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Ihr braucht:

  • 300g Hack (250g tun es auch, wer’s fleischiger mag, nimmt 500g)
  • Etwas Öl
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 2 Piri-piri Chilis (bzw. je nach Vorliebe)
  • 1 TL Cumin (= Kreuzkümmel)
  • 1/2 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Paprika rosenscharf
  • 1 TL Paprika edelsüß
  • etwa 1 TL brauner Zucker
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Dose Bohnen (Chilibohnen oder Kidney, ihr könnt auch die Dose vermeiden und getrocknete selbst im Vorfeld über Nacht einweichen)
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400g)
  • 1 grüne Paprikaschote, ggf. mehr (ich habe noch eine rote dazu verwendet)
  • eine kleine Flasche (0,33) dunkles Bier (in meinem Fall Liebhardts dunkles Landbier, richtig lecker ist es auch mit Schwarzbier z.B. Köstritzer oder Liebhardts „Dat Schwatte“)
  • 1 Espresso
  • ca. 20g dunkle Scholoade (mindestens 50% Kakao, besser 70%)
  • Etwa 1/2 Tube Tomatenmark
  • Fischsauce (gibt’s im Asialaden)

Das Hack in einem großen Topf mit etwas Öl anbraten. Die Zwiebel währenddessen schälen und würfeln und dann dazu geben. Den Knoblauch und die Chilis fein hacken (für etwas weniger Schärfe die Chilis zuvor entkernen!) und ebenfalls mitbraten. Wenn das Hack leicht gebräunt und die Zwiebelwürfel glasig sind, die Gewürze dazugeben und anrösten. Die Bohnen in einem Sieb unter fließendem Wasser abspülen und abtropfen lassen, dann dazugeben. Mit dem Espresso ablöschen und diesen komplett einkochen lassen. Danach das Bier dazu geben und dieses kurz aufkochen lassen. Die Tomaten ebenfalls dazu geben, gut umrühren und auf kleinster Flamme mindestens 20 Minuten, bestenfalls bis zu einer Stunde köcheln lassen.

Die Paprika in kleine Würfel schneiden und zum Chili geben. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, dann soviel Tomatenmark dazu geben, dass eine angenehme Konsistenz entsteht. Etwas Salz und Pfeffer dazu geben und die Schokolade einrühren. Kurz ziehen lassen und mit der Fischsauce abschmecken.

Das kann man nun so als Eintopf essen oder mit Sour Cream, Guacamole und Cheddar toppen. Auch frischer Koriander oder Schnittlauch machen sich gut dazu.

Sweet ’n‘ Spicy Cornbread Muffins

So. Ein zweiter Versuch. Nachdem ich just die tolle WordPress-App für Android ausprobiert und einen ganzen Beitrag mit der Spracheingabe gebloggt habe, der dann komplett leer auf der Website erschienen ist (grrrr), gehe ich jetzt doch zur konventionelleren Methode über.

Wie bereits auf meiner Facebookseite angekündigt, habe ich nun die fantastischen Cornbread Muffins aus dem Damn Delicious-Blog nachgekocht. Im Vergleich zum Originalrezept habe ich allerdings die Zuckermenge deutlich verringert und stattdessen ein wenig Mais dazugegeben. Die kleinen scharfen Küchlein gibt’s morgen als Snack oder Beilage zum Brisket, das im Smoker gegart wird.

Sweet ’n‘ Spicy Cornbread Muffins

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Das braucht ihr für 12 Muffins

  • 125g Weizenmehl
  • 125g Maismehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 Backpulver (bzw. das amerikanische Baking Soda)
  • 250ml Buttermilch
  • 60g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 TL Honig
  • 2 Eier
  • 1/2 Jalapeno für den Teig und ggf. eine für die Deko
  • 50g Cheddar

Mehl, Salz und Backpulver in einer großen Schüssel vermischen. Währenddessen die Butter schmelzen und mit der Buttermilch, den Eiern, dem Zucker und dem Honig verschlagen. In die Mehlmischung eine Mulde machen und die Flüssigkeit langsam hereinlaufen lassen.    Dabei cornbread4umrühren und nach und nach etwas mehr Mehl einrühren. Das Originalrezept sieht vor, dies nur mit einem Teigschaber/Holzlöffel zu machen und ich habe mich auch daran gehalten. Mit einem Mixer könnte der Teig zu schnell überarbeitet werden, das heißt, dass das Mehl aufbricht und sich anders verhält.

