Fiesta Mexicana I: Kahlua Brownies

Von wegen das Beste kommt zum Schluss. Ich fange einfach mal mit dem Dessert an. So. Ha. Ich Rebell, ich. Das Gezetere um meine längere Blog-Abstinenz übergehen wir an dieser Stelle einfach und steigen dort ein, wo wir aufgehört haben.

Untitled designZu meinem Geburtstag habe ich mir etwas Besonderes überlegt. Leid war ich die ewig gleichen Winteressen, Braten und weihnachtlichen Dekorationen. Ich kann doch auch nicht dafür, dass mein Geburtstag kurz vor Weihnachten liegt! Endlich wollte ich auch Sommer-Feeling, Strandmusik und keinen lippischen Regenmatsch zu meiner Feier. Also habe ich der Sache kurzerhand ein Motto gegeben und meine Geburtstagsvor-Feier zur Fiesta Mexicana gemacht. Ja, Vorfeier. Auf einen Montag feiern hielt ich für ausgesprochen unklug (wobei ich das auch getan habe, allerdings in Hamburg). Und an den Weihnachtstagen oder Silvester nachfeiern ist ebenso ungünstig. Daher wurde das Ganze einfach vorverlegt und ich habe konsequent eine Woche durch Geburtstag gefeiert. Hat definitiv was für sich.

Zu so einer Fiesta Mexicana gehört neben der landestypischen Musik auch eine Getränkeauswahl und die dazu passenden Speisen. Bei einer stolzen Zahl von 20 Einladungen, die ich für meine muckelige Singlewohnung augesprochen habe, habe ich ich von einem Bankett oder Mehrgang-Menü abgesehen. Zu schwierig die Unterbringung aller Gäste in sitzender Position. Daher gab es ein in der Küche platziertes Büffet. Neben mexikanischem Fingerfood (Rezepte folgen alsbald) fand sich hier ein riesiger Bräter voll Chili con Carne und zum Dessert gab es köstliche Brownies. Das Grundrezept dazu habe ich aus der New York Times gemopst. Im Original ist es ein irischer Schokoladenkuchen, der mit Whisky gebacken wird. Meine abstrahierte Form ersetzt diesen mit Kahlua und bekommt etwas mehr Pfiff mit Zimt und Chili. Aber lest selbst.

Kahlua Brownies

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  • 340g Butter
  • 85g Back-Kakao
  • 100ml starker Kaffee
  • 110ml Kahlua
  • 200g weiße Zucker
  • 150g brauner Zucker
  • 240g Mehl
  • 1,5 TL Backsoda
  • 3/4 TL grobes Salz
  • 1/2 Chili, gehackt
  • 1 Nelke
  • 3 Eier
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 200g dunkle Schokolade
  • 1 TL Zimt

 

Butter mit Zucker, Schokolade, Kahlua und Kaffe schmelzen und auf Körpertemperatur abkühlen. Alle Gewürze dazu geben. Mehl mit Kakao und Backpulver mischen. Eier aufschlagen und die Hälfte des Mehls unterrühren. Die Schoko-Mischung langsam dazu geben. Restliches Mehl unterrühren. Eine Auflaufform oder ein Tiefes Blech mit Backrahmen fetten und mit Kakaopulver bestäuben. Die Teigmasse hineingeben und bei 170°C für etwa 45-50 Minuten backen.

Die Brownies halten sich noch gut eine Woche saftig frisch, wenn sie in einer Dose im Kühlschrank gelagert werden. Auch eine Reise nach Hamburg im warmem Auto haben sie gut überstanden.

Backen mit Schwips: Rotweinplätzchen

Zugegeben, für einen Schwips ist definitiv nicht genug Schuss in diesen Keksen. Lecker sind sie trotzdem alle Mal. Nach meiner Woche Urlaub, die ich hauptsächlich am Schreibtisch (oder viel mehr mit dem Laptop auf dem Schoß) verbracht habe, wollte ich den Kollegen eine kleine Einstimmung auf die Weihnachtszeit mitbringen. Also habe ich gestern eine Rutsche Rotweinplätzchen gebacken. Das Rezept habe ich von meiner Stiefmutter und es mausert sich über die Jahre zu einem meiner All-time-favourites.

