Urlaubsgefühle: Paella Mixta

Entgegen aller Erwartungen strahlt hier den ganzen Tag die Sonne. Auch wenn der Mann im Radio das Gegenteil behauptet. Ein schöner Marktspaziergang heute Vormittag und ein ausgedehntes Herumlungern in der Stadt haben mich letztendlich inspirieren können, ein Stück Urlaub nach Hause zu holen. Und das geht am besten mit einem guten Essen.

Paella kommt ursprünglich aus Valencia. Dort war ich noch nicht, daher kann ich mich auch nicht am Original orientieren. Ich kenne sie von meinen Teneriffa-Urlauben. Serviert in der typischen Paella-Pfanne auf einem Beistelltisch, der Kellner trägt auf und achtet darauf, dass jeder von allen Bereichen des Reisgerichts etwas kriegt. Die sind nämlich recht speziell.

Eine gute Paella ist kein Risotto. Sie wird nicht gerührt! Das hat zur Folge, dass der Reis etwas ansetzt. Dabei entsteht am Pfannenboden eine Schicht mit angebräuntem Reis – socarrat genannt. Diese gilt zu Recht als Delikatesse. Es gibt diverse Rezepte für Paella und Glaubensfragen, wenn es darum geht, den richtigen Reis zu wählen. Ich werde euch an dieser Stelle das Rezept so präsentieren, wie es bei mir auf den Tisch kam. Es sei aber bereits vorweg angemerkt, dass hier viel anpassbar ist. Die Menge an Fleisch/Fisch ist variabel, auch die Sorten die ich ausgesucht habe, können geändert werden. Schweinefleisch und Kaninchen finden sich sehr häufig in fleischlastigen Paellas. In der fischigen Variante wären Tintenfisch und Miesmuscheln noch ganz wunderbar.

Auch wenn die Valencianer sie gerne als Touristen-Gericht beschimpfen, esse ich sie so wahnsinnig gern. Heute gibt’s:

Paella Mixta

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Für 4 Portionen

  • 250g Paella-Reis (ich habe Rundkornreis genommen. Viele Rezepte schreiben, man solle Langkornreis nehmen. Traditionell nimmt man Arroz Bomba)
  • Eine Hähnchenbrust, ohne Knochen und HautIMG_20160528_173146
  • 12 Gambas
  • 8 Kammmuscheln
  • 500ml Gemüsebrühe
  • 1 kleine Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • etwa 125g Erbsen
  • eine halbe rote Paprika
  • 4 EL gehackte Tomaten (frisch oder aus der Dose)
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 2 Prisen Safranfäden
  • grobes Meersalz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • Eine Prise Thymian und Rosmarin
  • Ein Schuss trockener Weißwein
  • etwas gehackte Petersilie

 

Die Zubereitung nimmt insgesamt nicht mehr als eine Stunde Zeit in Anspruch. Und macht auch nur eine Pfanne dreckig. Wenn das nicht ein absolutes Top-Argument für Paella ist, weiß ich es auch nicht. So geht’s los:

Eine möglichst breite, schwere Pfanne auf hoher Hitze aufsetzen. Wer eine hat, kann natürlich dafür eine Paellera verwenden. Eine ganz normale Pfanne tut es aber auch. Etwa einen Teelöffel Meersalz in die Pfanne geben. Einen guten Schuss Olivenöl dazugeben. Das Huhn mundgerecht würfeln und sehr scharf anbraten. Währenddessen Zwiebel, Knoblauch und Paprika fein würfeln. Das Huhn aus der Pfanne nehmen und kurz zur Seite stellen. Nun in der selben Pfanne (nicht ausspülen!) das Gemüse anbraten, die Temperatur auf mittlere Hitze senken und eventuell noch einen Schuss Olivenöl dazu geben. Wenn die Zwiebeln schön glasig sind, das Huhn wieder in die Pfanne geben. Die gehackten Tomaten unterrühren und für ein paar Sekunden reduzieren lassen. Die Erbsen unterrühren und die Mischung an den Pfannenrand schieben. In der Pfannenmitte den Reis verteilen und etwas anbraten lassen. Mit dem Gemüse verrühren und kurz brutzeln lassen, dann mit Weißwein ablöschen. Safran, Thymian und Rosmarin dazu geben und alles mit Pfeffer würzen. Die komplette heiße Brühe dazu geben, einmal kräftig umrühren und jetzt heißt es warten. Auf mittlerer Hitze etwa 20 Minuten offen köcheln lassen (nicht mehr umrühren!).