Zum Schluss die Jalapeno fein hacken und zusammen mit dem Käse vorsichtig unterrühren. Wer’s machen möchte wie ich, gibt noch etwa 2 EL Mais dazu.

Den Teig in ein (ggf. leicht geöltes) Muffinblech geben, eventuell je ecornbread3inen feinen Jalapeno-Ring zur Deko darauf legen und bei 190°C Ober-/Unterhitze für 15 – 20 Minuten backen. Die Muffins sollten gold-gelb sein. Wer mag kann vor dem Servieren etwas Honig darüber träufeln – ich lasse diesen Schritt weg, da mir persönlich das zu süß werden würde.

Das war’s auch schon. Jetzt heißt es für mich abwarten bis morgen und mal gucken, cornbreadwas die anderen davon halten. Im Kühlschrank schlummert als weitere Beilage noch ein viel zu großer Berg roter Coleslaw und eine Etage tiefer wartet meine Salted Caramel Icecream auf ihren Auftritt. Das kann nur ein fantastischer Abend werden!

Viethaindischer Rinder Curry(-Eintopf)

Heute gibt’s von mir (mal wieder) ein Curry. Meine Tante hat mir vor kurzem ein Rezept für ein „vietnamesisches Rindergulasch“ zukommen lassen. Da ich ja bekanntermaßen nicht so wirklich dazu in der Lage bin stringent nach Rezepten zu kochen, habe ich das Ganze etwas abgewandelt. Ob das Originalrezept jemals vietnamesisch war, wage ich nicht zu beurteilen und auch in meiner Variante habe ich mir sowohl aus der indischen als auch der thailändischen Currykultur etwas geklaut. Was dabei rauskam ist sau lecker, aber eher ein

Rinder Curry-Eintopf mit Gemüse
 (auf dem Bild in der Variante als klassisches Curry mit Reisbeilage)


Wir brauchen

  •  einen Schuss Öl/Butterschmalz/Ghee
  •  2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 rote Chilis
  • ein etwa daumengroßes Stück Ingwer
  • 1-2 Stangen Zitronengras
  • 2 EL Currypaste (Korma oder Red Thai)
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 Dose ungesüßte Kokosmilch (400 ml)
  • 400 ml Wasser
  • 500g Rindergulasch
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1 Zucchini
  • 1 Bund Koriander
  • Fischsoße (gibt’s im Asialaden; ist quasi das asiatische Maggi)

Die Zwiebeln würfeln und in etwas Öl auf mittlerer Flamme glasig braten. Währenddessen Chili, Knoblauch und Ingwer fein hacken und zu den Zwiebeln geben. Braten lassen, bis es ganz leicht anfängt Farbe zu nehmen, dann den gemahlenen Koriander und die Currypaste einrühren und alles etwas brutzeln lassen.

 (die vollen Aromen der Currypaste kommen erst durch das Anbraten richtig heraus)

Das Zitronenglas (ggf. halbieren, je nach Topfgröße) anschlagen (=> die flache Seite eines breiten Messers auf die Stangen legen und darauf klopfen, so dass die Stangen etwas aufbrechen) und mit dazu geben. Nun das Gulasch mitbraten, so dass es quasi in der paste ‚mariniert‘ wird. Kokosmilch, Zucker und Wasser dazu geben, auf kleinste Flamme stellen und das Ganze mit Deckel für gut 2 Stunden köcheln lassen. Die genaue Kochzeit richtet sich nach Art (bei Gulasch meist Keule, Nacken, Bug oder Wade) und Qualität des Fleisches.