Rotweinplätzchen

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Das braucht ihr für etwa 50 zusammengebaute Plätzchen:

  • 125g Zucker
  • 125g Butter
  • 1 Ei
  • 2 gestr. EL Backpulver
  • 250g Mehl (ggf. etwas Mehr zum Ausrollen)
  • 1 EL Kakaopulver (ungesüßt, also Back-Kakao)
  • 1 TL Zimt
  • 3 EL Rotwein, trocken
  • 150g Kuvertüre
  • ~50g gemahlene Mandeln (im Original sind es Haselnüsse, aber darauf bin ich allergisch)
  • etwa 100g Himbeer- oder Johannisbeergelee

Die Butter in Stückchen schneiden und mit dem Zucker aufschlagen. Das Ei und den Rotwein dazugeben und gut verrühren. Mehl, Backpulver, Kakao und Zimt mischen und nach und nach dazu geben. Der Teig ist jetzt eventuell noch etwas klebrig. Wer Zeit hat, kann ihn für eine Stunde in den Kühlschrank legen, dann lässt er sich besser verarbeiten.

Die Arbeitsfläche gut bemehlen und ggf. noch etwas Mehl in den Teig einkneten, so dass er sich ohne zu kleben  ausrollen lässt. Relativ dünn ausrollen (er sollte gerade so dick sein, dass sich die ausgestochenen Plätzchen gut aufs Blech transportieren lassen) und nach belieben Plätzchen ausstechen. Ich habe einen Herz-Ausstecher genommen.

Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (insgesamt waren es in der Teigmenge 6 Bleche bei mir) und im vorgeheizten Ofen bei 170°C Ober-/Unterhitze für 8-10 Minuten backen. Die Kekse sollen nicht braun werden und sind noch recht weich, wenn man sie aus dem Ofen nimmt. Innerhalb weniger Minuten werden sie aber außen knackig und haben noch einen weichen Kern.

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Nun heißt es puzzlen: Immer zwei Plätzchen finden, die halbwegs gut übereinander passen. Eine Seite mit etwas Gelee bestreichen (vorher etwas glatt rühren, dann klappt das besser) und an die Seite legen.

Die Kuvertüre schmelzen und nun entweder den Rand der Plätzchen zunächst durchziehen und dann in Mandelmehl wälzen oder mit der Kuvertüre besprenkeln und Mandeln darüber streuen.

Gut trocknen lassen und anderen damit eine Freude bereiten! 🙂

Samstäglicher Kochanfall: Churros mit mexikanischer Schokoladensoße

Aus dem Nichts schleicht es sich an. Leise und ungeahnt, tappsend und dabei nicht zu hören. Herzklopfen, Gänsehaut. Die Finger werden unruhig, der Fuß wippt. Die Kopfhaut juckt. Ich versuche es zu ignorieren, dagegen an zu kämpfen. Einfach sitzen bleiben, an etwas anderes denken. Doch stark bleiben ist zu schwer. Und schon hat es mich gepackt. Der Kochanfall greift zu und reißt mich in seine Tiefen.

Den meisten deutschen Kochserien kann ich wenig bis gar nichts abgewinnen. Entweder versuchen sich totale Laien in seltsamen Gerichten, in Sendungen, die von Showköchen moderiert werden, oder eben diese Showköche liefern eine 60-minütige Selbstdarstellung ab. Jedoch habe ich ein Herz für die amerikanischen und australischen Formate. Gordon Ramsey, der Fernsehkoch, der meistens nicht einmal versucht sympathisch zu wirken, hat hier häufig eine Hand im Spiel. In Formaten wie Hell’s Kitchen oder MasterChef zeigen sich Profis und Hobbyköche, die wirklich etwas auf dem Kasten haben. Wer hier reinguckt, kann wirklich etwas lernen. Vor allem MasterChef Junior ist übrigens der absolute Hammer. Hier kochen Kinder ab 8 Jahren und bringen Sachen auf den Herd, an denen ich scheitern würde. Einfach mal bei Youtube reingucken.