Die Gambas und das Muschelfleisch auf der Paella verteilen und pfeffern, die Pfanne abdecken und die Meeresfrüchte für etwa 10 Minuten garen lassen. Dann die Hitze noch einmal voll aufdrehen und für 2-3 Minuten brutzeln lassen. Das hilft, die socarrat zu erzeugen.

Die Zitrone in Schnitze schneiden und zwischen den Gambas in die Paella drücken. Pfanne von der Hitze nehmen und kurz ruhen lassen. Servieren und darauf achten, dass alle Gäste etwas von der köstlichen Reiskruste abbekommen 😉

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Spargel dreierlei: Römisch, früh und siciliano

Sie ist wieder da, meine liebste Jahreszeit: Die Spargelzeit hält nun in allen Teilen Deutschlands Einzug. Noch bis zum Johannistag, dem 24. Juni, wird gestochen. In der Vergangenheit habe ich ja Stein und Bein auf die Zubereitung im Alumantel geschworen, nun möchte ich drei weitere fantastische Rezepte präsentieren.

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I. Im Römer.

Spargel aus dem Römertopf ist so unkompliziert, wie nur eben möglich. Das Gemüse wird dazu einfach nur geschält, der Topf (und Deckel!) etwa 15 Minuten gewässert. Ohne zusätzliche Flüssigkeit kommt der Spargel in den Topf, dazu ein Stich Butter, etwas Salz, eine Prise Zucker und ein Pfützchen Zitronensaft. Kurz mit den Händen durchmengen, Deckel drauf und in den kalten Ofen stellen. Diesen nun auf 180°C Ober-/Unterhitze anschalten und nach etwa 45 Minuten ist der Spargel im eigenen Saft gegart und mit herrlicher Butternote versehen. Der Vorteil: Auch größere Mengen (getestet mit einem Kilo) lassen sich auf einen Rutsch gleichmäßig zubereiten. Der Nachteil: Es dauert etwas länger als die herkömmliche Garung in kochendem Wasser. Dafür bleiben Geschmack und Inhaltsstoffe besser erhalten.

II. Zum Frühstück

Mein Lieblingswochenendfrühstück ist im Moment Omelett. Dabei kommt in der Regel immer mit rein, was ich im Kühlschrank so finde. Das ist nicht selten grüner Spargel. Göttlich und einfach: 3 – 4 Stangen grünen Spargel in mundgerechte Stücke schneiden (muss nicht geschält werden!); das holzige Ende wegschmeißen. Kurz in etwas Butter anbraten und auf einem Teller zwischenparken. Zwei Eier mit einem kleinen Schuss Milch oder Sahne und etwas Salz und Pfeffer verquirlen und in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze stocken lassen. Kurz bevor das Ei gar ist, eine Scheibe Käse und das Gemüse auf eine Hälfte des Omelettes geben, die andere Hälfte darüber klappen und noch etwa 30 Sekunden garen lassen. Anrichten und sich freuen. Die Art Omelett ist wahnsinnig wandlungsfähig. Manchmal kommen bei mir Tomaten zu, statt Spargel nehme ich auch gerne Avocado (die ich nicht vorher anbrate). Auch Bacon oder Schinken passen prima.

III. Sizilianisch

Und hier ist er nun, der Star, das Highlight, das beste Spargelrezept, das mir in den letztenIMG_20160516_193453410 Jahren untergekommen ist. Und dabei ist es nicht aus den deutschen Gefilden, wobei sich ja gerade hier damit  gerühmt wird, Spargelheimat zu sein. Nein, es stammt von meiner amerikanisch-sizilianischen Schwägerin Bianca. Der Spargel wird im Ofen gegart, erhält eine leichte Bitterkeit vom Bräunen, die aber zugleich von der Süße des Honigs und der Salzigkeit des Parmesans aufgefangen wird. Fantastisch. Das Rezept habe ich bislang nur mit grünem Spargel getestet! Ich vemute, dass es mit weißem nicht ganz so gut funktionieren würde.