Paprika und Zucchini putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Sobald das Fleisch zart geschmort ist das Gemüse dazugeben und alles für weitere 5-10 Minuten köcheln lassen (je nach gewünschter Bissfestigkeit). Mit der Fischsoße und ggf. etwas Salz abschmecken und ganz zum Schluss den Koriader grob durchhacken und unterrühren.

Mit Reis kann man dieses Gericht entweder als normales Curry essen oder eher wie einen Eintopf, da die Soße recht reichlich und flüssig ist. Mir persönlich hat’s als Eintopf mit nur wenig Reis als Einlage am besten geschmeckt!

Zum klassischen ungarischen Gulasch geht es HIER (Klick mich!)

Fruchtig-scharfes Pflaumenchutney

Der Hochsommer bringt uns so allerlei an Obst und Gemüse. So langsam reifen die ersten Zwetschgen an den Bäumen (was ein herrlich Wort, das mir schon so oft einen Knoten in der Zunge verursacht hat) und ich hab’ mir mal wieder eine kleine Leckerei ausgedacht, die sich besonders gut zum Grillen macht. Statt immer nur Ketchup und Steaksoße bin ich ein totaler Fan von Chutneys und Dips und allem was den gewissen Kick bringt. Egal ob warm oder kalt, zum Direktverzehr oder Einmachen – es gibt

Fruchtig-scharfes Pflaumenchutney
(im Bild mit Grillkäse, Ruccolasalat und geschmorten Coktailtomaten)

Wir brauchen

  • 250g getrocknete Pflaumen (oder ½ Kg frische Zwetschgen)
  • 250g Zwiebel
  • 1 Chili (bzw. nach Geschmack, bei mir kamen 3 getrocknete rein)
  • 1 Lorbeerblatt
  • ⅛ L Rotwein
  • ½ TL getrockneter Thymian
  • 3 Nelken
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Öl oder Butter

Wer getrocknete Pflaumen verwendet: Zunächst etwas Wasser aufkochen und die Pflaumen damit übergießen, so dass sie knapp bedeckt sind. Etwa 30 Minuten einweichen lassen. Tipp: ich habe noch eine Hand voll getrockneter, entkernter Datteln dazugegeben, um ein bisschen Orient-Geschmack und eine andere Süße zu erhalten.

Die Zwiebel(n) schälen und in Streifen schneiden. Diese in dem Öl bei mittlerer Hitze in einem kleine Topf langsam schmoren (es geht nicht um “Röstaromen”, sondern einen ganz weichen Biss und die zwiebeleigene Süße) lassen. Die Chili(s) fein hacken und dazu geben. Die Pflaumen (ggf. entkernen und) grob durchhacken und dazu geben. Kurz mit braten lassen und anschließend mit dem Rotwein aufgießen. Wer die getrockneten Pflaumen verwendet, eventuell noch etwas von dem Einweichwasser dazugeben, so dass alles knapp bedeckt ist. Bei frischen Pflaumen reicht in der Regel der eigene Wassergehalt.

Nun das Lorbeerblatt und den Thymian dazugeben, die Nelken am besten in einen kleinen Leinenbeutel oder Teelfilter geben und in die Kochflüssigkeit geben und das ganze mit Deckel für etwa 1 – 1,5 Stunden auf kleinster Flamme köcheln lassen. Gelegentlich umrühren damit nichts anbrennt. Durch die lange Kochzeit lösen die Zwiebeln sich teilweise auf und sorgen so für eine marmeladenartige Bindung. Je nachdem wie grob die Pflaumen gehackt wurden, bleibt das Chutney stückiger oder wird fein. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Pflaumenchutney passt zu Grillkäse und Fleisch, als Dip für Brot oder kann in Soßen eingerührt werden, um diese zu binden und zu geschmacklich aufzupeppen. Durch den hohen Zuckergehalt der Früchte und das lange köcheln sollte sich das Chutney in Gläsern gut verschlossen im Kühlschrank einige Tage halten.

Auf der Basis dieses Rezeptes lassen sich auch andere Chutneys kochen. Zum Beispiel mit Mango – einfach Lorbeer und Thymian gegen Currypaste und Knoblauch austauschen.