Im Moment hänge ich an MasterChef Australia. Wenn man sich erst einmal an den australischen Akzent gewöhnt hat, ist diese Sedung absolute Inspiration. Genau daher habe ich heute auch meine Kochlust gezogen. Die Kandidaten hatten in einer Gruppenherausforderung die Aufgabe, mexikanisches Streetfood zu kochen und dies möglichst erträglich zu verkaufen. Eine Gruppe hat als Dessert „Churros“ gewählt und mich hat das daran erinnert, dass ich diese schon seit Längerem einmal selbst ausprobieren wollte. Also eine schnelle Netz-Recherche später ging es ab an den Herd. Folgendes kam dabei heraus.

Churros mit Schokoladensoße

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Für die Churros brauchen wir:

  • 240ml Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1,5 EL Öl
  • 1/2 TL Salz
  • 140g Mehl
  • Öl zum Frittieren
  • Zucker und ggf. Zimt

Für die Schokoladensoße brauche wir:

  • etwa 50ml Milch
  • 80-100g Zartbitterschokolade (70% Kakao)
  • 1 getrocknete Chilischote
  • einen Tropfen Vanilleextrakt (alternativ einen halben TL Vanillezucker)
  • einen kleinen Schuss Cointreau (bzw. Orangenlikör)
  • eine kleine Prise Salz

DSC_8567Der Teig ist  dem deutschen Brandteig relativ ähnlich. Das Wasser wird mit dem Zucker, Öl und Salz in einem Topf aufgekocht und dann von der Hitze genommen. Nun das Mehl auf einen Rutsch dazugeben und mit einem Holzlöffel solange kräftig rühren, bis der Teig sich mehr oder weniger zu einer Kugel formt. Den Teig kurz zum Abkühlen an die Seite stellen. Der Unterschied zum deutschen Brandteig besteht darin, DSC_8568dass zum Einen Öl statt Butter verwendet wird und zum Anderen keine Eier benutzt werden. Theoretisch kann man auch nach dem Einrühren des Mehls Eier dazugeben – diese arbeiten als Triebmittel und machen das Endergebnis fluffliger- aber in klassische Churros gehören sie nicht.In einer Pfanne (oder einem Frittiertopf oder einer Fritteuse) das Öl erhitzen.

Währenddessen die Soße vorbereiten: die Milch mit der Chili, der Vanille, dem Salz und dem Likör auf kleinster Stufe etwa 5DSC_8570 Minuten köcheln. Die heiße Milch von der Hitze nehmen und die Schokolade dazugeben. Langsam rühren bis die Schokolade sich komplett aufgelöst hat. Sollte die Soße viel zu dick sein, noch einen kleinen Schuss Milch dazu geben. Ist sie zu dünn, noch etwas Schokolade unterrühren. Aber Achtung! Die Soße dickt ein, wenn sie kälter wird.

Nun geht es mit den Churros weiter. Ich hab es so DSC_8571gemacht, dass ich die Churros zunächst auf ein Backpapier gespritzt habe. Dazu den Teig in einen Spritzbeutel mit breiter Tülle geben und etwa 10cm lange Streifen spritzen. Da ich nur einmal verwendbare Plastikbeutel mit recht kleiner Tülle hier hatte, war der Erfolg eher mäßig. Bei mir wurden die Churros sehr dünn und daher zu knusprig beim ausbacken. Am besten sollte ein Stoff-Spritzbeutel geeignet sein. Alternativ habe ich den Teig geteilt und zu einer dünnen Rolle gerollt. Hier habe ich in der gewünschten Länge Röllchen abgeschnitten und immer zwei miteinander verdreht. Gibt auch eine schöne Form. Klassisch werden die Churros direkt ins heiße Öl gespritzt.

DSC_8572Die vorbereiteten Churros portionsweise ausbacken. Am besten zunächst eine Testrunde mit 2-3 Gebäckteilchen machen und ggf. die Öltemperatur anpassen! Wenn sie aus dem Öl kommen, die Churros kurz auf einem Küchenpapier abtropfen und sofort in Zucker (oder einer Zimt-Zucker-Mischung) wenden. Ich wollte es nicht ganz so süß haben, und habe sie nur leicht mit Puderzucker bestäubt.