Die Enden der Spargelstangen abbrechen und das Gemüse in eine Auflaufform geben. Etwa einen Teelöffel Honig darüber träufeln, mit grobem Meersalz bestreuen und etwas Olivenöl darübergeben. Etwa eine handvoll frisch geriebenen Parmesan darüber streuen und alles für gute 15 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze backen. Nach der Hälfte Zeit  einmal durchrühren, damit sich alles gut verteilt.

Der grüne Spargel wird so zur großartigen Beilage, schmeckt aber auch kalt (weshalb bei mir nie ein Rest für den nächsten Tag überbleibt) 😉

 

 

Sommer-Salat: Bunte Markttomaten

Damit diese Woche nicht ganz ohne Rezept dahin geht, gibt’s heute ein ganz flottes Rezept von mir. Es ist Sommer und nach wie vor habe ich Stress mit meiner Wohnung. Mein Balkon ist aus „verkehrssicherheitlichen Gründen“ abgesperrt (ein Holzgitter wurde von außen vorgeschraubt, um das Betreten zu verhindern) und mein Vermieter weigert sich, mit mir zu sprechen. Das führt auf jeden Fall dazu, dass ich jede freie Minute irgendwo außerhalb meiner Wohnung verbringe. Zumindest jetzt, wo die Temperaturen nicht mehr „Herbst“ schreien.

Bevor es letzte Woche zum apokalyptischen Sturm in Lippe kam, habe ich am Samstagvormittag einen kleinen Spaziergang über den Detmolder Wochenmarkt gemacht. Hier trifft man viele Stände von Höfen und Läden und Fleischern aus der Region und mit ihnen alles, was das Herz begehrt. Ohne einen bestimmten Einkaufsplan habe ich mich dort umgeschaut und schnell mein Highlight gefunden. Ein Hof aus Jerxen-Orbke hatte dort einen wunderbar großen Stand mit Tomaten aller Art. Von Ochsenherzen, grünen, gelben, roten, Coktail-Tomaten und was man sich sonst so vorstellen kann gab es dort eigentlich alles. Ich habe also zugeschlagen und zum Mittag einen bunten Tomatensalat gezaubert.

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Bunter Markt-Tomatensalat

Für eine Portion:

  • 250g bunte Tomaten
  • 2 EL Bärlauchöl
  • 1 EL Kräuteressig
  • 1 TL Honig
  • Salz und Pfeffer

In einer Schüssel das Dressing zusammenrühren, die Tomaten vierteln und dazugeben. Vorsichtig vermengen servieren. Dazu gab’s bei mir einen Sesamring und Auberginenpaste vom türkischen Händler.

Noch ein wichtiger Hinweis: Die Tomaten sollten nicht aus dem Kühlschrank direkt verarbeitet werden. Sie schmecken am besten, wenn sie Zimmertemperatur haben.

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Sommer-Salat: Garnele/Melone/Tomate

Inspiriert von meinem Gang über den ersten Bielefelder Street Food Market in der letzten Woche, habe ich mich heute daran gewagt, ein Gericht zu nachzubasteln, das ich dort probiert habe. Ohne großes Geschwafel geht’s direkt ins Eingemachte.

Melonensalat mit Garnelen

Melonensalat

Melonensalat mit Garlenen, getrockneten Tomaten und Avocado

Für 2 Vorspeisenportionen braucht ihr:

  • eine halbe kleine Melone (ich habe eine spanische Jimbee verwendet)
  • geschälte Garnelen für 2 Portionen (je nach Größe variiert die Menge, es ginge auch mit Krabben!)Zubereitung
  • eine Knoblauchzehe
  • etwas Öl zum Braten
  • eine handvoll getrocknete, eingelegte Tomaten
  • ein paar Blätter frischen Basilikum
  • einen halben Bund glatte Petersilie
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft (alternativ Weißweinessig oder ein Fruchtessig)
  • Salz und Pfeffer
  • eine halbe Avocado

Die Garnelen ggf. abtauen, entdarmen und gut trocken tupfen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Knoblauchzehe schälen und mit der flachen Seite des Messers kräftig anschlagen, so dass sie etwas auseinander bricht. Die Zehe im Öl braten (so kommt das Knoblaucharoma an die Garnelen, ohne dass später im Salat auf Knoblauch gebissen wird) und die Garnelen dazu geben. Schnell und heiß garen und mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Pfanne nehmen und etwas abkühlen lassen.