 

Scharfes Rindergulasch mit Paprika/Beef-goulash with bell peppers

Passend zum bezaubernden Regenwetter da draußen gibt’s von mir heute nochmal ein Gulaschrezept – diesmal allerdings ein eher ‚klassisches‘.

Ansonsten halte ich mich auch mal etwas kürzer, einzig sei noch gesagt, dass unterhalb dieses Rezepts das Ganze nochmal auf Englisch zu finden ist, da ich auf Nachfrage meines Bruders für einen Freund in den USA dieses Rezept übersetze (oder es zumindest versuche, mal gucken)

Rindergulasch mit Paprika

(for the English version scroll down)

Wir brauchen (für 4 gute Esser)

  • 1 Kg Rindfleisch, alles was in die Richtung Schmorbraten geht eignet sich. Also bestenfalls Rindernacken, ansonsten tut’s auch Wade oder Bug (z.B. falsches Filet)
  • 1 Kg Zwiebeln
  • 3 Paprika (essentiell sind eigtl nur 1-1,5 Schoten, der Rest ist quasi Einlage und wird nicht zwingend gebraucht)
  • einen EL Tomatenmark
  • 1 Glas Rotwein
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Chilischoten (bzw. nach Geschmack und Schärfeverträglichkeit)
  • Kümmel
  • Majoran
  • Paprikapulver edelsüß
  • Paprikapulver rosenscharf
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und Pfeffer
  • evtl. eine Prise Zucker

Die Zwiebeln fein würfeln (ja, man braucht wirklich so viel. Die Gulaschregel heißt: Verhältnis Zwiebeln:Gulasch = 1:1) und in einem großen Topf bei mittlerer Hitze in etwas Öl oder Butterschmalz lange braten, bis sie sehr glasig sind und leicht anfangen zu bräunen.

Währenddessen das Rindfleisch in Würfel schneiden (Größe je nachdem wie es beliebt, meine sind immer so 4x4cm). Eine große Pfanne auf höchste Flamme aufsetzen und in etwas Öl das Gulasch portionsweise nach und nach scharf von allen Seiten anbraten. In einer Schüssel an die Seite stellen.

Den Knoblauch und die Chili sehr fein hacken und zu den glasigen Zwiebeln geben.

Nun die Paprika, bzw 1-1,5 Paprikaschoten (ich nehme immer rote, die bringen etwas mehr Süße mit, wobei die grünen immer leicht ins Bittere gehen) entkernen und in feine Würfel schneiden (so klein wie die Zwiebeln am besten, denn sie sollen auch völlig verkochen). Die Paprikawürfel zu den Zwiebeln geben und eine Weile mitdünsten. Hier jetzt alle Gewürze zugeben. Also eine Prise Kümmel, etwa ein halber TL Majoran, je ein EL von den Paprika Pulvern und das Lorbeerblatt. Diese Kurz mitrösten und anschließend das Tomatenmark unterrühren. Auch dieses etwas Hitze nehmen lassen.

Nun das Fleisch zu der Masse geben und gut durchrühren, bis alles sehr heiß ist. Den Rotwein aufgießen und das ganze mit Wasser auffüllen, so dass das Fleisch gerade so bedeckt ist. (Tipp: die Pfanne in der das Fleisch angebraten wurde mit Wasser ablöschen und dieses zum Gulasch geben, das bringt nochmal einiges an Röstaromen mit)

Einen Deckel auf den Topf setzen, das Ganze einmal aufkochen lassen und dann auf kleinste Flamme stellen. Nun alles für gute 3 Stunden simmern lassen und nur zwischendurch mal umrühren.

Nach dieser Zeit einen Fleischwürfel rausfischen und probieren, ob es schon weich genug geworden ist.

Zum Schluss wird alles mit Salz und Pfeffer und ggf. Zucker gewürzt. Falls es trotz der hohen Zwiebelmenge nicht sämig genug ist, kann man hier noch mit der Zugabe weiteren Tomatenmarks eindicken (oder Soßenbinder benutzen, wenn man das mag).