Die Soße in ein Töpfchen geben und die noch warmen Churros darein tunken.DSC_8579

Hot Chocolate Louisiana Style

Hey Folks!

Der ein oder andere mag ja mitbekommen haben, dass ich den letzten Jahreswechsel Übersee in den Staaten verbracht habe. Zwar habe ich mich dort im mittleren Westen aufgehalten (Howdie! Ich will einen Saloon in Detmold!!) aber mein Herz schlägt ja insgeheim für die Südstaaten. Im Zuge dessen habe ich mir zwei wundervolle New Orleans Kochbücher gekauft, die mir schon die ein oder andere regnerische Stunde versüßt haben. 

Die amerikanische Küche, und die Südstaatenküche im Speziellen, zeichnet sich durch kräftige Geschmäcker und starke Kombinationen aus. Hier gilt in vielen Bereichen ’sweet and savory‘ – also süß und herzhaft. Ebenso sind süß und salzig und süß und scharf oft genutzte Kombinationen. In der heißen Schokolade, die ich euch hier vorstellen möchte, kommt von allem etwas vor. Solange der Sommer noch nicht da ist, ist dieses Getränk der perfekte Nachtisch für kuschelige Sofaabende oder der optimale Schlaftrunk nach einem langen Tag.

Hot Chocolate Louisiana Style

wir brauchen (für einen Becher):

  • eine 3/4 Tasse Milch (nicht das amerikanische Cup-Maß gemeint, sondern tatsächlich die Tasse, aus der ihr trinken wollt)
  • einen Schuss Sahne (macht das ganze etwas reicher, kann aber auch mit Milch ersetzt werden)
  • ca. 30g halbbitter oder edelbitter Schokolade (mit etwa 70% Kakaoanteil; Vollmilchschokolade o.ä. ist zu süß und nicht schokoladig genug)
  • eine Prise getrocknete Chilis
  • eine Prise Salz
  • einen Tropfen Vanillearoma (oder den folgenden Zucker durch Vanillezucker ersetzen)
  • etwa ein TL Zucker (da die Schokolade, wie gesagt, nicht ganz so süß ist)
  • ein Schuss Rum, Cognac oder Whiskey

Die Zubereitung geht ganz schnell (dauert nicht mal länger als einen Pulverkakao ordentlich aufzuwärmen). Die Milch mit der Sahne in einem Topf aufsetzen, Salz, Zucker, Chilis und Vanille dazugeben und kurz aufkochen lassen. Nun den Herd ausstellen und die Schokolade in der heißen Milch auflösen lassen. Kräftig rühren, bis sich alles aufgelöst hat und erst ganz zum Schluss den Alkohol dazugeben.
So einfach war’s auch schon. 

Ich wünsche euch allen einen schönen verregneten Sonntag!

Lecker-Süße Kalorienbombe: Bananasplit-Torte

Gleich mehreres gibt’s zu feiern. Dieses mitlerweile 6 Monate alte Küchenblog hat die 1000 Aufrufe geschafft. Danke allen treuen Lesern 🙂

Zudem hat heute mein kleiner Bruder Geburtstag und traditionell kriegt er von mir eine Torte. Dieses Jahr wurde es eine Bananasplit-Torte, zusammengesetzt aus diversen Rezepten und teilweise selbst erdachten.

Wer sowas gerne nachmachen möchte, braucht kein besonderes Händchen für Konditorei, aber ein wenig Geduld. Los geht’s erstmal mit dem Einkaufszettel.

Bananasplit-Torte

Wir brauchen:
Für den Boden:

  • 5 Eier
  • 5 EL warmes Wasser
  • 150g Zucker
  • 100g Mehl
  • eine Prise Salz
  • 1 EL Speisestärke
  • 1 EL Kakao (also Backkakao, ungesüßt, nicht sowas wie Nesquik)

Für die Vanillecreme:

  • 2 Blatt Gelatine
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver zum kochen (z.B. von Dr. Oetker)
  • 4 EL Zucker
  • 400ml Milch
  • 200g Sahne, gut gekühlt
  • eine Tüte Vanillezucker, bzw 1 EL
  • eine Tüte Sahnesteif

Für die Schokocreme:

  • 200g Puderzucker
  • 30g Kakao (s.o.)
  • 150g Butter, zimmerwarm
  • 85g Edelbitter-/Halbbitter Schokolade (gibt’s z.B. von Sarotti mit 50% Kakaoanteil)
  • 60ml Sahne

Für die Glasur/Ganache:

  • 150g Sahne
  • 175g Edelbitter-/Halbbitter Schokolade
  • 1 EL Zucker
  • 75g Butter

Außerdem:

  • 6 Bananen (5 für die Füllung, eine für die Deko)
  • etwas Honig
  • evtl. etwas Bananenlikör
  • 100g Sahne (gekühlt) für die Deko, Sahnesteif und Vanillezucker
  • Schokoperlen mit Knusperkern
  • evtl. anderer Dekokrams
  • bestenfalls ein Tortenring und eine Spritztülle

Es ist durchaus sinnvoll mit dem ganzen Spaß am Vortag anzufangen, oder sehr früh morgens am eigentlichen Verbrauchstag.

Als erstes werden die Böden gebacken.

Dazu zunächst die Eier trennen, die Eigelbe in eine große Schüssel geben und auf die Seite stellen, die Eiweiße in einer Schüssel bereit halten. Achtung, es darf kein bisschen Eigelb im Eiweiß zurückbleiben, sonst wird’s nicht steif. 

Eine Prise Salz zum Eiweiß geben und mit einem Handmixer auf hoher Stufe schlagen (mit dem Schneebesen-Aufsätzen). Wenn das Eiweiß schon etwas fester wird, etwa ein Drittel von dem Zucker (also ca. 50g) dazu geben und weiter steifschlagen. Das Eiweiß ist fertig, wenn man die Schüssel umdrehen kann, ohne das etwas tropft.

Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Jetzt das Eigelb mit den 5 EL Wasser und dem restlichen Zucker schlagen. Solange verrühren, bis sich die Masse deutlich vergrößert hat (dadurch das Luft untergehoben wird) und die Eigelb-Zucker-Mischung sehr cremig und hell wird. Hier nun esslöffelweise das Mehl unterrühren (oder sieben, wenn man ein geeignetes Feinsieb hat). Das steife Eiweiß mit einem großen Löffel oder Teigschaber langsam unter die Eigelbmasse heben. Nicht wild rühren, sondern nach und nach unterheben, so dass das Volumen des steifen Eiweißes nicht zerstört wird.

Der Grundteig ist jetzt fertig.

Nun hier von ein Drittel abnehmen und kalt stellen.
Die restlichen Zweidrittel des Teiges mit der Speisestärke vermischen.

Eine Springform (28cm Durchmesser) leicht fetten und ein Stück Backpapier zurechtschneiden, so dass es genau auf den Boden passt, dieses dann einlegen. Den mit Stärke verrührten Teig hier einfüllen und mit der Rückseite eines nassen Esslöffels glatt streichen. In den vorgeheizten Ofen geben und für 15-20 Minuten backen.

Aus dem Ofen nehmen und direkt aus der Form lösen. Den Boden auf einen großen Teller stülpen und zum auskühlen an die Seite stellen. 

Den restlichen Teig mit einem EL Kakao vermischen und die Form wie zuvor vorbereiten (kurz spülen, abtrocknen, fetten, Backpapier). Den Teig in die Form geben, glatt streichen und für ca. 15 Minuten backen.

Rausnehmen, aus der Form nehmen und ebenfalls auskühlen lassen.

Weiter geht’s mit der Vanillecreme.

400ml Milch (ja, das sind 100 weniger als normalerweise für den Pudding genommen werden, das muss so) in einem Topf auf den Herd geben und aufsetzen. Die beiden Gelatineblätter in kaltem Wasser in einer kleinen Schüssel einweichen (5 Minuten reichen dafür)

Das Puddingpulver mit den 4 EL Zucker verrühren und mit ca. 6 EL von der Milch glattrühren. Wenn die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und das verrührte Puddingpulver einrühren. Wieder auf den Herdstellen, die Gelatine ausdrücken und dazugeben, unter rühren etwa eine Minute auf kleiner Flamme kochen lassen. Pudding in eine große Schüssel (kühlt schneller aus) umfüllen und an die Seite stellen. Runterkühlen lassen und dabei immer etwas umrühren, damit sich keine Haut bildet. Sobald es nicht mehr knall heiß ist, in den Kühlschrank stellen (etwa eine halbe Stunde reicht).