Die Melone schälen, kernen und in Würfel schneien. Anschließend in eine Schüssel geben. Nun die getrockneten Tomaten in möglichst feine Streifen schneiden und dazugeben. Die Avocado in kleinere Würfel schneiden. Petersilie und Basilikum hacken und alles vermengen.

Jetzt fehlt nur noch das Dressing. Dafür einfach Zitronensaft und Olivenöl mit etwas Salz und Pfeffer kräftig verrühren, so dass es emulgiert. Alle Zutaten vermengen und anrichten. Dazu passt knuspriges Knoblauchbrot.

Sommerliche Ingwerlimonade

Sommer ist wenn man trotzdem lacht…

das sangen zumindest die Wise Guys vor einigen Jahren. Auch wenn es draußen mal nur 13°C sind, sei davon auszugehen, dass sich Temperatur und Sonneneinstrahlung in den nächsten Wochen doch wieder deutlich erhöhen werden. 

In fernen Ländern sind die Leute schon früh auf den genialen Trichter gekommen, dass bei starker Außenhitze vor allem heiße Getränke den Körper insgesamt abkühlen. Für uns in deutschen Gefilden ist dies allerdings oft ein zu abstruser Gedanke. Was stattdessen auch hilft ist ein wenig Schärfe.

Außer Chili, Pfeffer und Konsorten findet sich eine angenehme Schärfe in der Ingwerwurzel.


Das Wort ‚Ingwer‚ kommt übrigens aus dem althochdeutschen ‚gingibere‚ (na, sieht da wer die Verwandtschaft zum Englischen?) bzw. lateinisch ‚zingiber‚. Im ursprünglichen Altindisch ist die Bedeutung ‚hornförmig‘.

Hierzulande wird in erster Linie die Wurzel der Pflanze verwendet, in anderen Ländern (v.a. Süd- und Ostasien) werden auch die jung geernteten Blätter verwendet.

Ingwer hat eine stark antibakterielle Wirkung. Er bringt eine angenehme Schärfe und fördert außerdem die Durchblutung. Außerdem wird Ingwer eine aphrodisierende Wirkung zu geschrieben – na, wenn das mal nichts ist 😉

Wer frischen Ingwer kauft sollte darauf achten, dass die Wurzeln noch schön fest sind. Weich gewordener Ingwer könnte innen bereits gammeln und diesen Geruch wünscht sich niemand im Kühlschrank. Ansonsten hat Ingwer ein leicht zitronig-scharfes Aroma und eine ganz eigene Note. Verwenden kann man ihn besonders gut in asiatisch und orientalisch angehauchten Gerichten. Besonders gut macht er sich auch beim Ansetzen von Brühen oder Suppen, außerdem zählt er zu den klassischen Gewürzen in Lebkuchen (engl. = Gingerbread).

Meine aktuelle Lieblingsverwendung ist eine schnell gemachte und besonders erfrischende

Sommerliche Ingwerlimonade


Wir brauchen:

  • 1 L kochendes Wasser
  • ein nicht zu kleines Stück Ingwer (darf ruhig um die 6x4cm o.ä. haben)
  • den Saft einer Zitrone (oder etwas mehr)
  • 2 gehäufte EL Zucker (oder man verwendet äquivalent Honig; da hab ich aber die passende Menge noch nicht ausprobiert)


Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. In eine große Karaffe geben, Zitronensaft und Zucker dazu geben, mit dem kochenden Wasser übergießen (hierbei löst sich v.a. der Zucker auf), auskühlen lassen und in dem Kühlschrank stellen. Eiskalt servieren.

Entstanden ist dieses Rezept an einem der bisher rar gesähten Sommertage in völliger Not, da nichts zu trinken im Haus war.

Ideen für weitere unkomplizierte und leckere Sommergetränke (auch gerne alkoholischer Natur) können gerne an mich gerichtet werden!