Ich persönlich mag das immer ganz gerne, wenn Gulasch nicht nur fleischig ist und schneide mit noch den anderen Teil der Paprika in grobe Stücke, sowie einige Champignons in Scheiben, brate diese und gebe sie auf das Gulasch (wenn alle Mitesser das mögen, kann man das Gemüse auch einfach die letzte halbe Stunde/20 Minuten mitgaren).

Falls alles zu scharf geworden ist, hilft etwas Créme Fraîche oder Sahne um die Schärfe rauszunehmen.

Als Beilage gibt es hier meistens Zweierlei. Maccaroni und Salzkartoffeln (ich mische mir beides auf einem Teller mit dem Gulasch – klingt komisch, aber schmeckt ;)).

Das Rezept ist mit Sicherheit kein ungarisches Original oder ähnliches, aber auf jeden Fall ziemlich lecker. Entstanden ist das aus einer Mischung des Gulaschs mit dem ich groß geworden bin (wobei mein Vater früher meistens halb Schwein/halb Rind genommen hat) und allem was ich mir über die Jahre mal zu dem Thema angelesen habe.

Guten Hunger!

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Now, let’s try this in English.

For this is my first recipe in this language, don’t judge me too hard, I’m definitely not used to kitchen-vocabulary.

Beef-goulash with bell peppers

what you need (I hope you can work with the measurement, since I’m totally confused how to convert it):

  • 1 kg of beef (best would be chuck or shank, anything that could be used for stews)
  • 1 kg of onions
  • 3 bell peppers (preferably red ones)
  • 1 tablespoon tomato paste
  • 1 cup of red wine (it does not have to be a really expensive one, but should still be tasty and dry, not sweet!)
  • 1 clove of garlic
  • 2 chili peppers/habaneros (or the amount you think you can handle ;))
  • a pinch of caraway seeds
  • half a teaspoon of dried marjoram
  • 1 tablespoon of sweet paprika
  • 1 tablespoon of rose (hungarian) paprika
  • 1 bay leaf
  • salt + pepper
  • a pinch of sugar

Start with chopping the onions into really small pieces. Take a large pot and put some oil or ghee in it. Heat it up (but only with medium heat) and cook the onions for quite a while, until they start to become brownish.

Meanwhile, cut the beef in dices (size depends on your taste) and fry it in a large pan with a lot of heat. The beef should only be crunchy from the outside but still rare inside. Afterwards put it aside in a bowl or on a plate.

Chop the garlic and the chili peppers into small pieces and put them in the pot with the onions.

Now chop half of the bell peppers (really small pieces again) and put them to the onions as well. Continue by adding all of the spices except for salt, pepper and sugar, and let them roast for a while.

Put the beef in the pot as well and when it gets really hot and is frying, deglaze the goulash with the red wine. Fill it up with water so that the ingredients are barely piled with liquid.

Now put a lid on the pot and wait, till it starts cooking. Then put down the heat to the lowest degree and let it boil slightly for about 3 hours. Now try and eat a piece of the beef. When it’s soft enough, spice the goulash up with salt, pepper and a pinch of sugar.

Chop the rest of the bell peppers in not to fine slices and roast it. Garnish the goulash with it. (You can also add some cooked mushrooms to that to vary in the consistency).

If the sauce is still too liquid you can add some more tomato paste or just use corn flour or gravy thickener, whatever you prefer and like.

This dish goes perfect with some boiled potatoes or noodles like maccaroni! 

Linguine aglio, olio e peperoncino

Auf Nachfrage gibt es jetzt in einer schnellen Fassung ein leckeres sommerliches italienisches Pastagericht, was in 25 Minuten fertig auf dem Tisch steht.

Klassisch  ist aglio, olio e peperoncino wie der Name es schon sagt eine Paste, die ohne großes Soßentheater funktioniert und nur mit Knoblauch, Olivenöl und Chili gewürzt wird. In meiner Version hab ich einfach noch verarbeitet, worauf wir hunger hatten. So spielen hier noch Tomaten, Pilze und Rucola eine Rolle. Passt aber alles wirklich gut zusammen

Leider ist das Foto diesmal nur ein schneller Iphone-Snapshot aus der Pfanne geworden. Das Gericht ging so schnell, da kam ich nicht zum fotografieren.