Die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif steif schlagen und kalt stellen. 

Sobald der Pudding abgekühlt ist, die geschlagene Sahne unterheben.

Während die Vanillecreme abkühlt, wird die Schokocreme erstellt.

 Die Schokolade im Wasserbad schmelzen (in einem größeren Topf 2 Finger breit Wasser auf 2/3 Hitze aufsetzen und einen kleineren Topf darüber setzen, hier die Schokolade reingeben. Durch den heißen Wasserdampf wird sie langsam geschmolzen und kann nicht anbrennen).

Die Butter mit einem Handmixer aufschlagen, die flüssige Schokolade dazugeben und mit der Butter verschlagen (sollte eine zähflüssige – flüssige Masse ergeben). Hier den Puderzucker und den Kakao unterrühren bis eine glatte Creme entsteht. Die creme ist realtiv fest und recht süß. Wer möchte kann  etwas weniger Zucker nehmen und den Schokoladengehalt etwas erhöhen.


Jetzt wird gebastelt.

Den hellen, dickeren Boden länger halbieren, so dass zwei Böden entstehen (mit einem sehr großen, scharfen Messer vorsichtig durchschneiden).

Den unteren Boden auf einen großen Teller leben und den Tortenring darum spannen (wer keinen hat und/oder auftreiben kann [habe meinen von der Firma Zenker für 3,99 € gekauft] kann auch den Rand der Springform nehmen, der ist aber nicht ganz hoch genug.

Die 5 Bananen für die Füllung schälen und in Scheiben schneiden. In einer Schüssel oder einem tiefen Teller mit etwas Honig (ca. 1 EL) und ggf. etwas Likör marinieren. Auf dem Boden verteilen. Darauf eine Hand voll Schokoperlen verstreuen und anschließend die Vanillecreme darauf geben.

Auf die Vanilleschicht kommt nun der Schokoladenbiskuit. Diesen einfach im ganzen darauf legen.

Als nächstes wird die Schokocreme auf dem Schokoboden verstrichen. Hier drauf kommt abschließend die andere Hälfte des hellen Bodens.

Das Innenleben der Torte ist nun quasi fertig. Damit wandert sie erstmal in den Kühlschrank und darf dort für mindestens 4 Stunden (oder wie bei mir über Nacht) verweilen.

 

 

Beinahe als Abschluss geht’s jetzt an die Ganache (-> Kuvertüre-Sahnecreme, ein perfekter Tortenüberzug, der nicht so knackig fest wie Kuvertüre wird aber fest genug zum schneiden; auch als Füllung geeignet).

Die Sahne in einem kleinen Topf kurz aufkochen und vom Herd nehmen. Den Zucker, die Schokolade (in Stücken) und die Butter in die heiße Sahne geben und solange rühren bis eine glatte, dickflüssige Masse entsteht. 

Die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und den Tortenring lösen (vorher mit einem Messer drum herum schneiden). Die Hälfte der Ganache oben drüber kippen und mit einem Teigschaber zu den Rändern streichen und auf den Seiten verteilen. Die restlichen Ganache drüber geben und gleichmäßig verteilen. Torte wieder für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.


Die Deko-Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. In eine Spritztülle mit Sternaufsatz geben und drum herum die Torte dekorieren, die Dekobanane in Scheiben schneiden, diese mit Honig marinieren (damit sie nicht braun werden) und die Torte damit dekorieren.

Und das war’s dann auch schon. Kompliziert ist eigentlich nichts so wirklich, aber es sind schon viele, viele kleine Schritte, die das ganze recht aufwendig gestalten. Empfehlenswert ist es auf jeden Fall zwischendurch, alle Schüssel und Besteck so wie die Arbeitsfläche zu spülen, ansonsten wird das End-Chaos wohl zu erschlagend. Meine Küche sah eigentlich die ganze Zeit recht vorzeigbar aus – aber ich wollte ja auch nebenbei Fotos für dieses Rezept machen und habe mich gezwungen, zwischendurch sauber zu machen 😉


Die Geburtstagsgäste haben sich auf jeden Fall sehr über die Torte gefreut und waren alle begeistert – und ich bin froh, dass ich erstmal ein Jahr keine Torte mehr machen muss.