Disclaimer: ausnahmsweise ist das oben verwendete Foto nicht von mir selbst geschossen worden, sondern aus der Googlebildersuche lizenzfreier Bilder ausgespuckt worden.

Linguine aglio, olio e peperoncino

Auf Nachfrage gibt es jetzt in einer schnellen Fassung ein leckeres sommerliches italienisches Pastagericht, was in 25 Minuten fertig auf dem Tisch steht.

Klassisch  ist aglio, olio e peperoncino wie der Name es schon sagt eine Paste, die ohne großes Soßentheater funktioniert und nur mit Knoblauch, Olivenöl und Chili gewürzt wird. In meiner Version hab ich einfach noch verarbeitet, worauf wir hunger hatten. So spielen hier noch Tomaten, Pilze und Rucola eine Rolle. Passt aber alles wirklich gut zusammen

Leider ist das Foto diesmal nur ein schneller Iphone-Snapshot aus der Pfanne geworden. Das Gericht ging so schnell, da kam ich nicht zum fotografieren.

Linguine aglio, olio e peperoncino

Wir brauchen (für 2-3 Portionen):

  • 250g Nudeln, bevorzugt Linguine oder Tagliatelle, Spaghetti gingen auch (die mag ich nur nicht)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • eine kleine Zwiebel
  • 2 Chili (bzw. je nach Geschmack, was man an Schärfe mag und verträgt)
  • Olivenöl
  • 250g Coktailtomaten (diese ganz kleinen)
  • 2 Hand voll Champignons
  • 1 Hand voll Pfifferlinge
  • einen kleinen Schuss Weißwein oder Balsamico Essig
  • eine Hand voll Rucola (gewaschen und Stile abgeschnitten)
  • evtl. Parmesan
  • Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker

Für die Nudeln einen großen Topf Wasser mit ausreichend Salz aufsetzen und zum kochen bringen. Währenddessen die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch und die Chili sehr fein hacken.

Die Nudeln ins Wasser geben und eine große Pfanne auf halber Hitze aufsetzen (z.B. Stufe 3 von 6).

Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in die Pfanne geben und zunächst die Zwiebeln darin schmoren. Wenn diese glasig werden, Knoblauch und Chili dazugeben.

Die Pfifferlinge abreiben (oder mti einen Pinsel die Erde abstäuben), die Champignons abputzen und in Scheiben schneiden. Beides mit in die Pfanne geben und braten lassen. Wenn die Pilze gar sind, die Coktailtomaten halbieren und dazu geben. Eventuell die Temperatur etwas hochziehen. Die Tomaten sollten teilweise ein bisschen zerschmoren, sodass alles leicht soßig wird.

Hier nun den Wein oder Essig dazugeben (wirklich nur ganz wenig, es soll nur eine leichte Säure dazukommen). Evtl noch etwas Olivenöl dazugeben. Alles mit Salz, Pfeffer und ein bisschen Zucker würzen.

Die Nudeln abgießen (sollten noch gut bissfest sein, also quasi kurz vor fertig) und direkt ohne abspülen und ruhig leicht nass mit in die Pfanne geben. Nudeln einen Moment mit dem Rest auf kleiner Flamme ziehen lassen, dabei gut umrühren.

Ganz zum Schluss den Rucola unterrühren (wer den knackig haben möchte, kann ihn auch auf den Teller obenauf geben).

Ich denke, ganz lecker wäre auch noch frischer Parmesan oben drüber.

So schnell und günstig kann ein leckeres Pastagericht gehen, ohne dass man eine Fertigsoße o.ä. benutzen müsste! Natürlich kann man auch hier variieren, die Pfifferlinge müssen nicht unbedingt sein (haben eben im Moment Saision, da bietet sich das an). Auch den Rucola kann man weglassen, oder evtl durch frischen Spinat ersetzen. Essentiell sind, wie oben schon erwähnt, Knoblauch, Chili und Oliven.

Oriental Food: Indisches Curry nach Inga

Letzte Woche durfte ich endlich die indische Küche  für mich entdecken, denn Inga hat für mich gekocht. Leider waren wir etwas in Zeitnot, daher wurde sehr flott gearbeitet und es blieb keine Zeit für Bilder während des Produktionsprozesses.