Linguine aglio, olio e peperoncino

Wir brauchen (für 2-3 Portionen):

  • 250g Nudeln, bevorzugt Linguine oder Tagliatelle, Spaghetti gingen auch (die mag ich nur nicht)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • eine kleine Zwiebel
  • 2 Chili (bzw. je nach Geschmack, was man an Schärfe mag und verträgt)
  • Olivenöl
  • 250g Coktailtomaten (diese ganz kleinen)
  • 2 Hand voll Champignons
  • 1 Hand voll Pfifferlinge
  • einen kleinen Schuss Weißwein oder Balsamico Essig
  • eine Hand voll Rucola (gewaschen und Stile abgeschnitten)
  • evtl. Parmesan
  • Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker

Für die Nudeln einen großen Topf Wasser mit ausreichend Salz aufsetzen und zum kochen bringen. Währenddessen die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch und die Chili sehr fein hacken.

Die Nudeln ins Wasser geben und eine große Pfanne auf halber Hitze aufsetzen (z.B. Stufe 3 von 6).

Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in die Pfanne geben und zunächst die Zwiebeln darin schmoren. Wenn diese glasig werden, Knoblauch und Chili dazugeben.

Die Pfifferlinge abreiben (oder mti einen Pinsel die Erde abstäuben), die Champignons abputzen und in Scheiben schneiden. Beides mit in die Pfanne geben und braten lassen. Wenn die Pilze gar sind, die Coktailtomaten halbieren und dazu geben. Eventuell die Temperatur etwas hochziehen. Die Tomaten sollten teilweise ein bisschen zerschmoren, sodass alles leicht soßig wird.

Hier nun den Wein oder Essig dazugeben (wirklich nur ganz wenig, es soll nur eine leichte Säure dazukommen). Evtl noch etwas Olivenöl dazugeben. Alles mit Salz, Pfeffer und ein bisschen Zucker würzen.

Die Nudeln abgießen (sollten noch gut bissfest sein, also quasi kurz vor fertig) und direkt ohne abspülen und ruhig leicht nass mit in die Pfanne geben. Nudeln einen Moment mit dem Rest auf kleiner Flamme ziehen lassen, dabei gut umrühren.

Ganz zum Schluss den Rucola unterrühren (wer den knackig haben möchte, kann ihn auch auf den Teller obenauf geben).

Ich denke, ganz lecker wäre auch noch frischer Parmesan oben drüber.

So schnell und günstig kann ein leckeres Pastagericht gehen, ohne dass man eine Fertigsoße o.ä. benutzen müsste! Natürlich kann man auch hier variieren, die Pfifferlinge müssen nicht unbedingt sein (haben eben im Moment Saision, da bietet sich das an). Auch den Rucola kann man weglassen, oder evtl durch frischen Spinat ersetzen. Essentiell sind, wie oben schon erwähnt, Knoblauch, Chili und Oliven.

Oriental Food: Indisches Curry nach Inga

Letzte Woche durfte ich endlich die indische Küche  für mich entdecken, denn Inga hat für mich gekocht. Leider waren wir etwas in Zeitnot, daher wurde sehr flott gearbeitet und es blieb keine Zeit für Bilder während des Produktionsprozesses.

Indisches Curry mit Huhn

 

Wir brauchen (die Menge reicht gut für 6 Portionen):

  • zum anbraten Ghee oder geklärte Butter oder Butterschmalz oder zur Not Butter mit Öl gemischt
  • 3 kleine oder zwei große Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein etwa daumengroßes Stück frischer Ingwer
  • 2 grüne Chili (ok, wir hatten 3 drin. Kommt immer drauf an, wie scharf man es mag)
  • 1 Bund frischen Koriander
  • 750g Huhn
  • 3 Paprikaschoten
  • 2 Dosen Pizzatomaten/stückige Tomaten, ungewürzt (á 400g)
  • 2 Becher Joghurt (als 300-400g; wir haben griechischen Joghurt verwendet, der hat mehr Fett)
  • evtl. Mandelblätter zum dekorieren

außerdem folgende Gewürze:

  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Currymischung (also Currypulver, aber bitte nicht das ganz billige von Tip, das schmeckt nach nichts)
  • Koriandersamen, gemahlen (heißt meistens nur Koriander, gemahlen)
  • Kreuzkümmel
  • Curcuma (das ist das, was das Currypulver gelb macht)
  • evtl. Korianderpaste
  • Currypaste
  • evtl. getrocknete Chiliflocken oder Chilipulver

Zunächst wird fleißig geschnippelt. Die Zwiebeln fein würfeln, den Knoblauch sehr fein hacken.

 (Trick: erst irgendwie in Streifen/Scheiben/Würfel schneiden und dann mit dem flachen Messer fest auf das Arbeitsbrett quetschen, so lässt er sich viel leichter hacken)

Den Ingwer schälen und fein hacken.

Die Chilis entkernen (halbieren und die Kerne rauskratzen) und ebenfalls fein hacken.

Einen großen Topf auf halber Hitze aufsetzen und etwas Fett darin erhitzen. Als erstes die Zwiebel dazu geben, wenn diese glasig wird, den Knoblauch und den Ingwer dazugeben und alles leicht anbräunen lassen. Von allen Gewürzen etwas dazu geben (Salz, Pfeffer und Zucker kommen erst später zum abschmecken, ansonsten von allem erstmal einen TL, Koriander etwa 2 TL und von der Currypaste gut 1,5-2 EL). Die Gewürze jetzt eine Weile mitrösten lassen. Währenddessen das Fleisch von etwaigen Sehen befreien, in mundgerechte Würfel schneiden und anschließend mit in den Topf geben, so dass das Fleisch die Gewürze gut annehmen kann. Fleisch von allen Seiten anbraten und die Temperatur runternehmen.

Die Paprika länger halbieren, entkernen, Waschen und in Streifen schneiden. Mit in den Topf geben und kurz mitrösten lassen. Beide Dosen Tomaten dazugeben Deckel aufsetzen und gut 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Den frischen Koriander hacken, evtl. ein paar Blätter zur Deko überlassen. Ein halber Bund sollte reichen, wer allerdings keine Korianderpaste bei den Gewürzen verwendet hat nimmt einfach einen ganzen Bund.

Die Temperatur jetzt fast ganz wegnehmen (bei einem Elektroherd reicht die Resthitze, bei einem Gasherd einfach auf ganz kleine Flamme gehen) und den Joghurt einrühren (dieser darf auf keinen Fall mehr wild kochen, sonst flockt er aus). Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Mit den Chiliflocken kann jetzt noch an der Schärfe gefeilt werden, kräftiger im Geschmack wird es durch etwas mehr Currypaste. Als letztes den gehackten Koriander unterrühren.

Bei uns gab es dazu Basmati&Wildreis von Oryzo, der hat extrem gut gepasst. Zur Deko kann man ein paar Mandelblätter drüberstreuen, die geben auch einen schönen Knack beim essen.

Wer das weniger fleischlastig möchte, kann auch einen Teil des Huhns mit Gemüse ersetzen. Ich Könnte mir gut vorstellen, dass man nur 300-500g Fleisch nimmt und den Rest mit Brokkoli ergänzt (diesen würde ich kurz vorblanchieren (=> kurz in kochendes Wasser geben)  und erst kurz vor Ende der Garzeit in das Curry geben, damit er nicht matschig wird.

Als Varianten kann man statt Joghurt auch Kokosmilch benutzen oder das ganze in eine etwas andere Richtung bringen in dem noch etwas Obst mitgegart wird (z.B. Mango in Spalten oder Ananas).

Jetzt hab ich Hunger gekriegt und muss einkaufen gehen. Schade, dass heute keiner für mich kocht. Angebote diesbezüglich sind gerne gesehen. Freiwillige?