 

Warme Schokosouflées mit flüssigem Kern

Heute komme ich endlich mal dazu dieses fantastische Poser-Dessert zu posten. Eigentlich lässt es sich ziemlich gut vorbereiten und macht mit ein wenig Übung auch gar nicht so viel Aufwand, schindet aber unglaublichen Eindruck. Je nachdem, wie üppig das vorhergegangene Menü war, kann man in der Größe der Dessertformen variieren. Ich nehme meistens mein Muffinblech und kriege aus der Menge an Teig exakt 6 Schokosouflées.  Man kann aber auch Kaffeetassen (nicht Pötte sondern flachere Tassen) oder ähnliches verwenden.

Schokoladensouflées mit flüssigem Kern

Wir brauchen:

  • 90g Schokolade (hier kann man theoretisch die Reste von Ostern verballern. Je besser die Schokolade, desdo leckerer das Souflée. Ich nehme meistens 70% Edelbitter von Lindt)
  • 100g Butter
  • 2 ganze Eier
  • 2 Eigelb
  • 80g Zucker
  • 80g Mehl
  • wer auf Nummer sicher gehen will kann noch Pralinen, ist dann aber ein bisschen geschummelt.

Die Eier und die Eigelbe werden zumsammen mit dem Zucker in einer Schüssel aufgeschlagen. Dies am besten mit einem Handmixer und zwar solange, bis sich das Volumen deutlich vergrößert. Das ganze bekommt dann schon eine teigartige Konsistenz. Hier wird anschließend das Mehl eingestreut.

Währenddessen einen Topf mit etwas Wasser (3 cm hoch gefüllt reicht) aufsetzen, zum kochen bringen und auf kleinste Stufe runterstellen. Eine Schüssel oben auf setzen (am besten aus Metall, wie man auf dem Bild sieht habe ich nur welche aus Plastik – hierbei sollte man aufpassen, dass diese nicht zu heiß wird (also ab und an von der Hitze nehmen), damit das Plastik nicht schmilzt). Man kann auch einen zweiten Topf reinstellen. Dort die Schokolade zusammen mit der Butter unter ständigem Rühren komplett schmelzen. Aufpassen, dass das Schoko-Butter-Gemisch nicht zu heiß wird! Idealerweise sollte es etwa Körpertemperatur haben. Falls es doch etwas wärmer wird, einfach kurz warten bis es auf Körpertemperatur runterkühlt und dann vorsichtig in den Teig einrühren. (Wer zu ungeduldig ist könnte sonst Pech haben, dass das Ei im Teig durch die zu warme Schokolade stockt).

Nun die Förmchen mit Butter ausstreichen und Zuckern, damit sie nachher gut aus der Form gehen. Teig hineingeben und wenn möglich ein paar Stunden gefrieren oder kalt stellen. Es geht auch ohne, da ändert sich aber die Ofenzeit.

Wer schummeln will, kann in die Mitte vom Teig jeweils eine Praline oder ein Stück Schokolade geben, dies sollte auf jeden Fall cremig-flüssig bleiben, auch wenn man aus Versehen die Zeit aus den Augen verliert.

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Gefrorene Souflées brauchen 15-16 Minuten, gekühlte nur etwa 13-14 und bei den ganz frischen sollten ungefähr 10 -12 reichen. Man erkennt ganz gut, dass sie fertig sind, wenn sich der Teig nach oben wölbt.

Die Souflées aus dem Ofen nehmen, vorsichtig aus den Formen klopfe und servieren. Dazu passen super Erdbeeren oder marinierte Orangenfilets. Wenn alles geklappt hat, läuft noch etwas warmer Schokoteig aus der Mitte beim Anschneiden. Bei meinem Foto oben im Rezept, hatte ich sie diesmal einen Ticken zu lang im Ofen – aber lecker war’s trotzdem.

Viel Spaß allen Naschkatzen!