Indisches Curry mit Huhn

 

Wir brauchen (die Menge reicht gut für 6 Portionen):

  • zum anbraten Ghee oder geklärte Butter oder Butterschmalz oder zur Not Butter mit Öl gemischt
  • 3 kleine oder zwei große Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ein etwa daumengroßes Stück frischer Ingwer
  • 2 grüne Chili (ok, wir hatten 3 drin. Kommt immer drauf an, wie scharf man es mag)
  • 1 Bund frischen Koriander
  • 750g Huhn
  • 3 Paprikaschoten
  • 2 Dosen Pizzatomaten/stückige Tomaten, ungewürzt (á 400g)
  • 2 Becher Joghurt (als 300-400g; wir haben griechischen Joghurt verwendet, der hat mehr Fett)
  • evtl. Mandelblätter zum dekorieren

außerdem folgende Gewürze:

  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • Currymischung (also Currypulver, aber bitte nicht das ganz billige von Tip, das schmeckt nach nichts)
  • Koriandersamen, gemahlen (heißt meistens nur Koriander, gemahlen)
  • Kreuzkümmel
  • Curcuma (das ist das, was das Currypulver gelb macht)
  • evtl. Korianderpaste
  • Currypaste
  • evtl. getrocknete Chiliflocken oder Chilipulver

Zunächst wird fleißig geschnippelt. Die Zwiebeln fein würfeln, den Knoblauch sehr fein hacken.

 (Trick: erst irgendwie in Streifen/Scheiben/Würfel schneiden und dann mit dem flachen Messer fest auf das Arbeitsbrett quetschen, so lässt er sich viel leichter hacken)

Den Ingwer schälen und fein hacken.

Die Chilis entkernen (halbieren und die Kerne rauskratzen) und ebenfalls fein hacken.

Einen großen Topf auf halber Hitze aufsetzen und etwas Fett darin erhitzen. Als erstes die Zwiebel dazu geben, wenn diese glasig wird, den Knoblauch und den Ingwer dazugeben und alles leicht anbräunen lassen. Von allen Gewürzen etwas dazu geben (Salz, Pfeffer und Zucker kommen erst später zum abschmecken, ansonsten von allem erstmal einen TL, Koriander etwa 2 TL und von der Currypaste gut 1,5-2 EL). Die Gewürze jetzt eine Weile mitrösten lassen. Währenddessen das Fleisch von etwaigen Sehen befreien, in mundgerechte Würfel schneiden und anschließend mit in den Topf geben, so dass das Fleisch die Gewürze gut annehmen kann. Fleisch von allen Seiten anbraten und die Temperatur runternehmen.

Die Paprika länger halbieren, entkernen, Waschen und in Streifen schneiden. Mit in den Topf geben und kurz mitrösten lassen. Beide Dosen Tomaten dazugeben Deckel aufsetzen und gut 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Den frischen Koriander hacken, evtl. ein paar Blätter zur Deko überlassen. Ein halber Bund sollte reichen, wer allerdings keine Korianderpaste bei den Gewürzen verwendet hat nimmt einfach einen ganzen Bund.

Die Temperatur jetzt fast ganz wegnehmen (bei einem Elektroherd reicht die Resthitze, bei einem Gasherd einfach auf ganz kleine Flamme gehen) und den Joghurt einrühren (dieser darf auf keinen Fall mehr wild kochen, sonst flockt er aus). Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Mit den Chiliflocken kann jetzt noch an der Schärfe gefeilt werden, kräftiger im Geschmack wird es durch etwas mehr Currypaste. Als letztes den gehackten Koriander unterrühren.

Bei uns gab es dazu Basmati&Wildreis von Oryzo, der hat extrem gut gepasst. Zur Deko kann man ein paar Mandelblätter drüberstreuen, die geben auch einen schönen Knack beim essen.

Wer das weniger fleischlastig möchte, kann auch einen Teil des Huhns mit Gemüse ersetzen. Ich Könnte mir gut vorstellen, dass man nur 300-500g Fleisch nimmt und den Rest mit Brokkoli ergänzt (diesen würde ich kurz vorblanchieren (=> kurz in kochendes Wasser geben)  und erst kurz vor Ende der Garzeit in das Curry geben, damit er nicht matschig wird.

Als Varianten kann man statt Joghurt auch Kokosmilch benutzen oder das ganze in eine etwas andere Richtung bringen in dem noch etwas Obst mitgegart wird (z.B. Mango in Spalten oder Ananas).

Jetzt hab ich Hunger gekriegt und muss einkaufen gehen. Schade, dass heute keiner für mich kocht. Angebote diesbezüglich sind gerne gesehen. Freiwillige?

Warme Schokosouflées mit flüssigem Kern

Heute komme ich endlich mal dazu dieses fantastische Poser-Dessert zu posten. Eigentlich lässt es sich ziemlich gut vorbereiten und macht mit ein wenig Übung auch gar nicht so viel Aufwand, schindet aber unglaublichen Eindruck. Je nachdem, wie üppig das vorhergegangene Menü war, kann man in der Größe der Dessertformen variieren. Ich nehme meistens mein Muffinblech und kriege aus der Menge an Teig exakt 6 Schokosouflées.  Man kann aber auch Kaffeetassen (nicht Pötte sondern flachere Tassen) oder ähnliches verwenden.

Schokoladensouflées mit flüssigem Kern

Wir brauchen:

  • 90g Schokolade (hier kann man theoretisch die Reste von Ostern verballern. Je besser die Schokolade, desdo leckerer das Souflée. Ich nehme meistens 70% Edelbitter von Lindt)
  • 100g Butter
  • 2 ganze Eier
  • 2 Eigelb
  • 80g Zucker
  • 80g Mehl
  • wer auf Nummer sicher gehen will kann noch Pralinen, ist dann aber ein bisschen geschummelt.

Die Eier und die Eigelbe werden zumsammen mit dem Zucker in einer Schüssel aufgeschlagen. Dies am besten mit einem Handmixer und zwar solange, bis sich das Volumen deutlich vergrößert. Das ganze bekommt dann schon eine teigartige Konsistenz. Hier wird anschließend das Mehl eingestreut.

Währenddessen einen Topf mit etwas Wasser (3 cm hoch gefüllt reicht) aufsetzen, zum kochen bringen und auf kleinste Stufe runterstellen. Eine Schüssel oben auf setzen (am besten aus Metall, wie man auf dem Bild sieht habe ich nur welche aus Plastik – hierbei sollte man aufpassen, dass diese nicht zu heiß wird (also ab und an von der Hitze nehmen), damit das Plastik nicht schmilzt). Man kann auch einen zweiten Topf reinstellen. Dort die Schokolade zusammen mit der Butter unter ständigem Rühren komplett schmelzen. Aufpassen, dass das Schoko-Butter-Gemisch nicht zu heiß wird! Idealerweise sollte es etwa Körpertemperatur haben. Falls es doch etwas wärmer wird, einfach kurz warten bis es auf Körpertemperatur runterkühlt und dann vorsichtig in den Teig einrühren. (Wer zu ungeduldig ist könnte sonst Pech haben, dass das Ei im Teig durch die zu warme Schokolade stockt).

Nun die Förmchen mit Butter ausstreichen und Zuckern, damit sie nachher gut aus der Form gehen. Teig hineingeben und wenn möglich ein paar Stunden gefrieren oder kalt stellen. Es geht auch ohne, da ändert sich aber die Ofenzeit.

Wer schummeln will, kann in die Mitte vom Teig jeweils eine Praline oder ein Stück Schokolade geben, dies sollte auf jeden Fall cremig-flüssig bleiben, auch wenn man aus Versehen die Zeit aus den Augen verliert.

Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Gefrorene Souflées brauchen 15-16 Minuten, gekühlte nur etwa 13-14 und bei den ganz frischen sollten ungefähr 10 -12 reichen. Man erkennt ganz gut, dass sie fertig sind, wenn sich der Teig nach oben wölbt.

Die Souflées aus dem Ofen nehmen, vorsichtig aus den Formen klopfe und servieren. Dazu passen super Erdbeeren oder marinierte Orangenfilets. Wenn alles geklappt hat, läuft noch etwas warmer Schokoteig aus der Mitte beim Anschneiden. Bei meinem Foto oben im Rezept, hatte ich sie diesmal einen Ticken zu lang im Ofen – aber lecker war’s trotzdem.

Viel Spaß allen Naschkatzen!